Dieses über 400 Seiten starke Buch hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vorgeschichte der gesamten Voyager Crew mit Ausnahme von Janeway, deren Biographie bereits in einem eigenen Werk "Mosaic" berichtet wurde, zu erzählen. Wie auch in Mosaik hat Pathways eine Rahmenhandlung: Bei einer Außenmission, die der Aufbesserung der Nahrungsvorräte dienen soll, wird die Crew der Voyager mit Ausnahme des Captains, die auf dem Schiff bleibt, von den Subu, einer kriegerischen Rasse, gefangengenommen und in ein Gefangenenlager gebracht. Da die Zustände dort so gut wie unzumutbar sind (zumindest für Menschen des 24. Jh.) versuchen die Besatzungsmitglieder sich gegenseitig aufzumuntern, indem sie ihre Vorgeschichte, das heißt ihr Leben bevor sie auf das Schiff kamen, erzählen. Insgesamt war ich von dem Roman nicht begeistert. Erstens war die Rahmenhandlung platt und konstruiert, und sehr mißfiel mir die Art, in der die Subu dargestellt waren. Sie sind häßlich, sondern Schleim ab und rauchen eine halluzinogene Droge. Das klingt mir sehr nach dem platten typische, häßlichen Bösewicht, und Star Trek sollte meiner Meinung nach ein Vorbild dafür sein, daß Häßlichkeit und Fremdartigkeit nicht Bösartigkeit bedeutet. Die Charaktere waren in ihren Erzählungen zwar nie "Out Of Character" aber man erfuhr auch nicht viel Neues neben den Dingen, die eh' schon in der Serie erwähnt wurden. Das hängt auch damit zusammen, daß die beiden Romane Mosaic und Pathways ja zum Teil als "Kanon" geachtet werden und es so keine Widersprüche zur Serie geben darf. Außerdem fand ich es nicht unbedingt angebracht, daß Kes', obwohl das Buch eindeutig nach ihrem verlassen des Schiffs spielt, da Seven Of Nine darin bereits auftaucht, Story Verwendung findet. Zudem fand ich es etwas seltsam, daß die Personen zwar selbst ihre Geschichte berichten, aber dennoch nicht in der Ich- Form, sondern in der Er/Sie Form. Im Großen und Ganzen war ich von dem Buch nicht begeistert, und ich finde, daß man nichts Großes versäumt hat, wenn man es nicht gelesen hat.