Nach dem Hauptteil, der Auflistung der verschiedenen Monstertypen, gibt es kürzere, aber nicht minder wichtige und interessante Kapitel zu Themen wie "Monster verbessern", "Monster als Spielercharaktere ... als Gefolgsleute ... als Tiergefährten", also das Beleuchten anderer Aspekte als die Rolle der Monster als klassisches Schwertfutter. Und hier wird es erst richtig spannend, da einfache Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie man Monster beziehungsweise deren Werte (Fähigkeiten, Eigenschaftspunkte) variieren kann, sodass sie bestimmten Situationen angepasst werden können. Hier bietet das Handbuch ebenfalls keine starren Regeln, wohl aber Richtlinien und Denkanstöße, wie man vorgehen könnte, um ein Monster im passendem Maß zu verändern.
Ebenfalls nützlich sind die verschiedenen Sucharten: Neben der alphabetischen Auflistung ganz zu Beginn gibt es noch die Suche zu "Monster nach Art ... nach Herausforderungsgrad ... nach Gelände ... nach Rollen", was eine selektive Suche um ein Vielfaches erleichtert.
Schön ist die Aufmachung des Buches. Das Coverbild überzeugt und das Hardcover lässt sich gut in Händen halten. Zu jedem einzelnen Wesen ist eine Zeichnung zu sehen, was das Rollenspielerherz wohl höher schlagen lässt.
Doch wie schaut es mit der Qualität ebendieser Abbildungen der Monster aus?
Es ist wichtig zu erwähnen, dass mehr als zwei Dutzend Illustratoren an dem Werk beteiligt waren, sodass der Stil von Bild zu Bild abweicht. So kommt es vor, dass bei einigen Künstlern die Zeichnungen und Kolorationen leicht trivial wirken, da sie eher mangaartig und sehr viel weicher zeichnen als andere, was nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein wird. Herausragende Künstler sind dagegen Ben Wootten (siehe unter anderem Seite 207, 264), Kevin Yan (Seite 114, 202) und Eva Widermann (Seite 142), die dem Leser durchaus brillante, detaillierte, einfach nur fantastische Illustrationen bieten.
Trotz allem kann man sagen, dass die Bilder durchschnittlich als gut zu bewerten sind. In anderen Worten: Dem Rollenspieler-Auge wird etwas geboten und das ist auch gut so.
Fazit:
Für Pathfinder-Spieler, die weiterhin vorhaben, dieses System zu verfolgen, ist dieses Regelwerk ohnehin ein Muss. Darüberhinaus erhält man ein optisch ansprechendes, nützliches und sehr gut strukturiertes Buch für diesen "Pflichtkauf".