Als großer Fan von Mario Puzo - von dem ich eigentlich alle Publikationen gelesen habe - und natürlich großem "Der Pate" Fan, war es für mich Pflicht, der Fortsetzung des "Paten" eine Chance zu geben. Dass dieses Buch qualitativ nicht an "Der Pate" heranreicht war ja eigentlich klar. Doch dass es so schlecht sein würde, hätte ich nicht gedacht. Gut finde ich, dass vieles relativ ausführlich beschrieben wird, was Puzo ja auch sehr gerne gemacht hat. Auch die Protagonisten kommen authentisch rüber. Aber das wars auch schon zum Positiven. Die Geschichte hat irgendwie keinen roten Faden und ist auch selten wirklich spannend. Dass die Satzstellung oft sehr verwirrend und unlogisch ist - was eine anderer Rezensent schon feststellte - kann ich nur bestätigen. Viel schlimmer ist allerdings, dass an viel zu vielen Stellen grammatikalische Fehler gemacht werden. Das finde ich echt arm. So etwas darf einfach nicht passieren. Da hat der Übersetzer ins Deutsche wohl geschlampt. Für Puzo Fans, die bisher nur "Der Pate" gelesen haben empfehle ich seine anderen Bücher wie "Der letzte Pate", "Omerta", oder "Der Sizilianer", die sich alle mit dem Thema Mafia beschäftigen und auch sehr lesenswert sind, obwohl sie wohl nicht an den "Paten" heranreichen. Auch "Die Familie" ist ein sehr interessantes und spannendes Buch, welches den Aufstieg der Borgia Familie im späten Mittelalter behandelt.