Welches Projekt auch immer der Brite am Kontrabass in die Hand nimmt, es entspricht dem "State Of The Art". So auch hier, wo Dave Holland als Leiter eines ad hoc Sextetts fungiert. Vom angestammten Quintett, seiner "Working Band", hat er den Posaunisten Robin Eubanks heraus gelöst, von der Big Band den Trompeter Alexander Sipiagin sowie den Altsaxofonisten Antonio Hart übernommen und mithin zu einer Frontline vom Feinsten geformt. Zudem wird wieder einmal der Pianostuhl besetzt. Mit dem herausragenden Mann am Klavier, Mulgrew Miller, hätte die Wahl nicht besser ausfallen können. Der überaus agile und ideenreiche Eric Harland am Schlagwerk trägt zusammen mit dem gewohnt souveränen Chef am Bass die Truppe durch ein Programm, das konzeptionell eher für eine Big Band als eine Combo angelegt scheint. Will heissen, dass dem Kollektiv eine prägende Rolle zukommt, indem aus dem von ihm bestimmten Teilen eines jeden Stückes die Solisten, nämlich sämtliche Mitglieder der Band, mit Soli empor steigen, die den Kompositionen und Arrangements Hollands (Ausnahme: Sum Of All Parts von Eubanks) jenen Glanz verleihen, der diese Scheibe zum Juwel macht, das man gerne weiter gibt; also: pass it on.