Michael Jennings ist ein herausragender Designer, der bereits bestehende Software-Produkte in Spitzenprodukte verwandelt - ein nicht ganz unumstrittenes Metier (man denke nur an Patent- oder Lizenzrechte).
Die Großunternehmen, die ihn beauftragen, bestehen daher darauf, daß er nach Erledigung des Auftrages sein Kurzzeitgedächtnis löschen läßt. Michael Jennings ist also ein sehr wohlhabender Mensch mit einer Anzahl von Gedächtnislücken.
Das ist für ihn kein Problem - bis zu dem Tag, als er nach Beendigung eines wirklich umfangreichen, aber dafür auch bestbezahlten Auftrages plötzlich ohne Gehaltsscheck (paycheck) dasteht. Stattdessen wird ihm ein Dokument vorgelegt, in dem er selbst den Verzicht auf die Bezahlung unterschrieben hat. Dazu erhält er noch ein Kuvert mit scheinbar völlig belanglosen, zusammengewürfelten Kleinigkeiten.
Bevor Jennings die Gehaltsfrage abklären kann, wird er von der Polizei zu einer Befragung mitgenommen - aus der er entkommen kann. Von Unbekannten gejagt und von der Polizei gesucht, benutzt er den Inhalt des Kuverts, um sich aus dem Staub zu machen - und das Rätsel selber zu lösen.
Philip K. Dick war ein so genialer Schriftsteller, daß ein Regisseur, der sein Handwerk versteht, hier gar nichts falsch machen kann. Ob der Film Dick gefallen hätte - bleibt zumindest fraglich. Gut, der Plot wird verständlich rübergebracht. Allerdings fehlen die Selbstzweifel und inneren Gedankengänge des Protagonisten, die Dicks Bücher so fesselnd machen. Daß das durchaus auch filmisch dargestellt werden kann, zeigt die Verfilmung "Total Recall" von Dicks Kurzgeschichte "We can remember it for you wholesale".
Daß in dem Film ein - unübersehbares! - product placement durchgezogen wird - soll man da nun lachen oder weinen? Schließlich geht es bei der Handlung ja um Produktpiraterie auf höchstem Niveau.
Mein Urteil: Ein packender Actionfilm mit jeder Menge Stunts. Für SF-Fans unbedingt sehenswert. Für Dick-Fans (wie z. B. mich) ein sehenswerter Film mit "ja aber"-Charakter.