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Aber hier soll die Rumnörgelei dann auch aufhören. Denn eigentlich sind die Eagles Of Death Metal ein ganz großer Spaß, den sich stilecht angetrunkene Musiker einfach mal geleistet haben. Einige der Songs sind so stark, dass man sie sich besser aufbereitet auf einer neuen Desert Session gewünscht hätte ("English Girl", "Already Died"), andere sind so lustige Verneigungen vor den Stones ("Whorehoppin") oder den Beach Boys ("San Berdoo Sunburn"), dass man erst mal ein paar Minuten Pause zum Zuendelachen braucht. Ein recht hoher Anteil an Blues-Stücken fehlt ebenfalls nicht, was die EODM mit den genannten White Stripes und John Spencer verbindet, wie etwa der Picking-Blues "Midnight Creeper", oder das slidegitarrenlastige "Wastin' My Time".
Ob dies nun eine geniale Persiflage auf den Garagen-Bluesband-Trend ist oder sich lediglich in diesen Trend einreihen will, das bleibt dem Hörer selbst zur Beurteilung überlassen. Aber hier wurde ein weiteres mal bewiesen, wie wenig Faktoren wie teure Produktion, Millionen von digitalen Spuren und musikalische Perfektion den Erfolg einer Platte bestimmen und wie wichtig am Ende einzig der Spaß an der Musik ist. --Deborah Denzer
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Daß Josh Homme keine Drums spielen kann, ist so nicht ganz richtig, sein Mitwirken trägt auf jeden Fall seinen Teil zum Stil der Eagles bei - das kann aber kaum negativ sein. Und seine Drums verleihen der Musik schließlich noch etwas mehr holprigen Drive.
Ich kann nur sagen: Kauft diese CD!
Dafür erwarten einen 50 Minuten Rock'n'Roll, der in schönster LowFi-Qualität aus dem Boxen knarzt. Das vorab schon veröffentlichte "I Only Want You" zeigt die Richtung an: ein bisschen von Josh Hommes Hauptband Queens Of The Stone Age, dazu eine kräftige Prise Garage und nicht zuletzt ein ordentlicher Schuss Selbstironie. So macht das ganze Spaß. Freilich fragen sich da viele: Wer braucht denn sowas? Genaugenommen brauchts keiner. Aber die Sinnlosigkeit löst sich nach ein paar Durchgängen in Beinewackeln auf.
Dennoch: an andere Bands aus dem Queens-Kosmos kommen die Eagles nicht heran. Dazu fehen einfach große Songs und eine gewisse Vielfalt. Aber darauf kommt es ihnen gar nicht an: Das Ding soll unterhalten und fertig. Und diesen Job erledigt es auch ordentlich. Auch wenn in der ersten Hälfte aufgrund der vielen Songs im Schema F eine kleine Durststrecke zu verzeichnen ist, macht das die zweite Hälfte garantiert wieder weg. "Stuck In The Middle With You", eine Coverversion von Stealers Wheel, leitet diese grandios ein. Wer hier noch stillsitzt, dem ist eh nicht zu helfen. Dass gerade die etwas anderen Songs wie das düstere "Already Died" (mit Nick Oliveri am Bass), dass verrückte "Kiss The Devil" oder das flotte "Wastin' My Time" am meisten überzeugen können, spricht dabei eine deutliche Sprache. Die Lyrics (auch im Booklet) zeigen außerdem, dass Jesse auch sehr unterhaltsame Texte schreiben kann.
"Peace Love Death Metal" sollte nicht gleich nach dem ersten Hördurchgang in der Ecke landen, es braucht ein wenig, bis man einen Sinn in dem Ganzen sieht. Dann jedoch kann man sich über ein gelungenes Rock'n'Roll-Album freuen, dass sich zur Beschallung kommender Sommerpartys bestimmt gut macht.
Highlights: So Easy | Stuck In The Middle With You | Already Died | Kiss The Devil
Warum also habe ich so lange gezögert und mir dieses Album nicht früher zugelegt? Vielleicht weil ich hörte, das es relativ "gay-sounding" sein solle und wahrhaftig klingen Stimme und Texte ziemlich "warmherzig" (ja, der moderne Mensch sollte damit keine Probleme haben, ich weiß). Vielleicht...ach, zum Teufel!!
Alles was ich hier loswerden wollte, ist die Tatsache, daß die Scheibe seit dem Kauf vor drei Tagen scheinbar gar nicht mehr aus meinem Player zu kriegen ist und dauer-rotiert. Das ich mich beim Luftgitarre-spielen erwische und die Dinger lauthals mitsinge. Das ich mich zurückhalten muß, immer und immer wieder diese eine CD zu hören, damit ich sie nicht tothöre.
Es ist freilich schlecht vergleichbar mit den genialen Qotsa-Scheiben, aber es ist verdammt nochmal eine der unterhaltsamsten Scheiben überhaupt und ein feistes Brett astreinsten Rock´n´Rolls, also holt euch dieses räudige Stück und genießt es!
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