In gut der Hälfte der Stücke geht es wieder um die Zweisamkeit oder der Wunsch nach ihr. Anders als bei den vorherigen Alben genießt sie diesmal jedoch mehr die Liebe ("Das höchste der Gefühle", "Ich werd das Gefühl nicht los", "Fliegen"), anstatt sich über Beziehungsprobleme auszulassen. Ausnahme ist das Trennungsstück "Casablanca" als Schlusslied.
Prägender für dieses Album sind jedoch für mich die Nicht-Liebeslieder. Sie schimpft über "Otto", der seinen Spaß an gebührenpflichtigen Telefonsex hat, witzelt über die lieben "Nachbarn" und wundert sich darüber, was alles so "tabu" ist.
Mein persönliches Highlight ist das verträumte "Sommer hinter Glas", unbedingt hören, wenn man den Herbst noch etwas hinausschieben will.
Auch wenn sie textlich wieder viel herumspielt, erreicht dieses Album für mich jedoch was die textlichen Raffinessen angeht nicht ganz die Klasse und Intensität der beiden Vorgängeralben. Trotzdem, wem "los" gefallen hat, der wird auch an diesem Album seine Freude haben.