Ich habe das Notebook heute in Empfang genommen.
Im Vorfeld muss ich dazu sagen, dass ich selbst in der IT arbeite und somit häufiger neue Notebooks installiere und warte. Mein altes Netbook hat jetzt nach vier Jahren dank eines Wasserschadens das zeitliche gesegnet.
Netbook wollte ich aber keines mehr haben, da auf diesem die Auflösung zu gering ist um Bilder mit meinem Canon-Programm zu bearbeiten. Also suchte ich ein kostengünstiges Notebook, das aber trotzdem eine solide Leistung für Büroanwendungen und Bildbearbeitungen haben sollte.
Das HP Pavilion G6 mit der extra Radeon-Grafikkarte und 6GB RAM, sowie 750GB Festplatte schien von den Spezifikationen meine Erwartungen zu erfüllen. Die Hardware ist für den recht niedrigen Preis von 529 Euro auch wirklich gut gelungen, macht einen soliden haltbaren Eindruck - wie man es von HP eben gewohnt ist!
Aber erst einmal der Reihe nach...
Nach der Erstkonfiguration, die das Laptop mithilfe eines HP eigenen Tools vollzieht, bekomme ich Zugriff auf mein Benutzerkonto und muss erst einmal die enorm zugemüllte Festplatte entrümpeln. Zwei Partitionen, die nur für HP-eigene Tools draufgegangen sind und eine C-Partition, die voll mit Programmen sind, die eigentlich kein Mensch braucht und wohl über kurz oder lang eher stören als helfen. Mein erster Schritt war nun also die gesamte Recovery-Partition und die HP-Tools zu löschen. Da ich persönlich noch Windows 7 hier auf DVD habe, kann ich im Notfall auch einfach mein eigenes Windows 7 installieren und bin nicht auf die Recovery-Partition von HP angewiesen. Nachdem ich erst einmal alle vorinstallierten Spiele und Querverlinkungen zu diversen Service-Seiten gelöscht habe, sowie bereits benannter Balast von der Festplatte geflogen ist, habe ich fast 50GB an Festplattenspeicher gut gemacht. Das muss doch nicht sein, oder?
Anschließend habe ich erst einmal meine geläufigsten Programme, wie Canon Photo Professional und Office installiert und die Daten meiner letzten Datensicherung des Netbooks herüber kopiert. Das ging alles in allem recht flott, auch wenn das Laptop noch über eine konventionelle HDD und USB 2.0 verfügt. Schade finde ich allerdings, dass man USB 3.0 nicht einmal über eine Express-Karte nachrüsten kann, da das HP Pavilion G6 nicht den entsprechenden Einschub besitzt. Bei meinem 4 Jahre alten Lenovo-Netbook musste ich diesbezüglich keine Abstriche eingehen.
Nachdem auch noch meine gesamte Musiksammlung wieder auf der Festplatte eingetroffen war, wurden mal die PC-Lautsprecher ausprobiert... gut, das Gehäuse des HP-Notebooks ist komplett aus Plastik, insofern scheppert und dröhnt der Sound der Boxen doch recht deutlich. Auch da war mein Lenovo Netbook vom Jahre 2008 deutlich besser ausgestattet. Das Display aber ist natürlich viel größer und bietet endlich eine Auflösung, bei dem meine Bildbearbeitungsprogramme nichts mehr zu meckern haben. Ein bisschen höhere Auflösung wäre zwar schön, aber da ich von meinem Netbook schlimmeres gewohnt bin, komme ich auch mit 1366x768 zurecht. Bei der Preisklasse von etwas über 500 Euro kann man wohl nicht viel mehr erwarten. Das Display hat dem Preis entsprechend auch keinen sonderlich guten Betrachtungswinkel und eignet sich somit kaum für Serienabende zu Zweit im Bett ;-) Die Schärfe und Kontrast sind aber auf einem guten Niveau.
Die Akkulaufzeit ist, soweit ich das bis jetzt absehen kann, recht ordentlich für ein Notebook mit 15,6 Zoll. Ich persönlich lege keinen Wert auf besondere Energiesparoptionen und nutze das Notebook ohnehin eigentlich nur in der Nähe einer Steckdose. Ohne Strom hält der Akku aber trotzdem ca. 5 Stunden, vielleicht auch etwas länger wenn man die Energiesparoptionen aktiviert. Da ich aber gelegentlich weniger aufwendige Spiele auf dem Gerät spiele, benötige ich alle zur Verfügung stehende Performance. Diablo 3 läuft aber zum Beispiel ohne Probleme, wenn auch nicht in höchsten Grafikeinstellungen.
Alles Weitere wird sich über einen längeren Testzeitraum herausstellen. Von der Leistung des Notebooks bin ich zu diesem fairen Preis nicht enttäuscht. Wer allerdings Highend erwartet, muss auch Highend bezahlen. Als Einsteiger-Notebook ist dieses HP Pavilion sehr gut geeignet.
4 Sterne, ein Stern Abzug, da es mich sehr genervt hat, dass ich erst einmal zig GB unnütze Tools aus den Tiefen der Festplatte suchen und löschen musste. Das hat mich einige Stunden gekostet.