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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Restauration,
Rezension bezieht sich auf: Der Pate (Restauriert) (DVD)
Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass dieser Film fast nie gedreht worden wäre. Nachdem die Führungsetage bei Paramount mit "Brotherhood" von Martin Ritt mit Kirk Douglas in der Hauptrolle kurz zuvor einen fürchterlichen Schiffbruch erlitt, schien das Thema Mafia-Film zunächst erledigt. Denn der Film floppte in dem gleichen Ausmaß wie soviele mit viel Sex und Crime herausgeputzten Kolportagen des Mafia-Genres zu dieser Zeit. Aber da lagen ja noch die Rechte von Mario Puzos Buch "The Godfather" irgendwo in der Schublade, die man ihm mal für läppische 12.500 Dollar und eine 2,5 %-Beteiligung am Umsatz abgekauft hat. Ein Buch, das 67 Wochen lang die Bestsellerliste der NY Times anführte, was die Bosse bei Paramount kaum milder stimmte. Die Umsetzung erfolgte eher zähneknirschend und die Probleme setzten sich fort. Marlon Brando, dem zu dieser Zeit sein Ruf als hochtoxikologisches Kassengift vorauseilte, war den Studiochefs genauso suspekt wie das Drehbuch. Schon gar nicht mochten sie den Regisseur. Francis Ford Coppola war in ihren Augen auch nur einer dieser wichtigtuerischen Jungtalente, denen es mal eine gepfefferte Lektion erteilt gehörte. Die Produktion gaben sie schließlich Albert S. Ruddy in die Hände, der den Leuten bei Paramount eigentlich völlig unbekannt war, bis auf die Tatsache, dass er die ihm vorgegebenen Budgets strikt einhielt und von dem sie sich deshalb erhofften, dass er keinen Cent mehr als die veranschlagten 5 Millionen Dollar für den Film ausgab.Für Coppola war das Buch von Puzo ziemlich billiger Stoff. Er strich die Vorlage für die Kinoumsetzung auf die wesentlichen Kernelemente zusammen: das Patriarchat, Amerika, die Hierarchie der Familie und deren Bedrohung von außen. In diesem Kontext setzt er auch die Kontrapunkte: Hochzeiten, Taufen und Trauerfeiern, die gemeinsam im heiligen Familienverbund zelebriert werden, stehen diametral entgegen zu Rachefeldzügen, Opferriten, Ermordungen und Pferdeköpfen im Bett. Wodurch als Folgerung suggeriert wird, dass für das Überleben in der Gesellschaft die mythische Qualität einer von Blut und Ehrgeiz durchtränkten Familie immer noch besser ist als ein Vakuum an Schutz und Geborgenheit. Entsprechend komponiert Coppola seine grandiosen Bildeinfälle, die Zerrbilder einer von Selbstbetrug und ausgehöhlten Idealen geprägten heilen Welt sind. Selbst das Sterben wird bei ihm bis ins kleinste Detail durcharrangiert. Don Corleone bricht beim Spielen mit dem Enkelkind zusammen und fällt wie ein gigantischer Baum im Wald zur Seite in die Pflanzen des Gartens und reißt alles um sich herum mit nieder. Ähnlich episch bebildert wird Sonnys Ermordung, bei der die Brutalität der abgebildeten Grausamkeiten mit einer fast schon tänzerischen Choreografie in Szene gesetzt wird und wo die Hierarchie zu den Feinden der Familie selbst im Tod noch pedantisch gewahrt bleibt. Feinde, von denen dem Zuschauer nicht viel bekannt ist, außer dass sie im Gegensatz zum Corleone-Clan groß ins Drogengeschäft einsteigen wollen. Eine anonyme Beziehungslosigkeit, die selbst beim Hinrichten noch gewahrt bleibt: "Nichts Persönliches, nur etwas Geschäftliches". Das Spiel aus Nähe und Distanz und die Beziehung des Individuums zur Gemeinschaft bilden das wesentliche Fundament in Coppolas Montage. Insofern geht es natürlich auch um die Stellung des organisierten Verbrechens in einer entmystifizierten Gesellschaft. "Ich glaube an Amerika" ist der erste Satz, der ins Kinodunkel gesprochen wird. Coppola verglich Amerika und Mafia: "Beides sind auf Profitmaximierung ausgerichtete Systeme, die in ihrem Wesen korrupt sind. Aber nur die Mafia kümmert sich um die kleinen Leute, wenn auch nur mit dem Hintergedanken, später von ihnen Loyalität einzufordern." Die Verflechtung zwischen Mafia und staatlichen Institutionen wird dann im zweiten Teil noch stärker in den Mittelpunkt gerückt. Ein Glücksgriff war nicht nur das Cast (Al Pacino, James Caan, Diane Keaton und Robert Duvall an der Seite von Marlon Brando) sondern auch der Score von Nino Rota mit seinen markanten Motiven (Godfather Waltz, Sicilian Pastorale), die dem eigentümlichen Rhythmus des Films seine prägnante visuelle Musikalität verleihen. Die Restauration des Films durch Robert Harris ist prächtig gelungen. Die Bilder sind gestochen scharf in 1,78:1. Die Tonspur liegt erstmals in 5.1 Digital Surround vor. Zusätzlich vorhanden ist der sehr interessante Audiokommentar von Francis Ford Coppola, der auch auf einige Anekdoten eingeht. So erfährt man, dass Marlon Brando sich Harzklümpchen an die Backenzähne klebte, um seine Wangen stärker runterhängen zu lassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Muss! Einfach ein Muss!,
Rezension bezieht sich auf: Der Pate (Restauriert) (DVD)
Zurecht als Meisterwerk bezeichnet, bietet der Pate alles, was die heutigen Drama-Fans unbedingt wollen: Intrigen, Verrat, Tod, Ränkespiele, gesellschaftlicher Verfall und so weiter. Der Film, von 1972, erfüllt dies besser als viele heutige Streifen mit einem ähnlichen Thema. Das zunächst "heile" Mafialeben der Corleones wird im Lauf des Films immer stärker aufgebrochen und zeigt die Fäulnis im Herzen. Die Missgunst und der allgegenwärtige Verrat führen dazu, dass man selbst als Zuschauer langsam paranoid wird - zumal keiner der Charaktere wirklich vertrauenswürdig ist (außer Diane Keaton als Michaels naive Freundin/Frau Kay Adams). Der Film schafft es, dass man als Zuschauer mitdenkt und die Verschwörung überall wittert.Am Film selbst stieß mir lediglich auf, dass eine Unmenge an Charakteren und Handlungen eingebaut wurden. Bei einer Spieldauer von fast drei Stunden überrascht dies zwar wenig, doch kam ich bei der Menge an Handelnden bisweilen in leichte Zuordnungsprobleme - was dadurch noch erschwert wurde, dass viele Leute immer wieder die Seiten wechselten bzw. eine Doppelrolle im Auftrag von zwei Familien hatten. So sind die vielen Vendettas und Blutrachen im Handlungsverlauf auch nötig, um den Wust an auftretenden Personen zu tilgen und sich wieder auf die Hauptcharaktere zu konzentrieren: Die Corleones. Namentlich Don Vito (gespielt von Marlon Brando) und dessen Sohn Michael (Al Pacino, den ich in dem jungen Mann zunächst nicht erkennen wollte). Der Werde- und Niedergang Michaels vom rechtschaffenen US-Soldaten (in der Eröffnungsszene trug er eine Uniform und hatte im 2. Weltkrieg gekämpft) sind hervorragend in Szene gesetzt. Als er in der Eröffnungsszene seiner Freundin Kay von den Geschäften seines Vaters erzählt, glaubt man ihm wirklich, dass er damit nichts zu tun haben will. Aber mit dem Attentat auf seinen Vater beginnt alles zu bröckeln. Michael wird immer tiefer in die kriminellen Geschäfte hineingezogen. Er begeht einen Mord, flüchtet dann nach Sizilien. Er heiratet dort sogar eine Sizilianerin namens Apollonia, die jedoch durch eine auf ihn abgezielte Autobombe stirbt. Das ist der Moment, in dem Michael nach Amerika zurückkehrt. Dass sein heißblütiger Bruder Sonny die Geschäfte des Vaters nicht weiterführen kann, ist klar. Und der adoptierte Sohn Tom Hagen (Robert Duvall) ist lediglich Conciliere der Familie (offiziell ein Rechtsanwalt). Also fällt die Macht an Michael - sehr zum Missfallen von Don Vito selbst, der den Anschlag überlebte, aber immer schwächer wird. Man merkt dem alten Paten an, dass er seinem jüngsten Sohn diese Bürde niemals anvertrauen wollte. Und als Don Vito schließlich beim Spielen mit seinem Enkel, Michaels und Kays Sohn, einen Herzanschlag erleidet und stirbt, wird der Film wahrhaftig tragisch - und hervorragend in Szene gesetzt. Die Bildgewaltigkeit ist hervorragend. Die kirchliche und "reine" Taufe von Michaels Neffen, bei dem er zu dessen Paten wird, wird geschnitten mit Anschlägen auf die Oberhäupter der anderen Mafiafamilien. Und zuletzt die Szene zwischen Michael und Kay. Ersterer hatte den verräterischen Mann seiner eigenen Schwester töten lassen, was diese erfuhr. Kay gegenüber log er, dass er damit nichts zu tun hätte. Sie, erleichtert über dessen Aussage, wollte im Nebenzimmer etwas zu trinken holen, als mehrere Personen eintraten. Zwei küssten ihrem neuen "Paten" die Hand, während ein dritter die Tür schloss. Und hier bleibt nicht nur Kay mit einem mulmigen Gefühl im Magen zurück. Ein paar nette Gimmicks zum Schluss: Michaels Neffe, der getauft wird, war in Wahrheit Francis Ford Coppolas einjährige Tochter, die auch in den Fortsetzungen noch eine Rolle spielt. Die Orange, in diesem Film nocht unbewusst eingesetzt, wird in der Pate-Trilogie als Synonym zum Tod benutzt. Don Vito kauft Orangen, bevor er angeschossen wird, und isst eine, kurz bevor er stirbt. Die Mafia wollte den Film zunächst verhindern, drohte den Beteiligten auch. Heute wird er von vielen Mafiamitgliedern als eine Hommage an ihre Lebensart gesehen. Die DVD Ich habe die DVD der "The Coppola Restoration" aus dem Jahr 2007. Der Film ist hervorragend in Szene gesetzt worden. Neben mehreren Audo- und Untertitel-Variationen gibt es einen normalen Audiokommentar und ansonsten keinerlei Extras. Der Film muss also für sich sprechen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Ein Muss für Filmfans,
Rezension bezieht sich auf: Der Pate (Restauriert) (DVD)
Die restaurierte Version von "Der Pate" ändert nicht viel. Die Stimmen sind fast alle hochkarätig besetzt und passen toll zu den Darstellern. Das Bild wurde verbessert und insgesamt macht alles einen sehr runden Eindruck."Der Pate" zählt zu Recht zu den Filmen, die jeder gesehen haben muss. Die Story um den Paten der Corleone-Familie und seinen Sohn Michael, der vom guten Bürger zum Mafiaboss "mutiert", ist absolut zeitlos und zeigt auf geniale Weise die Lebensweise der Mafiaclans in den USA der 1940er Jahre. Der Film hat trotz seiner Länge von rund 170 Minuten keine Längen, es bleibt die ganze Zeit spannend. Die Storywendungen kommen meist überraschend und spiegeln die Ungewissheit und die Unmöglichkeit, jemandem zu vertrauen, wider. Die 5 Familien bekämpfen sich unerbittlich und scheuen nicht davor zurück, die Verwandten der Oberhäupter "zu den Fischen zu schicken". Ich kann den Film jedem empfehlen, der vor brutalen Szenen nicht zurückschreckt und die italienische Lebensweise zu schätzen weiß. Ich denke, der Film ist ein Angebot, dass niemand ablehnen kann... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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