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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Leben der Neckermänner...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Der Journalist Nikolas, der bei einem Reisemagazin sonst nur für Rätsel und Leserbriefe zuständig ist, wird von seinem Chefredakteur "gebeten", zusammen mit seiner Kollegin Nina, eine sechswöchige Recherchereise durch die Hochburgen der Pauschaltouristen zu absolvieren. Nina, trinkfreudig, flugängstlich und burschikos ist nicht gerade die Wunschbegleitung für Nikolas, doch den beiden bleibt nichts anderes übrig, als ihre Pflicht zu tun und sich auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Neckermänner zu begeben. Während sie sich als Last-Minute-Touristen mit Kakerlaken, verdünntem Kaffee und schlechtem Essen abgeben müssen, lernen sie viel über die Menschen, die freiwillig die schönste Zeit des Jahres in Betonbunkern unter südlicher Sonne verbringen, aber auch über sich selbst...Es ist schade, dass ich schon im Urlaub war, denn dieses Buch empfiehlt sich allein schon durch seinen Titel als Urlaubslektüre, und es liest sich ebenso locker und leicht, wie Cover und Aufmachung versprechen. Dass das Buch von einem Mann geschrieben wurde, gibt dem Buch einen zusätzlichen Charme, denn Tom Liehr nimmt kein Blatt vor den Mund und so findet sich neben der humorvollen Schilderung der Abenteuer von Nikolas und Nina, einiges an Ironie und "männlichen" Urlaubserlebnissen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken sehr authentisch. Die Urlaubsorte sind (leider) sehr treffend beschrieben und dürften von vielen Lesern, wieder erkannt werden. Am Ende fragt man sich selbst, was viele Leute dazu bringt für Massenabfertigung mit schlechtem Essen, Unterbringung in Hotels mit Plattenbau-Charme und miesen Service überhaupt Geld zu bezahlen - hat man vielleicht sogar ein wenig die Sicht der beiden Protagonisten übernommen? Ich war sehr überrascht, wie schnell sich das Buch liest, bin durch den humorvollen und gefälligen Schreibstil gut unterhalten worden und habe dafür sogar ein paar Stündchen Schlaf geopfert, genau das erwarte ich von einem guten Buch und genau das haben ich bekommen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Jetzt hab ich Lust auf Urlaub...oder doch nicht mehr? ;-),
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Seit gestern Abend habe ich nun große Lust auf Urlaub. Allerdings keinen auf einen Aufenthalt im 2-Sternebunker, wie er dem Journalisten Nikolas und seiner Kollegin während seines Pauschalurlaubmarathons von seinem Chef verordnet wurde.Über die Handlung des Buches möchte ich hier keine großen Worte mehr verlieren, da dies meine Vorredner bereits getan haben und ja auch in der offiziellen Buchbeschreibung auf dieser Seite nachzulesen ist. Im Großen und Ganzen ist das Buch mit seinen knapp 330 Seiten eine nette Lektüre, die sich gut und flüssig lesen lässt. Zwar möchte man nicht immer mit den Protagonisten tauschen, vor allem wenn es um Heiratsschwindlerei, schlechten Kaffee, Schläger und Kakerlaken geht. Doch trotz der häufig überspitzten Darstellung der verschiedenen Situationen, in denen sich Nikolas und Nina befinden, wärmt die Sonne, von der beide in den verschiedenen Urlaubsorten genügend tanken, das winterlich erfasst Herz des Lesers. Ich bin mir sicher, dass sich oder bekannte Urlaubssituationen jeder irgendwo in diesem Buch wiederfinden wird, ausgenommen diejenigen, die wirklich NUR exklusiven Luxusurlaub verleben. Doch nach den hier bereits hinterlegten Rezensionen habe ich mir ein wenig mehr von dem Buch versprochen. Noch mehr Ironie, noch mehr Zynismus. Die spitze Zunge Tom Liehrs hätte für mich persönlich noch gespitzter sein können... aber dies ist alles Geschmackssache. Fazit: Grundsätzlich ein schönes Buch, dessen Inhalt für meine Begriffe jedoch noch mehr hergegeben hätte. Leider erfährt man am Ende auch nicht, wie es mit Steini und Silke weitergeht, was mich schon sehr interessiert hätte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nieder mit der Political Correctness!,
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Wenn Tom Liehr seine (Anti?-)Helden Nina und Nikolas durch 'Bettenburgen des Grauens' und ehemalige Inselparadiese scheucht, wird schnell klar, dass der Vorhof zur Urlaubshölle komplett betoniert ist, und die Teufelchen, die einen dort piesacken, beileibe keine Dreizacks mit sich tragen, sondern Handtücher. Oder Kochlöffel.Während sich die Irrungen und Wirrungen geschlechtsreifer Berliner als roter Handlungsfaden durch das Buch ziehen, sind die Reiseepisoden mindestens genauso prägnant und auf jeden Fall mehr als eine Hintergrundtapete. Ich musste häufig grinsen, wenn die Protagonisten von einer absurden Situation in die nächste schlitterten und an den Gegebenheiten das ganz normalen Touristenwahnsinns verzweifelten. Dabei bekommen alle ihr Fett weg, von den Hauptfiguren bis hin zur kleinsten Nebenfigur: Der Mikrokosmos in 'Pauschaltourist' ist bevölkert, natürlich, von Pauschaltouristen, desillusionierten Animateuren, gescheiterten Aussteigern ('Alles ist besser als Bielefeld!'), selbstgerechten Müttern, der allgegenwärtigen Handtuchmafia (deren Mitgliederzahl die Kakerlakenpopulation weit zu übersteigen scheint), Kleinkriminellen unterschiedlicher Couleur und vielen anderen, die man schon mal irgendwo getroffen zu haben glaubt. Zumindest, wenn man sich mal in ein Drei-Sterne-Hotel (Landeskategorie) in Las Palomas, auf Malle oder an ähnlichen Orten verirrt hat. Ich hatte mir von 'Pauschaltourist' ein paar vergnügliche Stunden versprochen, und genau die bekam ich. Mir gefiel die Geschichte um Nikolas, Nina, Silke und Herrn Sitz prima, die ebenso treffenden wie augenzwinkernd bösen Beschreibungen fand ich sehr amüsant. Dabei habe ich mich weder an der fehlenden Politcal Correctness gestört noch an der teils derben Sprache, im Gegenteil ' es passte einfach wie A. auf Eimer. Fazit? Wer über sich selbst lachen kann und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt, dem wird der 'Pauschaltourist' gefallen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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