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Der Pass. Roman [Gebundene Ausgabe]

Renate Klöppel
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Rotbuch Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Januar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3434530983
  • ISBN-13: 978-3434530985
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 12,9 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 751.603 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Renate Klöppel
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Produktbeschreibungen

Badische Zeitung Freiburg 11.5.2002

Renate Klöppel gelingt das Kunststück, den spannenden Reisebericht von einer nicht alltäglichen Tour auf das „Dach der Welt” mit der Bestandsaufnahme einer Mitläuferin im ”Deutschen Herbst” zu verknüpfen. Auch die tageszeitlich getrennte Behandlung zweier Ebenen macht einen Teil des Reizes aus: Am Tag die Schilderung der Wanderung, bei Nacht die Retrospektive. Das Thema ist die Bewertung der 68er-Bewegung und ihrer Folgen. Bemerkenswert ist, wie plastisch und schlüssig Klöppel die fast autobiographisch anmutende Schilderung des „Hineinrutschens” in das Terroristenumfeld gelingt. Die Idee der Autorin, die Bergbesteigung als Metapher für die zehrende Beschäftigung mit der innerlich zu einem Berg angewachsenen unbewältigten Vergangenheit zu nutzen, ist brillant. Je höher hinauf Anne steigt und je tiefer sie in ihre eigene Geschichte vordringt, desto dünner wird die Luft. „Es war meine eigene Vergangenheit, die sich mir in den Weg stellte. Sie war schwerer zu Überwinden als die Berge”. Trotzdem kann „Der Pass” auch als Ermutigung gelesen werden, sich der Erinnerung zu stellen, denn wie formuliert es Anne am Ende: „Vielleicht bin ich eine andere geworden.” Oliver Georgi

Über den Autor

Renate Klöppel, Dr. med., geboren 1948 in Hannover, dort Medizinstudium von 1967 – 1973 und Berufstätigkeit in verschiedenen Krankenhäusern. Seit 1982 wohnhaft in Baden-Württemberg (Villingen-Schwenningen und Freiburg) Verheiratet mit dem Neurologen Dr. Dieter Klöppel. Zwei erwachsene Kinder. Ärztin für Kinderheilkunde (ohne eigene Praxis) mit Tätigkeitsschwerpunkt auf dem Gebiet der Kinderneurologie und Sozialpädiatrie. Von 1986 bis 1991 Studium an der staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen mit Abschluss als Diplommusiklehrerin. Konzerttätigkeit als Cembalistin seit 1985 mit dem Villinger Barockensemble. Dozentin an der Musikhochschule Trossingen seit 1987. Arbeits- und Unterrichtsschwerpunkt sind Musikphysiologie und Musikermedizin, die Psychologie des Lernens und Lehrens sowie Entwicklungspsychologie. Zahlreiche Vorträge und Seminare in verschiedenen europäischen Ländern, vier Sachbücher sowie weitere Veröffentlichungen zu Themen im Überschneidungsgebiet zwischen Musikpädagogik und Medizin. Seit Mitte 1999 belletristische Schriftstellerei. Der erste Kriminalroman, Der Mäusemörder, erschien Januar 2001 im Schillinger Verlag (Freiburg im Breisgau). Er spielt in einem (fiktiven) Institut für Molekulargenetik der Freiburger Universität und erlaubt dem Leser nicht nur Einblicke in manche Abgründe der Wissenschaft (Missbrauch der Gentechnik für Mord, Fälschungen von Forschungsergebnissen), sondern nimmt auch die Wissenschaftler mit ihren persönlichen Schwächen und zwischenmenschlichen Verstrickungen aufs Korn.. „Der Pass“, ein Roman über die revolutionäre Linke im Deutschland der 70er Jahre mit einer Rahmenhandlung in Nepal erschien im Frühjahr 2002 im Rotbuch Verlag. Ein weiterer Krimi aus dem Milieu der Freiburger Uni erscheint im Herbst 2002 im Schillinger Verlag unter dem Titel „Die Tote vom Turm“.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Am Dach der Welt - eingeholt von der Vergangenheit, 7. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Pass. Roman (Gebundene Ausgabe)
Wieder ein spannender Roman von Renate Klöppel! Nachdem ich schon den "Mäusemörder" fast ohne Unterbrechung "verschlungen" habe, hatte ich dieses Buch mit großer Spannung erwartet. Ich bin nicht enttäuscht worden.

Mit der selben Autentizität wie in ihrem Krimi beschreibt die Autorin einen Break in der Biographie ihrer Hauptfigur Anne, der die gescheiterte Herausgeberin einer Zeitschrift auf eine Bergwanderung nach Nepal führt. Renate Klöppel nimmt ihre Leser mit in die fremde reizvolle Welt des fernöstlichen Katmandu und lässt sie die z.T. anstrengende, gefahrvolle, immer aufregende Überquerung des Passes miterleben und -erleiden.

Durch das Zusammentreffen mit Rainer, dem ihr bis dahin unbekannten Vater der Tochter ihrer toten Freundin Madeleine, erwacht in Anne die quälende Erinnerung an frühere Schuld und Verstrickung in die Aktivitäten der Revolutionären Zellen, die sie nie ganz aufgearbeitet, sondern allenfalls verdrängt hat. So entspinnt sich auf zwei Ebenen ein spannendes Drama: Tagsüber die Unbillen des Himalaja-Massivs und nachts die Albträume und Erinnerungen an die Schauplätze eigener Jugend-Verfehlungen. Der ständige Schauplatzwechsel hält den Leser bis zuletzt in Atem. Die gewählte Erzählform aus der Perspektive der Hauptfigur gibt dem Roman etwas Autobiographisches, das einen oft vergessen lässt, dass es nicht Renate Klöppel ist, die die Nächte durchgrübelt oder mit der radikalen Linken kolaboriert, sondern ihr literarisches Geschöpf Anne.

Auch dieses Buch habe ich erst aus den Händen gelegt, als die letzte Seite gelesen war.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Reise nach Nepal - eine Reise in die Vergangenheit., 17. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Pass. Roman (Gebundene Ausgabe)
Da macht sich eine eigenartig schwache Frau ("Anne") auf, um mit einer Gruppe (der grüne Treckingsack spricht wohl für den Summitclub als Veranstalter) die
8.000 Meter hohe Annapurna in Nepal zu umrunden. Wohl nicht nur, wenn man Nepal und die Tour kennt, geht von der in Ich-Form geschriebenen Schilderung
eine ganz besondere Faszination aus (ganz abgesehen davon, dass dieser Reisebericht durch Ereignisse wie einen Bergrutsch und die Konfrontation mit den
Maoisten nicht nur sehr eindrücklich geschildert, sondern auch spannend ist.) Anne verliebt sich unterwegs in einen Mann aus der Gruppe und merkt bald, dass er
etwas mit ihrer bislang totgeschwiegenen linksradikalen Vergangenheit zu tun hat. Seine Geschichte und ihre Erinnerungen führen zurück in das Jahr 1977, das Jahr
der Entführung einer Lufthansamaschine nach Mogadischu und des Todes der RAF-Häftlinge in Stammheim. Auch die Schilderung dieser Ereignisse und die von
Annes Rolle wirken sehr authentisch und ich vermute, dass da wohl nicht nur für die Trekking-Tour sondern auch für die Vergangenheit und den Charakter der
Hauptperson eigene Erfahrungen eingeflossen sind. Wie dem auch sei: „Der Pass" ist jeden Fall ein faszinierendes und spannendes Buch, wie ich es schon lange
nicht mehr gelesen habe.
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