"Zu Hülffe! Ich armselicht Weip sterp an Versengung!"
"Ich riech den Geruch von gebratenem Fleysche!"
"Es seynd die Füsze deyn, die sich mit dem Feuer des Brandtes haben versengt."
"Mich dünkte jedoch, dass es Geruch von einem Christen nicht war, sondern vom Thiere."
Wem der Erzählstil einiger wirklich guter Akteure auf Mittelaltermärkten gefällt, der sollte hier sofort zuschlagen.
OK, diese Sprache wurde zwar wohl so nicht im Mittelalter, sondern eher im Barock gesprochen, aber irgendwie passt sie trotzdem wie die Faust aufs Auge, denn sie ist wohl die älteste jemals in Deutschland gesprochene Sprache, die man heute überhaupt noch versteht.
Sie unterstreicht die völlig groteske Handlung in idealer Weise.
Und nun sehe ich, dass dieses Buch endlich neu aufgelegt wurde!
Überraschend, dass es nicht einmal in einschlägigen Kreisen bekannt ist. Es wurde lange vor dem allgemein aufkommenden Mittelalter-Boom geschrieben.
Nie wieder wurde sich die Mühe gemacht, eine solche Sprache über ein gesamtes Buch hinweg durchzuhalten.