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Pauline, umschwärmt
 
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Pauline, umschwärmt [Gebundene Ausgabe]

Jonathan Carroll
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 319 Seiten
  • Verlag: Europa-Verlag (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3203760010
  • ISBN-13: 978-3203760018
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 978.363 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seine dritte Ehe ist in die Brüche gegangen, und nun hat ihn auch noch seine beste Freundin verlassen: die Phantasie. Schlecht für Samuel Bayer, der vom Romanschreiben lebt. In seiner Verzweiflung fährt er in das verschlafene Nest seiner Kindheitsjahre zurück, Crane`s View, zwölf Zugstationen von New York entfernt. Und erinnert sich dort auf Schritt und Tritt an die aufregenden Jahre, als er und seine Freunde in Hochwasserhosen und mit zuviel Pomade im Haar den lokalen Schönheiten nachstiegen. Eine von ihnen, Pauline, war besonders umschwärmt, endete jedoch tragisch. Damals war es Samuel Bayer, der, gerade den ersten Flaum unterm Kinn, ihre Leiche aus dem Hudson River zog. Als Mörder wurde ihr Freund Edward Durant verurteilt, Sohn des Staatsanwalts und inzwischen im Gefängnis verstorben. Doch die Gerüchte, dass einer ihrer anderen Liebhaber die Hände im Spiel gehabt haben könnte, sind nie verstummt. Samuel Bayer will den Fall wieder aufrollen und lösen. Im Roman und im wirklichen Leben - und setzt damit nicht nur sein eigenes Leben aufs Spiel.Jonathan Carroll wurde 1949 als Sohn eines berühmten Drehbuchautors und einer prominenten Schauspielerin geboren und lebt seit knapp zwanzig Jahren in Wien, wo er an der American International School unterrichtet. Für seinen Roman Vor dem Hundemuseum wurde er 1992 mit dem British Fantasy Award ausgezeichnet.

Autorenportrait

Jonathan Carroll wurde 1949 als Sohn eines berühmten Drehbuchautors und einer prominenten Schauspielerin geboren und lebt seit knapp zwanzig Jahren in Wien, wo er an der American International School unterrichtet. Für seinen Roman Vor dem Hundemuseum wurde er 1992 mit dem British Fantasy Award ausgezeichnet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Schriftsteller Sam Beyer steckt in einer tiefen Krise: Sein neues Buch schleppt sich dahin, die Phantasie hat ihn verlassen und seine dritte Ehe wird gerade geschieden. Sam muss dringend auf andere Gedanken kommen. Also zieht es ihn zurück an den Ort, an dem er aufgewachsen ist: Crane's View.

Hier erlebte er eines der einschneidensten Ereignisse seines Lebens, als er als Fünfzehnjähriger eine Leiche fand. Die Tote, die er aus dem Wasser zog, war die umschwärmte Pauline Ostrawa. Eine junge, hochintelligente Frau mit dem Ruf einer Schlampe, widersprüchlich, mysteriös und von allen begehrt. Als Mörder wurde ihr Freund Edward Durant verhaftet und verurteilt. Wenige Jahre später nahm er sich im Gefängsnis das Leben. Aber war er wirklich der Täter? Nicht jeder ist davon überzeugt. Vor allem sein Vater, Edward Durant sr, möchte den Ruf seines Sohnes wieder reinwaschen.

Da kommt Sam eine glänzende Idee: Er will einen Roman über das Verbrechen schreiben und gleichzeitig eigene Ermittungen anstellen. Unterstützung erhält er dabei von seinem alten Freund Frannie McCabe, der inzwischen der Polizeichef von Crane's View ist.

Und es tritt eine neue Frau in sein Leben. Veronica Lake ist ein Fan von ihm, heißt wie der berühmte Filmstar und sieht auch noch genauso verführerisch aus. Sam und Veronica beginnen eine heiße Affäre, die aber ihre Schattenseiten birgt - denn Veronica drängt sich immer tiefer in sein Leben ...

Das ist noch nicht alles: Schon bald verdichten sich die Hinweise, dass der wahre Mörder von Pauline noch am Leben ist - und dass er Sam beobachtet ...

*

Jonathan Carrolls Roman hat alle Zutaten, die einen spannenden Thriller ausmachen: Einen sympathischen Protagonisten, der sich in eine gefährliche Lage begibt, einen nicht eindeutig geklärten Mordfall, mehrere Verdächtige und eine geheimnisvolle Femme Fatal.

Das Besondere an "Pauline, umschwärmt" ist jedoch die gelungene Mischung aus lebendigen Charakteren, berührenden Momenten, Spannung und einem guten Schuss feinem Humor. Vor allem der Ich-Erzähler Sam Beyer wird fast von Beginn an zur Identifikationsfigur für den Leser. Mit seinen ironischen Kommentaren, seiner Schlagfertigkeit und all den liebenswert-nachvollziehbaren Eigenheiten und Fehlern entsteht vor den Augen des Lesers ein angenehm unperfekter, dafür umso authentischerer Charakter, den man rasch ins Herz schließt.

Die Reise nach Crane's View wird für Sam zu einer Reise in die Vergangenheit, in der er nicht nur viel über Pauline und andere Bewohner der Stadt, sondern auch über sich selbst erfährt. Ebenso ergeht es dem Leser, der sich automatisch an seine eigene Kindheit erinnert und eigene nostalgische Gefühle verspürt. Immer stärker nehmen einen die Geschehnisse gefangen, um sich gegen Ende dramatisch zu steigern, um einen schließlich befriedigt zurückzulassen - nicht ohne dabei einen Hauch Wehmut und Melancholie zu versprühen.

"Pauline, umschwärmt" ist ein erfreulich subtiler und charakterstarker Thriller mit lebendigen und auch humorvollen Dialogen, der sich dank seines lockeren Stils sehr rasch und flüssig liest. Uneingeschränkte Empfehlung für alle Leseratten!

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Animal triste 27. Februar 2001
Von Ein Kunde
Daß ein guter fremdsprachiger Autor für unseren Markt entdeckt ist, merkt man daran, daß seine neuesten Werke nicht mehr zuerst als Taschenbücher erscheinen, sondern als gebundene Ausgaben. Das gilt seit einiger Zeit auch für den überaus merkwürdigen Jonathan Carroll, der seinen berühmten Nachnamen (diesmal ein echter, kein nom de guerre) mit Anmut und Würde trägt und etwas daraus macht, das den Zauber, den Lewis Carroll verbreitet, noch übertrifft. Wenn auch beide - Lewis und Jonathan - sehr viel mehr trennt als verbindet, so eint sie doch eine ganz besondere Eigenart: beide nehmen das "Unbewußte" in uns ernst und lassen sich voller Neugier und mit Enthusiasmus ein auf die Suche nach der Wirklichkeit dahinter. Und beide finden dort das gleiche: das Grauen. Das ist uns bewußt. Lewis Carroll umschreibt es mit einer an Wahnwitz grenzenden heiteren Phantasie, an der wir nicht ernsthaft zu kratzen wagen, weil wir ahnen, was wir freisetzen können. Jonathan Carroll ist noch weitaus schlimmer. Um wieviel schlimmer, erzähle ich Ihnen gleich. Warum nun diese lange Einleitung? Zum einen, damit - wenn Sie ihn noch nicht kennen - Sie den Namen dieses wundervollen Schriftstellers nicht vergessen. Zum anderen, damit Sie über eine naheliegende, aber unerwartete Verbindung eine Ahnung bekommen davon, was es für uns als Leser bedeuten kann, wenn ein überragender Autor uns die Wirklichkeit gewissermaßen aus den Augenwinkeln erkennen läßt: wir nehmen Schemen wahr, die wir lieber nicht zu genau erkennen wollen, und zum Glück lösen sie sich immer wieder in Nichts auf, wenn wir sie genauer ins Auge fassen wollen, weil uns die Neugier dann doch treibt.

Stellen Sie sich bitte ein Mädchen vor, das körperlich und geistig seinem Alter weit voraus ist, so schnell, daß sie Seele einfach nicht nachkommt, daß unstet erscheint und flüchtig wie Kain, weil es Erfahrungen (mit Männern, aber das dachten Sie sich schon...) aus lauter Neubegierde nicht aus dem Weg geht (aber auch offensichtlich nicht bewußt sucht, damit wir uns richtig verstehen), und das darüber eine Ahnung davon bekommt, wie der eine, der richtige Mann beschaffen sein könnte. Und als es endlich soweit ist - der richtige Mann scheint sich einzustellen, und aus dem frühreifen Mädchen beginnt eine richtige Frau zu werden -, wird es umgebracht. Der Mann, der richtige Mann, wird wegen Mordes verurteilt und überlebt die Haft nicht. Vorhang zu. Etliche Jahree später greift aus Gründen, die ihm erst allmählich klar werden, der Schriftsteller Samuel Bayer diese Geschichte aus seiner Schulzeit wieder auf (er hatte seinerzeit die Tote entdeckt) und beschließt, ein Buch darüber zu schreiben. Allmählich wird klar, daß nicht alle offenen Fäden dieses Falles sauber verknüpft sind, vielmehr einige bis in die Gegenwart reichen und sich dort zu neuen Mustern fügen. Je mehr er sich aber damit befaßt, desto rätselhafter wird alles. Und desto gefährlicher, bis alles in einer Katastrophe endet und in einer milde ausklingenden Farce von ausgesuchter Traurigkeit und Bestialität.

Wenn einer wie Jonathan Carroll dergleichen berichtet, berührt uns das besonders. Und doch ist das nicht die eigentliche Geschichte dieses Romans. Die eigentliche Geschichte ist die Geschichte vom Sam und Veronica, die sich ineinander verlieben, und deren wundersame Liebesgeschichte etwas wiederspiegelt von dem, was auch unser Alltag sein könnte, wenn wir nur wenig verrückter und mutiger wären - und ein wenig bösartiger und verzweifelter -, als wir es wirklich sind. Es ist keine romantische Geschichte, sondern eine wahrhaftige, und das auf mehrfache Weise. Einmal ist sie so wahrhaftig wie die Schauspieler auf der Bühne: sie alle sind so geschminkt, daß die charakteristischen Gesichtszüge hervorgehoben werden, so daß wir noch aus der letzten Reihe erkennen können, was gemeint ist; zum anderen aber ist sie so wahrhaftig wie die Schauspieler auf der Bühne, deren Spiel durch Einfühlungsvermögen und Nuancierung der Vergröberung ihrer Erscheinung erst Leben verleiht. Während wir also genau zu verstehen meinen, was da eigentlich gespielt wird, begreifen wir irgendwann, daß wir es nur deshalb verstehen, weil Jonathan Carroll seine Protagonisten so liebt, daß er sie lebendig werden läßt. Das ist wohl das Schönste in seinen Büchern. Das wir uns in allen seinen Hauptfiguren auf die eine oder andere Weise selbst wiederfinden.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Ein unerklärlicher Mord fand vor Jahren statt. Ein Autor, in seinen 50ern, in einem kleinen Kreativ-tief, der als Junge "direkt" mit dem Mord konfrontiert war, findet zurück zu diesem Teil seiner Vergangenheit, und er geht zurück in das Dorf seinerr Kindheit und beginnt die alten Schulkammeraden aufzustöbern, zu befragen...es wird spannend. Ein ganz und gar nicht blutrünstiger billig Krimi, sondern einer eines Autoren von unglaublichen Talent-Jonathan Carroll-in den meisten Büchern die er bis jetzt schrieb fand man einen starken Anteil von magischem Realismus, und zwar einem der den Leser auch in Bezug auf sein eigenes Leben ganz schön wach rüttelt- für Menschen die Kunst und Literatur ernst nehmen ein wahres Geschenk an einem Schrifsteller! Zu diesem Buch-es unterscheidet sich von seinen bisherigen Werken, keineswegs in negativer Weise. Es ist ein wenig anders, und das ist zu bewundern. Jeder der Carroll liest sollte ALLE seine Bücher lesen,unbedingt! auch seine Kurzgeschichten (Zu finden in "die Panische Hand" oder "The Panic HAnd", für die er sämtliche Preise erhielt, die im New YOrker erschienen, in Playboy auch(keineswegs pervers-nur ein wenig sexy und ganz schön "spooky"!-Geschichten für Männer und für Frauen. Seine Bücher "Vor dem Hundemuseum" , "Land des Lächelns" etc. etc. schlugen nicht nur in Kennerkreise dieses "Gustostücks" von Schriftsteller mit enormen Erfolg ein. Bücher mit Leidenschaft und aus der Seele heraus geschrieben, mit einer unglaublich "reifen" Phantasie, die man sonst nur in Kindern finden kann. Carrol wurde unter anderem mit dem British Fantasy Award ausgezeichnet. Seine Bücher sind meist in der HORROR Abteilung zu finden-eigentlich völlig falsch plaziert, denn er gehört in die "Fantastischer Realismus" Abteilung, die es ja kaum wo gibt. Also bitte nicht von "Horror" Abschrecken lassen! Wenn "Horror"dann ist es der subtile Horror der sich im täglichen Leben eines jeden Menschen abspielen kann, meist gepaart mit ein wenig verzaubernder "Magie" die derartig beeindruckend ist, dass man sich gar nicht wundern würde wenn das möglich sei..."Pauline..." ist ein nüchternes Buch, schnell zu lesen, da sehr spannend und sehr interessant, man glaubt es (Täter)nie-wie bei allen guten Krimis. Dieser Autor verdient es gelesen zu werden, seine Bücher sind sichere Geschenke an Freunde denen man etwas gutes tun will und sie in die Welt des Jonathan Carroll entführen will! Einstweilen beneide ich alle die, die seine ca. 10 Bücher noch nie gelesen haben und jetzt die Möglichkeit dazu haben! In Polen ist er übrigens ein Bestseller und in Tausenden kommen seine Leser zu seinen Lesungen. Pat Conroy und Stephen King, Stanislav Lem, alles grosse Fans von ihm! Und auch die jenigen die seinen Lesungen nachreisen, um ein Buch von ihm signieren zu lassen! Und Carroll tut das mit dem grössten Vergnügen, den er schreibt für diese Menschen und ist ihnen dankbar-eine Eigenschaft die so manchem anderen "Star" nicht erhalten bleibt...Jonathan Carroll ist einfach besonders, fast wie nicht von dieser Welt...und auch das würde mich nicht wundern! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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