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Paulus. Leben und Denken (Gruyter - de Gruyter Lehrbücher)
 
 
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Paulus. Leben und Denken (Gruyter - de Gruyter Lehrbücher) [Taschenbuch]

Udo Schnelle
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 704 Seiten
  • Verlag: Gruyter; Auflage: 1 (17. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 311012856X
  • ISBN-13: 978-3110128567
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 158.338 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Udo Schnelle
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"This is an extremely comprehensive work on the life and theology of Paul by Udo Schnelle. [...] This book contains a summary of the life and thought of Paul that leaves the reader with a good general portrait of who Paul really was, how he thought and why the influence of his thinking and theology remains very strong to this day."Rev R J Jones in: HTS Theological Studies 1/2007 "[...] hat Schnelle eine interessante, faktenreiche, historisch wie theologisch dichte Darstellung von Leben und Denken des Paulus geliefert, die auf der Höhe ihrer Zeit ist und mit Blick auf ihrem Umfang sowie durch Bezugnahme auf den altgriechischen Text als Lehrbuch für den universitären Bereich zu empfehlen ist und dort ihre Gesprächspartner finden wird."Martin Stowasser in: Bibel und Kirche 2/2006 "This comprehensive work will be a valuable source for scholars of Pauline theology."James W. Thompson in: Religious Studies Review 1-2/2005 "Dieses neue Paulusbuch verfolgt zwei Ziele: Es will einerseits ein Lehrbuch sein, das den Stand der Forschung zu Leben und Denken des Paulus umfassend darstellt und didaktisch aufbereitet. Schnelle will sich zum anderen nicht aufdie Vermittlung von Forschungspositionenbeschränken, sondern auch einen eigenständigen Entwurf vorlegen. Um es gleich vorwegzunehmen: Beides ist ihm glänzend gelungen. Dieses Werk, das auf ca. 700 Textseiten mit Detailgenauigkeit und großen Bögen, enormer Belesenheit und produktiver Unabhängigkeit nicht nur historische und theologische, sondern auch hermeneutische Themen behandelt, verdient höchsten Respekt. [...] eine höchst kompetente und gut lesbare Paulusdarstellung"Thomas Schmeller in: Theologische Revue2/2005 "Um es vorweg zu sagen: Der umfangreiche Band des Hallenser Neutestamentlers Udo Schnelle ist sicherlich einer der wichtigsten grundlegenden Beiträge zur Paulusforschung der letzten Jahre."Tobias Nicklas in: Bibel und Liturgie 4-2004

Kurzbeschreibung

Dieses Lehrbuch entfaltet das Denken des Paulus vor dem Hintergrund seines Lebens. Der erste Hauptteil behandelt das Leben und die Briefe, im zweiten Hauptteil folgt eine thematisch strukturierte Darstellung der zentralen Themen des paulinischen Denkens, das so gleichermaßen in seiner historischen Genese und in seiner Systemqualität erfaßt wird. In Aufnahme der neueren wissenssoziologischen und geschichtstheoretischen Diskussion wird die paulinische Theologie als eine Sinnbildung verstanden, die sich durch hohe Anschlußfähigkeit auszeichnet. Trotz zahlreicher denkerischer Probleme und widriger historischer Umstände gelingt es Paulus, sein durch einen messianischen Universalismus gekennzeichnetes Denken in die bereits bestehenden Sinnwelten der hellenistischen Kultur zu installieren. Dabei zeigt sich, wie stark Paulus auch in den Kategorien dieser Kultur dachte und wie er in der Lage war, in seinen Gemeinden eine neue kognitive und emotionale Identität zu schaffen. Seit geraumer Zeit ist dies wieder eine neue, umfassende Gesamtdarstellung von Person und Theologie des Apostels Paulus.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mit dieser umfangreichen Darstellung ist dem Hallenser Theologen Udo Schnelle das seltene Kunststück gelungen, in einem Buch die Bedürfnisse der Examensvorbereitung mit einer schlüssigen Zusammenschau paulinischer Theologie zu verbinden. Geleitet vom wissenssoziologischen Begriff der "Sinnbildung" braucht er den konkreten Situationsbezug der Paulusbriefe dabei gar nicht zu überspielen. Vielmehr integriert dieser Zugang die Wandlungen in der Verkündigung des Völkerapostels hinein in den stetigen Aufbau einer neuen, vom Evangelium eröffneten Sinnwelt, wie sie der erste große Denker des christlichen Glaubens entworfen hat.

Der Aufbau des Buches ist schlüssig aus diesem Ansatz entwickelt: Nach der Erörterung seines hermeneutischen Zugangs zu Paulus in einem 'Prolog'(1-25), entfaltet Schnelle im ersten chronologisch gehaltenen Hauptteil den 'Lebens- und Denkweg' des Völkerapostels (27-431), um dann im zweiten Hauptteil die theologische Architektur des 'paulinischen Denkens' zu erschließen (433-699). Während im ersten Teil die Briefe in ihrem besonderen Profil gewürdigt werden, interessiert im zweiten ihr jeweiliger Beitrag zu den großen thematischen Säulen paulinischer Theologie.

Bei Schnelle kommen immer wieder auch die unterschiedlichen Ansätze und Positionen der Forschung zu Wort, ohne dass der Autor seine eigenen Einschätzungen verschweigt. Dem Leser wird so die Möglichkeit gegeben, sich selbst ein fundiertes Urteil aufgrund der vorgelegten Informationen und Argumente zu bilden. Dass man über Einzelheiten - wie etwa die Datierung des Philipperbriefes, manche religionsgeschichtliche Herleitung, das Verhältnis von Kirche und Israel nach Röm 9-11 etc. - gut mit Schnelle streiten könnte, halte ich daher eher für einen Vorzug seines Buches.

Neben der theologisch eindringlichen Arbeit von Jürgen Becker dürfte die Paulusdarstellung von Schnelle für längere Zeit zu den maßgeblichen Standardwerken in deutscher Sprache zählen, die im Bücherschrank eines jeden theologisch Interessierten nicht fehlen sollte !
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10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Buch vereint alles, was man über Paulus und den früheren Saulus wissen muss. Mehr als ein Abriss - Schnelle hat sich zum Ziel gesetzt umfassend und klar zu informieren und Ansätze der heutigen Zeit zu verdichten und zu gliedern. Daher nur bedingt empfehlenswert für den Laien.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ichthys-Redaktion TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das Wichtigste zuerst: Schnelles "Paulus" trägt die Bezeichnung Lehrbuch nicht zu unrecht. Es handelt sich um ein didaktisch gutes, angenehm zu lesendes Werk, das einen großen Chor aktueller Forschungsergebnisse zusammenführt. Die Kapitel bleiben auch je für sich verständlich. Somit dürfte es sich in Studienalltag und Examensvorbereitung bewähren.
Nur die Kurzzusammenfassungen vor den einzelnen Kapiteln entfalten zum Teil unfreiwillige Komik, weil sie dem Duktus eines Tageszeitungs-Horoskops zu folgen scheinen. Kostprobe: "Es gibt Ereignisse, die Klärung versprechen, in Wahrheit aber nur der Anlass für neue Kon-flikte sind. Vereinbarungen können unterschiedlich ausgelegt werden, vieles stellt sich im nachhinein anders dar." (117) Gemeint ist hier der Apostelkonvent in Jerusalem.
Insgesamt unterteilt sich der Band in zwei Abschnitte: Auf eine Darstellung des Denk- und Lebensweges folgt eine systematische Entfaltung der paulinischen Theologie, natürlich auf Grundlage der diachronen Analysen, die die religiöse Entwicklung durch die für echt befun-denen Briefe verfolgt.
Der evangelikale Leser wird bezweifeln, ob Schnelle das corpus paulinum wirklich vollständig erfasst hat. Eph und Kol werden überhaupt nicht zitiert. Von daher stehen die Überlegun-gen zu den Entwicklungen im paulinischen Denken immer unter dem Vorbehalt der Entscheidungen, die er in Bezug auf die Einleitungsfragen getroffen hat. Die Pseudepigraphie spaßeshalber einmal zugegeben ist es ja noch keineswegs ausgemacht, dass der Gal erst 55 und der Phil erst in Rom entstanden sind. Dem neuzeitlichen Geist schmeichelt es dann natürlich, wenn durch diese Datierungen eine Wandlung des paulinischen Denkens nachgewiesen werden kann, nach der das letzte Wort des Apostels (Phil) ein individuelle Eschatologie betonte anstatt eines apokalyptischen Weltendes (1. Thess).
Dennoch geht Schnelle nicht naiv historisch-kritisch medias in res, sondern stellt kluge geschichtstheoretische Überlegungen voran, in der er auch seine eigene Rolle als Exeget problematisiert: "Die Sozialisation des Historikers/Exegeten, seine Traditionen, seine politischen und religiösen Werteinstellungen prägen notwendig das, was er in der Gegenwart über die Vergangenheit sagt. Zudem sind auch die Verstehensbedingungen selbst, speziell die Vernunft ... einem Wandlungsprozess unterworfen..." (3f). Paulus hätte hier auch den Gesichtspunkt der Sünde eingeworfen. Geschichte jedenfalls spielt sich als ein Prozess von Sinnbildung für die Gegenwart ab. Diesen Sinnbildungsprozessen, die auch Paulus in seiner Gegenwart vollzogen habe, spürt Schnelle nach.
Der systematische Teil führt über Gotteslehre und Christologie bis de novissimis. Die Christologie wird in den Begriffen der Transformation (Jesu Weg nach Phil 2,6-11) und Partizipation (die Teilhabe der Gläubigen) beschrieben, die Bedeutung des Sühnebegriffs jedoch abge-schwächt. Gegen Bultmann indessen versteht Schnelle 1. Kor 15 wie es gemeint ist, nämlich als das Zeugnis des Paulus für die leibliche Auferstehung Jesu. Ob man die Auferstehung als Tat Gottes gelten lassen kann, ist eine weltanschauliche Frage (vgl. 483).
Ein besonderes Lob verdienen die Beschreibungen des Menschen im Hinblick auf Geist und Vernunft: Menschliche Existenz findet entweder in der Sphäre des Fleisches oder des Geistes statt. "Der Geist hat auch eine noetische Funktion, denn allein der Geist Gottes ermöglicht und gewährt die Einsicht in Gottes Heilsplan. ... Die von Gott geschenkte Erkenntnis im Geist eröffnet ein Verstehen des Handelns Gottes, das die menschliche Erkenntnis miteinbezieht und zu einem neuen Handeln führt, ohne jedoch die Eigenverantwortlichkeit des Menschen zu minimieren oder aufzuheben." (558) Für Paulus gehören Erkenntnis und Geist zusammen!
Insgesamt ist das Buch also nützlich sogar über den engen Horizont der "Uni-Theologie" hinaus. Man kann sich für ein gutes Lehrbuch bedanken, darf Schnelle aber auch wünschen, dass er die praktischen Erkenntnisse seiner wissenschaftstheoretischen Überlegungen und Paulusexegesen in Zukunft in noch stärkerem Maße auf die formale Seite und damit auf das Wie der theologischen Forschung selbst überträgt.

Gregor Heidbrink

Ichthys 42 (2006), 103f
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