Aus der Amazon.de-Redaktion
Als Tribut an den klassischen Kriegsfilm verwendeten Bay und Drehbuchautor Randall Wallace (Braveheart) die gute, alte Kriegsfilm-Nebenhandlung -- die Dreiecksbeziehung. Diesmal geht es um zwei Piloten (Ben Affleck und Josh Hartnett) und eine Krankenschwester (Kate Beckinsale), die sich am 7. Dezember 1941 auf einem -- ihrem Empfinden nach -- hübschen, sonnigen Diensteinsatz auf der Insel befinden. Bis ihnen die Geschichte in die Quere kommt.
In den ersten 90 Minuten entwickelt sich ein angenehmes, ansprechendes Zusammenwirken zwischen Affleck und Beckinsale, das seine Stärken als Filmstar und ihre als seriöse Schauspielerin herausstreicht -- er verleiht ihr Glamour, während ihr Intellekt wiederum auf ihn abfärbt. Dank ihres Charmes kommt ihre zu kurz gekommene Liebe gut rüber -- deren Anfang in Rückblenden erzählt wird, damit wir rasch an den Punkt kommen, an dem er sie verlassen muss, um nach England zu gehen. Sie sind zwar nicht Kate Winslet und Leo DiCaprio aus Titanic, aber auf ihre ganz eigene Art nicht minder reizend.
Hartnett, als der nicht ganz unwillkommene Dritte in der Runde, blickt wohl mutig in die Ferne, drückt dem Film jedoch nur einen ganz leichten Stempel auf. Alle anderen Mitwirkenden in Pearl Harbor sind lediglich bessere Statisten, die angesichts der Pyrotechnik und der Actionsequenzen, die diesen dreistündigen Film fast ununterbrochen in Gang halten, zur Zweitrangigkeit verurteilt sind. Wenn diese Action jedoch richtig in Schwung kommt, ist Pearl Harbor eine äußerst aufregende Achterbahnfahrt. --Mark Englehart
Video Jakob Kurzinhalt
Im Jahre 1941 geht der Spitzenpilot Rafe freiwillig nach England um gegen die Nazis zu kämpfen. Seine Geliebte Evelyn und sein bester Feund Danny werden nach Hawaii verlegt und erhalten die falsche Nachricht, dass Rafe getötet wurde. Sie trösten sich gegenseitig und verlieben sich. Kurz vor dem Angriff auf Pearl Harbor taucht Rafe wieder auf.
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Pearl Harbor greift auf Bruckheimers Patentrezept zurück, mit dem er schon Erfolge von Top Gun bis Armageddon für sich verbuchen konnte: actionbetonte, knappe Story und Dialoge, beeindruckende Hochglanzfotografie und ein treibender Soundtrack. Mit Pearl Harbor hat Haus-Regisseur Regisseur Michael Bay nur ein weiteres Werk dieser Machart geschaffen. Einzig in Laufzeit (179 Minuten) und Budget (man spricht von 135-300 Millionen USD) sind neue Höhepunkte in der Bruckheimerschen Hall of Fame.Die Ausstattung liest sich zunächst umfangreicher, als sie zu sein scheint. Die lange Auflistung auf dem Cover zeigt lediglich auf, was alles in dem 47 Minuten langem Making of enthalten ist. Dieses ist jedoch stark werbelastig und eher pathetische Lobhudelei auf Bruckheimer und Bay, als denn wahre Informationsbereitstellung. Nahezu die halbe Laufzeit lang, loben sich die Darsteller und die Crew gegenseitig, wie man es seit Jahren kennt und eigentlich nicht mehr hören mag. Die Szenen zu den Special Effects und dem Training der Darsteller sind allerdings gelungen und haben einen hohen Nährwert für den, der tatsächlich mehr zum Film erfahren will. Auf jeden Fall wird "Pearl" ein kommerzieller Volltreffer und man darf auf den bereits in den USA angekündigten Dircetors Cut auf 3 DVDs hoffen, den wir persönlich für den März erwarten.
Bild: Was für ein brachialer Kontrast. In den perfekt ausgeleuchteten Sets ist praktisch jede Kleinigkeit selbst in hintersten Winkeln in seinem korrektem Farbwert erkennbar. Auch im Dunkel der Nacht wird man von einer Brillanz quasi niedergestrahlt, die ihresgleichen sucht (01.18.30). Die vielen CGI-Sequenzen stammen vom Computer und diese enthalten naturgemäß keine Bildfehler einer Kamera oder Filmmaterial. Die Schärfe ist ebenfalls enorm, zeigt aber zuweilen geringe Unschärfen in Halbdistanzen (Fahrrad rechts, bei 01.23.56). Ein kleiner Knackpunkt ist das, verstärkt in blauen Himmeln auftretende Grieseln, das dann in den meist hektischen Schwenks die sonst traumhafte Bildruhe stört (00.39.38ff, 00.46.05). Artefakte sind nahezu unsichtbar. Eine glanzvolle Darbietung, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ton: Die immer präsente Musik gleitet luftig um den Zuhörer herum und setzt immer dann Akzente, wenn die Handlung umschwenkt. Mal dramatisch polternd, wenn die Japaner ihre Planspiele spielen, mal heroisch, wenn der schwere Bomber vom Flugdeck abhebt. In der gut 20 Minuten andauernden Schlacht um Pearl geht es mit fulminantem Basseinsatz und einer immensen Detailfülle rund um den Sitzplatz zur Sache. Permanent fliegen MG-Salven mitsamt Kampfflieger um den Sitzplatz herum und wenn die Arizona zerbirst, sollte man baßtechnisch auf einiges gefasst sein. Dies ist als Warnung für die heimische Elektronik gemeint! Unser Canton THX-10-System verarbeitete die Schockwellen majestätisch und schleuderte diese locker gen Trommelfell, daß ein Hörsturz droht (kennen Sie die Szene in Jurassic Park, wenn das Glas zittert? Genau das meine ich). Vor allem diese 20 Minuten sind es, die mit eindrucksvoller Präsenz zeigen, daß die Videocassette eine vom Aussterben bedrohte Art ist. Die gnadenlose Dynamik erreicht lässig über 95dB und markiert in jeder Hinsicht Bestwerte. --movieman.de