Liest man die Darstellerliste durch, ist man von dem Film schon fast überzeugt: John Travolta, Halle Berry, Hugh Jackman. Mich jedenfalls trieben diese äußerst vielversprechenden Namen vor die Leinwand - und war durchaus positiv überrascht, wie man aus so einem ausgelutschten Thema (Erpressung, Geiselnahme, Überfall einer Riesen-Bank) noch soviel rausholen konnte. Travolta, der ja in fast all seinen Rollen glänzt, ob jetzt Taxifahrer in "Guck mal wer da spricht" oder Killer in "Pulp Fiction", überzeugt auch hier an der Seite der aufreizenden Halle Berry in voller Länge als fieser Obergangster.
Was vielleicht als etwas zu eindeutig ins Auge fällt, sind die Sex betonten Szenen, die eindeutig dazu verwendet wurden, um den Film an einzelnen Stellen nicht langweilig werden zu lassen, wie der Blowjob für Jackman oder Berrys Oben-ohne-Szene; daher der Punkt Abzug. Denn der Film wäre nicht langweilig geworden. Immer dann, wenn man sich gerade Herr der Lage wähnt und meint, das Geschehen überblicken zu können, kommt wieder eine Überraschung, wieder ein unerwartetes Rätsel, was einem zu beißen gibt und Spannung macht auf den Rest des Films.
Für all jene Leute, die "Pulp Fiction" lieben, "ConAir" zu langweilig fanden und "Ocean's Eleven" zu überschaubar. Eindeutig Popcorn-Kino der Spitzenklasse!