Pressestimmen
"Der Facettenreichtum des Bandes besticht: nicht nur Patchworks werden beschrieben, sondern Patchwork wird auch geboten - für mich mit der Perspektive weiterzufahren in Erkundungen und Einmischungen." (Guido Schmitt, Interkulturell und Global Heft 3/4 2002)
Kurzbeschreibung
Das Postulat einer deutschen Leitkultur bestimmt zunehmend den öffentlichen Diskurs um Einwanderung und die Integration verschiedener Kulturen. Es zeigt zugleich einen Stimmungswandel innerhalb der Mehrheitsgesellschaft an. Wurde Multikulturalität zuvor als Ausdruck der Völkerverständigung aufgefasst, so dominiert aktuell die Vorstellung, dass die Koexistenz der Angehörigen verschiedener Kulturen grundsätzlich problematisch sei und sich eine übergeordnete kollektive Identität letztlich nur über kulturelle Homogenität stiften lasse. Gegen diesen Verdacht wendet sich dieser Band, indem er anhand von Beispielen, die einen Bogen vom Römischen Reich über das Habsburger Reich bis hin zu modernen Metropolen wie Singapur und Frankfurt spannen, zeigt, dass die Koexistenz von Angehörigen ethnisch, kulturell oder religiös unterschiedlicher Gruppen sowohl historisch als auch kulturvergleichend eher die Regel als die Ausnahme darstellt.