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am 20. Januar 2003
Die von Wilhelm Baum besorgte Edition des Briefwechsels zwischen Albert, dem bedeutenden Popper-Schüler, und Feyerabend, Popper-Schüler und -Kritiker, Wissenschaftsphilosoph und und Freidenker, entfaltet ein faszinierendes Panorama: Der Leser nimmt teil am intellektuellen Austausch der Korrespondenten, an den Debatten zur Philosophie der Wissenschaften im Gefolge der Arbeiten Poppers und Kuhns (über die Feyerabend in seinen eigenen Werken hinausgeht); er gewinnt auch wertvolle Einblicke in das soziale Umfeld an den Universitäten in Kalifornien und Deutschland während der 60er- und 70er-Jahre. Eine besondere Dynamik erhält der Briefwechsel aus den unterschiedlichen Persönlichkeiten der Korrespondenten: Freundschaft und Missverständnisse zwischen dem beständigen, etwas gesetzten Albert und dem ruhelosen, kühnen und oft provokanten Feyerabend, dessen Briefe mit pointierten Bemerkungen zu Kollegen, der eigenen Arbeit und den Studentenunruhen in Berkeley gespickt sind, gehen Hand in Hand. Nicht nur an Philosophie und Wissenschaftstheorie Interessierte werden dieses Buch mit größtem Vergnügen lesen! Höchste Empfehlung!
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am 19. Juni 2010
Philosophie mal ganz anders!! Feyerabend und Albert schreiben sich "nette" Briefe, die genau das abarbeiten was jeder schon immer wissen wollte. Ob Feyerandbends Probleme mit den Frauen, oder Poppers kindisch eingeschnappte Art, wenn jemand ihn kritisiert- dem Leser werden Hintergrundinformationen geliefert, wie in keinem anderem Buch. Auch die Tatsache, dass Feyerabend in fast jedem Brief Albert in die Buchhandlung schickt, um ihn irgendwelche Bücher zu schicken, die er dann nicht einmal bezahlt, ist sehr amüsant. Am liebsten will er die Bücher schon im nächsten Moment per Luftpost haben. Das würde ich auch wollen- kostet ja schließlich nichts. Der arme Buchhändler in London wurde sogar schon von Albert abgemahnt, nur weil er Feyerabend sein Buch nicht rechtzeitig schicken konnte. Aber nicht nur über Popper wird stark gelästert, weil er mit bestimmten Philosophen, die ihn irgendwann einmal kritisiert haben, nun nicht mehr zusammen arbeiten will- typisch Popper die "beleidigte Leberwurst."!!! Auch Habermas kann den Lästerschwestern Feyerabend und Albert nicht entkommen- für Albert ist der leicht durchschaubare Wortschwindler Habermas nicht unbedingt dumm, aber sein neustes Buch über Erkenntnis und Interesse ist eine absolute Zumutung!(Vgl. S. 88 f.)Aber geteiltes Leid ist halbes Leid, der Esel Popper(Vgl. S. 201) wie Feyerabend ihn gerne nennt, ist schließlich ein neuer Hegel, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die deutschen Philosophen einzuschüchtern. (Vgl. 210) Naja ein Österreicher kann ebbend kein schlechter Mensch sein! Aber man lernt in diesem philosophischen Meisterwerk der Extraklasse auch was fürs leben, z. B. wie man mit Frauen richtig umgeht. Feyerabend schafft es nämlich durch die Anwendung seriöser wissenschaftlicher Erkenntnisse, Imre Lakatos zu empfehlen, für welche der drei Frauen von denen er schwärmt, er sich entscheiden soll. Sicherlich auch für den alltäglichen Entscheidungsprozess eine nützliche Information. Das "Dreiweiberproblem" mit der Wittgensteinschen Enthexungsthese( Vgl. S. 213) zu lösen, ist ein absolut herausragendes wissenschaftliches Ergebnis. Danke Paul Feyerabend!! Ohne dich würden wir alle wahrscheinlich nie die richte Frau "in unser Bett ziehen."(Vgl. S. 212)
Wir sehen also Paul Feyerabend und Hans Albert haben einen spannenden Briefwechsel auf aller höchsten wissenschaftlichen Niveau geführt. Deshalb noch ein mal ein großes Dankeschön an Wilhelm Baum dafür, dass er diesen Briefwechsel veröffentlicht hat.
Es gibt sicherlich viele Bücher, die die Welt nicht braucht, aber dieses Buch braucht jeder! Oder anders ausgedrückt: "Gegen Vernunft habe ich nichts, ebenso wenig, wie gegen Schweinebraten"(Paul Feyerabend). Allein schon wegen dieser sehr tiefgründigen und wohl ausführlich durchdachten Lebensweisheit auf dem Einband des Buches sollte man es kaufen.
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