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Super Album !!!!!, 11. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Nachdem Steve Vai 1989 bei Whitesnake's "Slip Of The Tongue" die 6- und 7-Saitige bedient hatte, wollte er wieder Solo "tätig" sein. Ergebnis: Sein bis jetzt bestes Album "Passion And Warfare". Steve Vai spielt hier mit Bassist Stuart Hamm (spielte schon bei Joe Satriani) und Drummer Chris Frazier. Das ganze Album ist im Sound der späten 80er gehalten, was bedeutet: laute, singende Gitarren, "bumpender" Slap-Bass und "krawallige" Drums. Und das macht riesen Spaß, denn Vai verlässt sich nicht nur auf seine Virtuosität, sondern weiß auch mit genialen Kompositionen und Arrangements zu überzeugen. Allen voran der Song "The Animal", wo der Name Programm ist. Aber auch "Erotic Nightmares", "Liberty" und sein wohl berühmterster Song "For The Love Of God" sind würdige Vertreter seines Könnens. Weil Steve Vai auf diesem Album sein eigener Herr ist, bemerkt man in seinem Solospiel die vielen Musikelemente, die hier verschmelzen. Zum Beispiel das "funkige" Rhythmusspiel bei "Answers", die Jazzläufe bei "The Animal" oder die Metal-Riffs bei "The Audience Is Listening". Fazit: Dieses Album ist einfach genial und für jeden ist etwas dabei. Anspieltipps: The Animal, Erotic Nightmares, Liberty und ... klicken Sie einfach wo drauf, Sie können sich eigentlich fast nicht vertun!!
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Ein absoluter Meilenstein!, 14. August 2004
Von Ein Kunde
"Passion and Warfare" ist nicht nur für Gitarren-Freaks ein absoluter Meilenstein. Das Album besticht nicht nur durch Steve Vais immenses musikalisches Talent bzw. seine Virtuosität sondern auch durch riesigen Abwechslungsreichtum. So finden sich neben eher straighten Nummern und wunderschönen Balladen auch einige beinahe experimentelle Songs auf diesem Album. Wer genau hinhört, entdeckt neben klassischem Heavy-Rock auch asiatische Klänge, jazzige Gitarrenläufe oder funkige Basslines. Ein Highlight für jeden, der etwas von Musik versteht, ist mit Sicherheit das Double aus "Answers" und "The Riddle". Hier wird Vai beinahe schon progressiv. Mit "I would love to" ist im Gegensatz dazu sogar ein Charts-tauglicher Song dabei, der trotz (oder wegen) seiner Kommerzialität gut abgeht. Die für mich beste Nummer ist aber eindeutig "Greasy kids stuff". Wer bei diesem Song ruhig sitzen bleiben kann, hat einfach keinen Funk im Blut. Die Kombination aus zupackender, heftiger Rhythmsection und Vais typischer singender Gitarre ist hier einfach grandios. Überhaupt gebührt an dieser Stelle auch Vais Mitstreitern ein großes Lob. Man hört bei dieser CD an jeder Ecke, das echte Könner am Werk sind, die ihre Instrumente aus dem "FF" beherrschen. Dabei bleibt allerdings jeder angenehm im Hintergrund. Man hat - Gott sei Dank - nie das Gefühl, dass hier jemand beweisen muss, wie gut er wirklich spielen kann (Man denke in diesem Zusammenhang nur an Gitarristen wie z.B. Yngwie Malmsteen...). "Passion and Warfare" ist bestimmt kein einfaches Album für Fans straighter (08/15-)Rockmusik. Offenheit für verschiedene musikalische Stile und Klangfarben (unglaublich, was Vai aus seiner Ibanez für Töne herausholt) sollte schon vorhanden sein. Diese CD braucht einfach ein gewisses musikalisches Verständnis und auch ein wenig Zeit. Wer sich auf die Platte einläßt, wird aber schnell bemerken, dass er damit eine der besten Instrumentalplatten aus dem Rockbereich in seinem Player hat! Fazit: Musikalisch besonders wertvoll und unbedingt empfehlenswert!
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Hammerteil, 31. Dezember 2002
Für mich ist dieses Album bis heute Vai's bestes, obwohl die anderen natürlich ebenfalls over the top sind. Das Album wird vom patriotisch, hymnischen Stück "Liberty" eröffnet, bevor mit "Erotic Nightmares" ein Metal-lastiges, teilweise aber auch Programmmusik-artiges Stück folgt, das sicherlich zu den Highlights des Albums gehört. Daran schließt "The Animal", das auch zu den härteren Stücken des Albums zählt, bevor das Stück "Answers" mit seinem funky Hauptriff auwartet. "Answers" geht direkt in "The Riddle" über, das anfangs ruhig gehalten ist, dann später aber mit einem aggressiven Solo doch noch die Stimmung ändert. "Ballerina 12/24" wurde mit nur einer Gitarre und einem von Steve Vai mit entwickelten Eventide Harmonizer eingespielt, klingt jedoch als seien es mindestens drei Gitarren gleichzeitig. Dann folt mit "For The Love Of God" eine wirklich Hammerballade, die wohl zu Vai's bekanntesten Stücken zählen dürfte. Die Melodie wird sehr vielfältig variiert mit beispielsweise unterschiedlicher Artikulation, bevor ein einfach großartiges Solo folgt. Nun wird im Intro des nächsten eher lustigen Stücks wieder Sprechsound Imitation betrieben, dann folgt das eigentliche Stück, das wieder etwas härter ausfällt. Lustig ist hierbei, dass aus dem Gespräch hervorgeht, dass der kleine Stevie Vai dieses Stück in der Schule vorspielt und die Lehrerin aufgrund der hohen Lautstärke permanent herumschreit und ihn zum Aufhören bewegen will. "I Would Love To" heißt das nächste Stück und war wegen radiofreundlicher Länge von 3,5 mins eine Singleauskopplung, jedoch ist das Stück im Gegensatz zum darauf folgenden grandiosen "Blue Powder" eher straight. Auf "Blue Powder" folgt "Greasy Kid's Stuff", eine flotte Up-Tempo Nummer, bis sich mit Sisters eine ruhig gehaltene Ballade anschließt. Das Album schließt mit dem atonalen "Love Secrets" ab. Insgesamt kann man hier von einem großartigen Album sprechen, das so unheimlich vielschichtig und vielfältig, wie abwechslungsreich ist, dass man einfach nur noch fasziniert davon ist (unbedingt auch über Kopfhörer anhören). Wer Steve Vai kennt wird wissen, dass er zu den besten Gitarristen unter der Sonne gehört (wenn er nicht sogar der beste ist), jedoch wird oft nur seine hohe Geschwindigkeit beachtet, was aufgrund seiner außergewöhnlichen kompositorischen Fähigkeiten als grobe Unterschätzung gesehen werden muss.
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