Leider haben Alben wie "The past didn't go anyhere" kaum eine Chance unter der Flut anderer Veröffentlichungen, die auf Mainstream-Hörer ausgelegt sind.
Von der Fachpresse schon vor Veröffentlichung hoch gelobt hielt das Album was die Kritiker versprachen.
Mit einer Mischung aus Liedern, Texten, Geschichten und Rückblicken erzählt Utah Phillips kleine Ausschnitte aus seinem Leben (Korea, Candidacy). Er widmet sich dabei sowohl sehr kritischen Themen, wie Krieg, der Jugend und ihren verlorenen Idealen (Heroes) und prangert die Gesellschaft an. Gleichzeitig durchmischt er diese ernsten Themen mit witzigen Bemerkungen, Scherzen und Satire.
Um Utah's Aussagen auch wirklich verstehen zu können gibt's im Booklet sogar "The official U.Utah Phillips glossary".
Die Instrumentierung übernahm Ani DiFranco und ihre Band. Anders als beim 1999 folgenden zweiten Album findet man auf diesem Album einen Mix aus Rock-Elementen, Samples (Reden etc), Industrial-Klängen (teilweise vergleichbar mit den Beatnigs, Disposable Hereos of HipHoprisy, Michael Franti, Consolidated etc). Die Instrumentierung bleibt dabei meist eher zurückhaltend und langsam, verstärkt aber hervorragend die Wirkung Utahs's Texte (z.B. bei Korea eine sehr nachdenkliche und bedrückende Stimmung, die durch einen sehr monotonen, dumpfen Bass erzeugt wird)
Auch wenn sich dieses Album leider nicht oft verkauft hat, so wurde einem kleinen Kreis interssiertes Folk und Alternative Hörer Utah Phillips vorgestellt, der vor Veröffentlichung fast in Vergessenheit geraten war.
Weitere Kaufempfehlung: Fellow Workers (die Zweite Zusammenarbeit DiFranco - Phillips)
Good Though von Utah Phillips
To the teeth von Ani Di Franco