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Patient: Nebensache: Aus dem Tagebuch eines Kassenarztes
 
 
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Patient: Nebensache: Aus dem Tagebuch eines Kassenarztes [Gebundene Ausgabe]

Doktor Med
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser; Auflage: 3 (16. Februar 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446193057
  • ISBN-13: 978-3446193055
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 791.649 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Unser Gesundheitswesen ist am Ende. Hilflose Patienten, frustrierte Ärzte, ratlose Politiker und rasant steigende Kosten sind die Folge. Im vorliegenden selbstkritischen Tagebuch eines Kassenarztes meldet sich ein Insider zu Wort und schildert den Alltag in einer ganz normalen Praxis: den Kampf gegen Bürokraten, die oft vertuschten Kunstfehler, die Abrechnungstricks am Rande der Legalität. Dieses Buch schlägt Alarm: Wenn sich Politiker und Funktionäre nicht bald auf eine radikale Reform einigen können, steht unser aller Gesundheit auf dem Spiel.

Der Verlag über das Buch

Unser Gesundheitswesen ist am Ende. Hilflose Patienten, frustrierte Ärzte, ratlose Politiker und rasant steigende Kosten sind die Folge. Im vorliegenden selbstkritischen Tagebuch eines Kassenarztes meldet sich ein Insider zu Wort und schildert den Alltag in einer ganz normalen Praxis: den Kampf gegen Bürokraten, die oft vertuschten Kunstfehler, die Abrechnungstricks am Rande der Legalität. Dieses Buch schlägt Alarm: Wenn sich Politiker und Funktionäre nicht bald auf eine radikale Reform einigen können, steht unser aller Gesundheit auf dem Spiel.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Inkonsistentes Sittengemälde, 2. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Patient: Nebensache: Aus dem Tagebuch eines Kassenarztes (Gebundene Ausgabe)
Als selbst seit 1996 niedergelassener Hausarzt stimme ich in vielen Punkten mit Doktor Med überein, speziell was die Auswirkungen der Honorardeckelungen auf die Hackordnung unter Medizinern angeht, und damit die sinkende Moral im Kassensystem.

Allerdings zeigt das vorliegende Buch m.E. deutlich die Schizophrenie vieler ärztlicher Kollegen:
Obwohl sie die Lösung des Dilemmas mit ihren Privatpatienten täglich vor Augen haben, sehen sie den Wald vor lauter Bäumen nicht. So versteigt sich Doktor Med neben seinen Klagen über die zunehmende Intransparenz und Bürokratisierung des Abrechnungssystems zu der Behauptung, eine Pauschalierung der Honorare (also Staatsmedizin par excellence) wäre die Lösung des Kassenproblems.
Was wird denn wohl mit Pauschalhonorar passieren? Möglichst wenig tun für's Geld.

Nach eigenen Angaben ein Gewinner des Systems, scheut sich der Autor offenbar nicht, andren Kollegen die Pleite zu wünschen, damit letztendlich unliebsame (insbesondere junge, hochverschuldete) Konkurrenz abgewürgt wird. Schon diese Philosophie "Geht pleite, mich betrifft es nicht!" ist mit meiner Lebensauffassung generell nicht vereinbar.

Damit bleibt Doktor Med innerhalb der bei den meisten Kollegen zu bemerkenden Erkenntnisschranken.
Den Schluß aus seinen reichlich eingestreuten Bemerkungen über die Leichtigkeit von Privatbehandlungen zu ziehen, daß nämlich nur eine Privatbehandlung FÜR ALLE mit Rechnungsstellung direkt an den Patienten sämtliche beklagten Folgen des Kassensystems sofort beenden würde (einschließlich der beliebigen Verfügung der Gesetzlichen Krankenkassen über die "Beiträge"), kann oder will er nicht ziehen.

Stattdessen wünscht er mehr Transparenz per ordre de mufti- mittels Durchschlag der Kassenabrechnung an den Patienten. Modellversuche haben gezeigt, wieviel Interesse an einer solchen nicht selbst zu zahlenden Pseudoquittung beteht: gar keines.

Direktabrechnung mit dem Patienten, sofortige Kontrolle durch den Patienten- das würde der Verschwendung, Intransparenz und den beschriebenen Betrugsmanövern innerhalb der Ärzteschaft sofort den Boden entziehen. Leider schafft es der Autor trotz durchscheinender Unzufriedenheit mit den täglichen Arbeitsbedingungen nicht, diesen- für das tägliche Leben sonst völlig normalen- Rückschluß zu ziehen.

Der hier als Nebensache beklagte Patient würde somit automatisch zum Kunden und damit im Mittelpunkt stehen- in einem nicht politisch oder durch Kassen präjudizierten, reinen Patient- Arzt- Verhältnis.

Konkurrenz und Transparenz unter Direktabrechnung wären die Lösung für nahezu alle Probleme der niedergelassenen Ärzte (und auch der Patienten). So bleibt auch beim zweiten Lesen nur der Geschmack eines unfertigen, latent depressiven Sittengemäldes, bei dem der Erhalt des Status quo im Vordergrund steht.

Vielleicht klappt's im nächsten Buch.

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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, aber wohl wahr., 18. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Patient: Nebensache: Aus dem Tagebuch eines Kassenarztes (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch sollte jeder gelesen haben, der sich auf dem Weg zu einem Arzt, speziell natürlich: zu einem Urologen macht. Denn der (anonyme) Autor weiß, wovon er spricht, da er selbst Urologe ist, einer ohne Schulden, der es sich leisten kann, frei weg von der Leber zu schreiben. So eröffnet er uns sein Tagebuch, lässt uns in seine Seele und die seiner Kollegen blicken - und frösteln.

Ich frage mich, ob dieses Buch schon von Gesundheitsministerin Ursula Schmidt gelesen wurde - hier hätte sie einen kompenten Gesprächspartner.

P.S. Ich würde auch einmal gerne mit Herrn "Doktor med" ein Bier trinken ...

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