Moin!
Mich hat etwas irritiert, dass es bei diesem preislich und ausstattungsmäßig sehr ansprechenden Notebook nur eine Kundenrezension gibt. Nach einigem Hin und Her hab ich trotzdem zugeschlagen und steuere jetzt Rezension Nummer 2 bei. ;o)
Meine Vorgaben für ein Notebook:
- voller Deskttopersatz
- ordentliche Grafikkarte, die auch mit anspruchsvolleren Spielen klar kommt
- halbwegs zukunftsfähig, weil ich nicht nach eineinhalb Jahren wieder etwas Neues kaufen will (also viel Arbeitsspeicher und einen ordentlichen Prozessor)
Ich habe gefühlte Ewigkeiten recherchiert und verglichen. Am Ende gab es ganze zwei Notebooks, die meinen Wunschanforderungen gerecht wurden auch dabei noch halbwegs bezahlbar blieben. Das Asus X93SV-YZ112V und das HP DV7-6141. Den Ausschlag für das 100 Euro teurere HP gab letztendlich die Verfügbarkeit, die leicht bessere Grafikkarte und das Blu Ray-Laufwerk.
Mein bisheriger Einduck ist ein durchaus positiver. Die Verarbeitung des Notebooks ist sehr gut und es sieht auch nicht schlecht aus. Im normalen Windows-Betrieb fiel mir die recht üppige Hardware-Ausstattung jetzt nicht unbedingt auf. Es macht was es soll, allerdings ohne einen für mich spürbaren Performance-Gewinn im Vergleich zu meinem Windows 7-Bürorechner (Windows-Leistungsindex 4,0 zu 5,9). Da aber alles sehr flüssig läuft, ist das kein Kritikpunkt. Da waren wohl einfach meine Erwartungen etwas überdimensioniert.
Zum Dauerspielen bin ich noch nicht groß gekommen. Getestet hab ich das Notebook mit Duke Nukem Forever und war schlichtweg begeistert. Das Spiel läuft auf hohen Grafikeinstellungen komplett flüssig. Die Grafik ist (für jemanden, der kein High-End-Gamer ist und für eine Grafikkarte nicht soviel ausgeben will, wie andere für einen kompleten PC) extrem beeindruckend. Die Wärmeentwicklung hält sich halbwegs in Grenzen, aber ein fundiertes Urteil kann man da wohl erst abgeben, wenn die ATI-Grafikkarte ein paar Stunden am Stück gelaufen ist.
Das bringt mich zum nächsten Punkt. Das Teil hat zwei Grafikkarten. Eine "schlechte" (für Standardzeug) und eben die ATI Radeon 6770M. Entgegen anderer Notebooks muss man bei diesem HP die entsprechende Grafik einzelnen Anwendungen zuordnen. Das funktioniert also nicht automatisch. Man hat die Wahl zwischen normalem Betrieb (stromsparend, aber dafür Low Performance) und anspruchsvoller Anwendung (mehr Strom, größere Wärmeentwicklung, dafür aber großartige Performance). Darauf, dass man dafür entsprechende Einstellungen vornehmen muss, muss man als unerfahrener Notebooknutzer erstmal kommen.
Das Blu Ray-Laufwerk macht per HDMI-Anschluss am Full HD-Fernseher ein gigantisches Bild und ist ein vollwertiger Ersatz für einen Standalone Blu Ray-Player. Wem das wichtig ist, zahlt die 100 Euro Aufpreis zum Asus gerne, weil man dafür an anderer Stelle wieder Geld gespart hat.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass bei diesem Notebook zwar ein Kombilaufwerk DVD-Brenner/Blu Ray-Player dabei ist, aber keine Brennsoftware. Zumindest keine vollwertige, die ein Normalo nach längerem Suchen finden könnte. Der Windows-DVD-Maker ist zwar enthalten, aber auch nach einiger Zeit hab ich keine Möglichkeit gefunden, etwas anderes zu brennen außer Bilder und Videos. Also keine Möglichkeit, Audio-CDs oder normale Daten-DVDs zu erstellen. Gut, dafür gibt es Freeware en masse, aber bei den zig Softwarepaketen, die bei dem Notebook enthalten sind, hätte es HP bestimmt nicht umgebracht, sowas noch dazu zu packen.
Zur Akkudauer: Keine Ahnung, ob und in welche Richtung sich das noch einpendelt. Bei mir hat der Akku von 100% bis zur "letzten Warnung, das Notebook sofort an eine Stromquelle zu hängen" zweieinhalb Stunden gehalten. Ladezeit bis 100% waren danach zwei Stunden.
Noch ein Wort zu meinem Lieblingslieferanten Amazon. Amazon ist Vorbild für sämtliche Onlineshops. Als Prime-Kunde kein Mindestbestellwert, Lieferung am nächsten Tag, sehr günstige Preise und ein riesiges Portfolio. Allerdings "durfte" ich bei der Notebook-Bestellung zum ersten Mal eine negative Erfahrung machen. Trotz Premiumversand und Terminlieferung auf Freitag kam das Teil erst Dienstag bei mir an. UPS hatte das Päckchen verschlampt. Dafür kann Amazon zwar nichts, aber die Aussage, dass sie selbst bei einer Terminlieferung acht Tage lang gar nichts machen, weil es ja sein könnte, dass das Paket noch auftaucht, finde ich zwar nachvollziehbar, aber jetzt dann doch nicht in der Endform kundenfreundlich. Eine Ersatzlieferung zu verschicken und dem Kunden die Möglichekeit zu geben, die Annahme bei der verloren geglaubten Lieferung zu verweigern, falls sie denn doch noch eintrifft, hätte weitere Pluspunkte in Sachen Kulanz gegeben.
So far!