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Wie konnte ein Film, der diese Größe besitzt und der so fasziniert von seinem Thema ist, als Antikriegsfilm bezeichnet werden? Die schlichte Wahrheit ist, das er keiner ist. Patton dreht sich weniger um den Zweiten Weltkrieg, als vielmehr um den Aufstieg und Fall eines Mannes, dessen Leben buchstäblich vom Krieg geprägt wurde, und der sich einsam und verlassen fühlte, wenn es keinen Feind gab, der mit größtem Aufwand verfolgt werden konnte. George C. Scott verkörpert seine Rolle so vollkommen, so überzeugend, dass man nicht vermeiden kann, mitgerissen und fasziniert von Patton zu sein, jenem Mannes, der gleichzeitig zum Ruhm und zum Untergang verdammt ist.
Der den Film eröffnende Monolog ist eine meisterhafte Darstellung von Schauspielkunst und Charakteranalyse und alles was sich anschließt, ist von schierer Brillanz dank der Arbeit von Scott und Regisseur Franklin J. Schaffner (Planet der Affen, Papillon). --Jeff Shannon
Ein ungemein charismatischer, fähiger, aber auch arroganter, großmäuliger und schonungsloser Offizier, den die Meinung anderer nie sonderlich gekümmert hat. Vielleicht war Patton deswegen so erfolgreich und wurde nie "richtig" bestraft, wenn er mal wieder gegen Befehle verstoßen oder diese geändert hat.
Aber der Zweck heiligt die Mittel, vor allem in einem Krieg.
Wäre Patton nicht so außerordentlich erfolgreich gewesen, hätte man ihn wohl ruckzuck wegen Befehlsverweigerung oder Ungehorsamkeit vor ein Kriegsgericht gestellt.
Der Film zeigt nicht nur die militärischen Fähigkeiten Pattons, sondern beleuchtet auch ausführlich und spannend seine Persönlichkeit. Da wird Gott sei Dank mal nicht das typische, unerträgliche Heldenepos erzählt, sondern eine wahre Charakterstudie, verknüpft mit guten Actioneinlagen.
Filme wie Pearl Harbor könnten sich hier eine dicke Scheibe abschneiden.
Wer geschichtlich interessiert ist, und einem guten Kriegsfilm nicht abgeneigt ist, sollte sich Patton auf jeden Fall einmal ansehen.
Das Bonusmaterial ist sehr informativ.
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