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Patrick's Landing
 
 
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Patrick's Landing [Broschiert]

Peter Nathschläger
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 164 Seiten
  • Verlag: Himmelstürmer; Auflage: 1., Aufl. (30. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934825664
  • ISBN-13: 978-3934825666
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 689.220 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Nathschläger
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Produktbeschreibungen

COXX Magazin Wien, Dezember 2006

Peter Nathschläger hatte wohl die tragische Geschichte von Matthew Shepard im Hinterkopf, als er darin ging, seine „Montana Trilogie“ mit dem Roman „Patrick’s Landing“ abzuschließen. Das Buch lässt einen fasziniert und verstört, nachdenklich und auch etwas verwirrt zurück.

Fasziniert weil eine erzählerische Kraft von der Geschichte ausgeht, die man nicht allzu oft antrifft und der man sich nur schwer entziehen kann. Verstört wegen der obszessiven Gewaltschilderungen, die sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen. Sei es nun die recht detaillierte Schilderung der Folterszene, nach dem der unglückliche Patrick Fletcher drei Psychopathen in die Hände fällt, oder die Beschreibung der recht blutigen Art und Weise wie die Täter nach einander zu Tode kommen. Nachdenklich, da die Geschichte in der Zukunft, genau genommen in knapp 30 Jahren, spielt und sich anscheinend aber auch gar nichts geändert hat. Dieselben Ressentiments und die dieselben Verhaltensmuster prägen die Menschen.

Verwirrt ist man wegen so mancher seltsamer Zufälle und Unwahrscheinlichkeiten die sich durch die Handlung ziehen, aber dem Autor geht es anscheinend nicht so sehr um die Stringenz der Handlung, sondern um Stimmungen. Und wenn es nötig sein sollte, nimmt er auch den einen oder anderen kleinen Handlungsbruch in Kauf oder erfindet schon mal den einen oder anderen unwahrscheinlichen Zufall, um seine eindringlichen Stimmungsbilder aufbauen zu können. Seine größten Momente hat der Autor nämlich dann, wenn er die Stimmung einer handelnden Person beschreibt, deren Gedanken und Vorstellungen. Dann taucht man in eine fremde Welt ein, so als würde man kopfüber in ein unbekanntes Gewässer springen und nicht wissen, was einem erwartet: bunte Fische, spitze Steine oder grässliche Ungeheuer. Und Peter Nathschläger ist wahrlich ein Meister der Stimmung.

Das Leben ist manchmal schön, manchmal nicht gerecht und manchmal Scheiße und genau das bringt der Autor auf den Punkt. In Nathschläger’s Universum gibt es keine reinen Engel. Jeder hat auch seine dunklen Punkte, aber es gibt die reinen Teufel, bei denen man umsonst nach einem Rest von Menschlichkeit sucht. Jimmy, Toni und vor allem Johnny, jene Jugendlichen die Patrick foltern, sind solche dunkle Gestalten. Von der Gesellschaft vergessen, übersehen oder einfach völlig falsch verstanden und folglich falsch behandelt, basteln sie sich ihre eigene Wirklichkeit mit ihren eigenen Moralvorstellungen, so diese überhaupt vorhanden sind. Die einzige Regel lautet: „Hol dir was du haben willst – ohne Rücksicht und egal wie“. Man muss aber nicht in Zukunft blicken um die Jimmys, Tonis und Johnnys zu treffen, wie Nathschläger es im vorliegenden Fall tut, sie leben schon heute mitten unter uns. Fazit: Nicht unbedingt ein Lesestoff für zwischendurch, keine bittersüße Romanze um Coming out und Happy End, doch dringend zum Lesen empfohlen, denn dieses Buch liegt abseits der Herz-, Schmerzgeschichten, die in diesem Genre sonst anzutreffen sind. Es schildert in manchmal harten Worten eine harte Realität. Mann sollte sich Zeit nehmen um dieses Buch zu lesen – denn eines ist garantiert, einmal begonnen, legt man es nicht mehr weg bis es ausgelesen ist.

Kurzbeschreibung

Drei Jugendliche überwältigen und foltern einen jungen Camper, der zur falschen Zeit am falschen Ort war, und fesseln ihn mit Stacheldraht an den Begrenzungspfosten eines Weidegrundstücks. Dort findet der alte Schriftsteller Robert Walden den schwer verletzten Jungen. Er bringt ihn in sein Farmhaus am Fuße des Glacier National Parks und beschließt, sich um ihn zu kümmern, da er keine Möglichkeit hat, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen, oder den Schwerverletzten in ein Krankenhaus zu bringen. Während in der Stadt Helfer zusammengetrommelt werden, um Patrick, den verschwundenen Sohn von Mark Fletcher, zu suchen, entwickelt sich zwischen dem Schriftsteller und dem Jungen eine Freundschaft, die bald von tragischen Ereignissen überschattet wird. Patrick verliert immer öfter das Bewusstsein und wird von Visionen heimgesucht – Erinnerungen an das, was er falsch gemacht hat, aber auch Erinnerungen an seine jungenhafte Liebe zu seinem besten Freund Caio.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Junk Food für Viele? 22. Januar 2007
Format:Broschiert
Mit PN scheint sich ein Autor im schwulen Literaturbetrieb etabliert zu haben, der erst ganz zum Schluss das intellektuelle Wohlbefinden seiner Leser im Visier hat. Und das ist fein - man erspart sich eitle Wortgespinste, vom Autor ins Haar des geneigten Lesers gesponnen, und bekommt eine vordergründig einfache Geschichte aufgetischt. Mit allen Ecken und Kanten, vor allem aber wahrhaftig. Und ziemlich bluttriefend.

Die Geschichte eines Teenagertodes ist in den Bergen Montanas perfekt aufgehoben - die Kulisse harmoniert perfekt mit dem langsamen und schmerzhaften Abschied des gefolterten Teenagers.

Obwohl die Geschichte durchaus einfach zu lesen ist, ist sie doch auch komplex, und ermöglicht es, sie mehrdeutig zu lesen - wenn man sich erst einmal aus der empörten "Mann ist das brutal!" Aufregung frei gezappelt hat. Tatsächlich ist die Geschichte vielschichtig und lässt unterschiedliche Deutungen zu.

Vier Sterne, weil PN doch hin und wieder zu oft auf Hackfleisch setzt. Das hätte er eleganter, aber auch drastischer beschreiben können. Dass er Brutalitäten im Kopf des Lesers plastisch darstellen kann, ohne sie wirklich zu beschreiben, hat er ja auch schon bewiesen.

Wird also Zeit, dass dieser Fast Food Produzent schwuler Literatur (Hochgeschwindigkeitsliteratur, um einen anderen Rezensenten PNs zu bemühen) zum Haubenkoch moderner Literatur mutiert. Das Talent ist eindeutig da. Nur schleifen müsste man da und dort noch...
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Abschied 5. Oktober 2006
Format:Broschiert
Man braucht ungefähr doppelt so lange, um sich von dem Inhalt des Buches zu lösen, als man braucht, um es zu lesen.

Ein schmales und schmerzhaftes Buch. Diesmal aber nicht wegen dem Ausmaß an beschriebener Gewalt sondern weil die ganze Handlung erbarmungslos auf ein Ende zusteuert, wie man es einfach nicht lesen will. Und doch muss.

In diesem Buch gibt es kein Happy End, keine Versöhnung, keine versöhnliche Geste; nein, es gibt einen ganzen leisen Hauch von Licht am Ende. Und gerade dieser Lichtstreifen schmerzt zutiefst. Im Grunde genommen geht es um einen Jungen, der seinen Tod geradezu herbeisehnt, und um einen alten Schriftsteller, der hin- und hergerissen zwischen der Verpflichtung zu helfen und seinem Unvermögen, das auch wirklich zu tun, aufgerieben wird.

Die Geschichte erzählt auch bedrückend plastisch, wie aus der Sorge von Eltern um ihr Kind langsam Panik wird und zum Schluss pures Grauen.

Peter Nathschlägers sogartig-leise Huldigung an den 1998 ermordeten Matthew Sheppard streift nur am Rande das Verbrechen selbst, dem Patrick zum Opfer fällt, sondern befasst sich in erster Linie mit der Aufarbeitung eines jungen Lebens. Zuerst die Angst, nie wieder gesund zu werden, dass sich elterliche Liebe nur noch durch Besorgnis zeigt; und zum Schluss die Gewissheit, sterben zu müssen mit der allumfassenden Angst, "dass der Himmel mich nicht mag". Der alte Schriftsteller als Katalysator ist mit großer, aber nicht perfekter Menschlichkeit gezeichnet, was die Figur umso glaubwürdiger erscheinen lässt.

Und der letzte Satz des Buches treibt dem hartgesottensten Leser die Tränen in die Augen. Aber nur, wenn man das ganze Buch gelesen hat.

Aufrichtiger, schmerzhafter und suggestiver kann ein Abschied kaum erzählt werden
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr ergreifende Geschichte 3. Oktober 2007
Von F. Leanyi
Format:Broschiert
Ich möchte mich kurz halten. Dieses Buch ist bisher eines der spannendsten und sogleich auch traurigsten Bücher die ich unter den Gayromanen kenne.
Ich habe dieses Buch innerhalb von 3 Stunden durchgelesen, man kann es einfach nicht zur Seite legen ausser wenn die Tränen schon kommen, es ist ein sehr Emotions ergreifendes Buch. Und es hat zum glück sehr wenig, bzw gar nichts mit den typischen schwulen Büchern zu tun wo es nur um sex geht.
Man muss es gelesen haben !!
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