Neu kaufen

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
Gebraucht - Sehr gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 2,99

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Pawels Briefe: Eine Familiengeschichte
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Pawels Briefe: Eine Familiengeschichte [Gebundene Ausgabe]

Monika Maron
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 2 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Pawels Briefe, das sind die Briefe des Großvaters von Monika Maron, die er 1942 aus dem Ghetto Belchatow an seine Kinder in Berlin geschrieben hat und die viele Jahre unbeachtet auf dem Speicher lagen.

Geboren wurde Pawel 1879, doch erst sieben Jahre nach seiner Geburt läßt ihn sein des Lesens und Schreibens unkundiger jüdischer Vater auf den Namen Schloma amtlich registrieren. Dieser bürokratische Akt ist zugleich in späteren Jahren sein Todesurteil. "Er wurde als Jude geboren, er ist als Jude gestorben, aber er hat nicht als Jude gelebt."

Pawel, konvertierter Baptist, lebt mit seiner Ehefrau Josefa in Berlin, wird 1939 aufgefordert, in seine Heimat nach Polen zurückzukehren. Josefa hat die Wahl, sich von ihm scheiden zu lassen oder mit ihm zu gehen. Sie begleitet ihn und stirbt 1942 qualvoll an Krebs, einsam und allein gelassen. Pawel ist zu dieser Zeit im Ghetto Belchatow, wo er im Juni 1942 ermordet wird.

In dem ihr eigenen, eindringlichen Stil schreibt Monika Maron über zwei wichtige Abschnitte der deutschen Geschichte. Zum einen die Zeit des Dritten Reichs, die Judenverfolgung und den Zweiten Weltkrieg und zum anderen den Wiederaufbau, die Teilung Deutschlands bis zum Fall der Mauer.

Pawels Briefe beschreibt diese Kapitel der deutschen Geschichte sehr feinfühlig am Beispiel einer Familie, deren Mitglieder alle verzweifelt nach einem Ausweg aus ihrer Biographie gesucht und ihn nicht gefunden haben -- die Geschichte war jeweils schneller. --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

»Wer entscheidet darüber, ob wir uns eher an die glücklichen Momente unseres Lebens erinnern oder an die unglücklichen?« Warum sie den Karton mit alten Briefen und Fotos, Erinnerungsstücken aus den schrecklichsten Monaten ihrer Familiengeschichte, die zugleich die finstersten der deutschen Geschichte in diesem Jahrhundert waren, völlig vergessen hat, weiß Hella nicht. Hella ist die Mutter von Monika Maron, und sie erinnert sich eher an Glück. Die Briefe in dem Karton stammen von Pawel Iglarz, Hellas Vater, Monikas Großvater, der als konvertierter Jude Anfang des Jahrhunderts mit seiner Frau Josefa aus der Gegend von Lodz nach Neukölln übergesiedelt war, um in der Großstadt Berlin als Schneider für seine Familie ein Auskommen zu finden. 1939 wurden sie zurück nach Polen vertrieben und wenige Jahre später getrennt - Pawel mußte 1942 ins Ghetto Belchatow und wurde bald darauf entweder in den Wäldern um Belchatow erschossen oder im Vernichtungslager Kulmhof umgebracht. Die Briefe Pawels aus dem Ghetto und die Briefe seiner Kinder an ihn sind eine ergreifende Hinterlassenschaft, die die Enkelin bestimmt, den Weg der Erinnerung zurückzuverfolgen. Aus dem Gefühl heraus, dem Großvater etwas schuldig zu sein, »der dem Leben etwas schuldig bleiben mußte, weil man ihn gehindert hatte, es zu Ende zu leben«, rekonstruiert Monika Maron aus Sprache und Erinnerungsbildern sein Leben und verknüpft es mit dem der Mutter und dem eigenen. So entsteht ein Familienporträt über drei Generationen und zugleich ein Längsschnitt durch die deutsche Geschichte dieses Jahrhunderts. In ihrer assoziativen Erzähltechnik gelingt es Monika Maron, aus Momenten und Bildausschnitten gegensätzliche Lebenswelten zu zeichnen und miteinander in Beziehung zu setzen: die polnisch-jüdische Lebenswirklichkeit von Pawel und Josefa, die vom Kommunismus geprägte von Hella, »die den Sozialismus verteidigt, wenn auch nicht den ganzen«, und schließlich die eigene, von dem Satz »Ich bin ein Kriegskind« ausgehende Lebenswirklichkeit der Schriftstellerin Monika Maron.

Über den Autor

Monika Maron wurde 1941 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete sie ein Jahr als Fräserin in einem Industriebetrieb, studierte dann Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte und war nach dem Studienabschluß Regieassistentin beim Fernsehen, später schrieb sie als Reporterin für die »Wochenpost«. Seit 1976 freie Schriftstellerin, siedelte sie 1988 von Ost-Berlin in die Bundesrepublik über, wohnte zunächst in Hamburg und lebt heute wieder in Berlin.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de