Aus der Amazon.de-Radaktion
Entgegen des ersten Eindrucks, zu dem auch noch die Umschlagsgestaltung aus Verbandsmull und Pflaster beiträgt, erweist sich die Patienten-Parallele aber keineswegs als so penetrant, wie befürchtet. Dafür sorgt schon die Auswahl einschlägiger Autoren, unter denen sich die namhaften Unternehmensberater Reinhard K. Sprenger, Fredmund Malik oder der McKinsey-Chef Jürgen Kluge befinden. Die Ökonomen Horst Siebert, Thomas Straubhaar oder Axel Börsch-Supan sind vertreten, aber auch die Journalisten Ursula Weidenfeld vom Berliner Tagesspiegel oder Nikolaus Piper von der Süddeutschen Zeitung.
Die Grundmelodie, die durch die meisten dieser Anamnesen und Therapievorschläge für den Patienten Deutschland klingt, lautet: mehr Mut - das ist es, was Deutschland fehlt. So muss der Patient Deutschland begreifen, dass Medizin erstens nicht kostenlos zu haben ist und zweitens immer bitter schmeckt, wenn sie wirken soll. --Nina Hesse
Kurzbeschreibung
Bleierne Arbeitslosigkeit, unzureichendes Wachstum, miserable Bildung, erdrückende Steuern, unsichere Renten, unbezahlbare Gesundheit, umstrittene Zuwanderung, deformierter Föderalismus, korrupte Parteien, selbstherrliche Verbände, unproduktive Bürokratie: Deutschland, ein Stillstandort oder gar Notstandort? Während die Politiker hektisch an Ad-hoc-Maßnahmen basteln, die den Wahlerfolg sichern sollen, hat die deutsche Krankheit ihren Patienten fest im Griff. Kosmetische Modifikationen verfangen längst nicht mehr: Höchste Zeit, den Kreislauf des Reparaturdienstverhaltens zu durchbrechen.