Es fällt mir schwer, meine Begeisterung für diese Geschichte in Worte zu fassen ohne mich dabei einfach nur in Superlativen zu verlieren.
Barnaby, die Hauptperson und gleichzeitig derjenige, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, ist ein liebenswerter (fast) geläuterter Tunichtgut auf dem Weg zu einem besseren Leben.
In gewohnter Tyler-Manier ist alltägliches Treiben in seiner fast akribisch präzisen Beschreibung keinem Krimi spannungsmässig unterlegen. Ich weiss nicht, wie es diese Autorin schafft scheinbar Unbedeutendes so zu erzählen, dass der Leser gefesselt Seite um Seite verschlingt. Vielleicht liegt das Geheimnis ein bisschen auch darin, dass es eben genau die Details sind, die unser Leben ausmachen, dass es nichts Unbedeutendes gibt, sondern es an uns liegt, ob etwas wert ist betrachtet und berichtet zu werden. Andererseits versteht die Autorin auch perfekt die Kunst, den Leser eine Wendung in der Geschichte erahnen zu lassen, ohne dass dies explizit formuliert wird. Dies alles geschieht mit feinstem Humor, mit Sensibilität und einer Lebensklugheit, die niemals moralisierend daherkommt.
Man möchte noch viel Länger bei den Menschen dieser Geschichte bleiben dürfen, bei Barnaby und Sophia, seiner Tochter Opal, seinen Eltern und Grosseltern, bei den alten Leuten, die er bei Rent-a-back betreut, bei Martine und wie sie alle heissen. Und doch ist das Wann, Wo und Wie des Endes der Erzählung so brillant, dass das Weglegen des Buches ein wenig leichter fällt.