Monika Maron beschreibt anschaulich und nachvollziehbar ihre Annäherung an die Geschichte ihrer polnisch-jüdischen Grosseltern, die mit Hilfe von wiederentdeckten Briefen und einer Reise in einen kleinen polnischen Ort geschieht.
Ihre eigenen Zweifel und Skrupel sind glaubhaft, und auch ihre eigene eher konfliktreiche Mutter-Tochter Beziehung wird geschildert, ehrlich und nicht ohne Selbstkritik.
Der Stil hat mich ein bißchen an Erich Hackl (Abschied von Sidonie, Sara und Simon) erinnert, insgesamt ein interssant zu lesendes Buch.