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Party Boy
 
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Party Boy [Taschenbuch]

Georg M. Oswald
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Btb (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442728401
  • ISBN-13: 978-3442728404
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 11,9 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.458.532 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Georg M. Oswald
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Geschichte des rätselhaften Versace-Mordes - zusammengesetzt aus über 1000 Texten und Fundstücken aus dem Internet.Der weltberühmte Modedesigner Versace wird in Miami erschossen. Als Täter wird ein junger Mann gesucht, von dem außer einigen Fotos, die ihn in ausgelassener Partystimmung zeigen, wenig bekannt ist. Angeblich ist dies der fünfte in einer Reihe von Morden, die er innerhalb weniger Wochen verübt haben soll. Zwei Yuppies aus Minneapolis soll er erledigt haben, einen greisen Immobilienfürsten aus Chicago und einen Friedshofswärter aus derselben Stadt. Das behauptet jedenfalls die Polizei. Andrew Cunanan, ein homosexueller Callboy aus San Diego, soll zum Mörder geworden sein, weil er sich bei einem seiner Kunden mit Aids infiziert hat und nun auf einem vernichtenden Rachefeldzug all diejenigen umbringt, die ihn angesteckt haben könnten. Aber wie passen dazu der heterosexuelle Friedhofswärter und der Modedesigner, dem er wahrscheinlich nie zuvor begegnet ist? Weltweit stürzen sich die Medien auf diesen Fall. Ein undurchdringliches Gestrüpp von Behauptungen, Vermutungen, angestrengte n Hypothesen und schlichten Lügen überzieht schon wenige Stunden nach dem Mord an Versace den Erdball. Es muss geklärt werden, was nicht zu klären ist: Wer ist der Mörder und warum? "Party Boy" ist ein fiktionaler Bericht, der sich aus den Stimmen derer zusammenfügt, die ganz nah dran waren, aber doch nicht mit dabei: Zeugen, Verwandte, Freunde, Journalisten. Ihr Gerede wird zur Story und tritt schließlich an die Stelle des Geschehenen

Über den Autor

Georg M. Oswald wurde 1963 in München geboren. Dort lebt er heute als Schriftsteller und Anwalt.
1995 erschien sein erstes Buch (Das Loch, Erzählungen), nachdem er schon zuvor Feuilletons, Kritiken und Erzählungen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung, in der ZEIT, der WELT und im Bayerischen Rundfunk veröffentlicht hatte.
Das Internet liegt Oswald sehr am Herzen. Er arbeitet bei verschiedenen Internetprojekten, wie "pool", "Null" und "Forum der Dreizehn", mit und veröffentlicht daher auch viel im Internet. Seine Texte wurden zudem in zahlreichen Anthologien zur Gegenwartsliteratur aufgenommen.
Oswald erhielt 1993 ein Literaturstipendium der Stadt München, 1995 den Bayerischen Staatsförderpreis für Literatur und 2000 das Arno-Schmidt Stipendium.Er las zudem bei den "Tagen der deutschsprachigen Literatur" 2000 in Klagenfurt seinen Text "Wellness".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gespräch über Andrew Cunanan 8. September 2002
Von Joerg Dittmann TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Andrew Cunanan soll also ein Party Boy gewesen sein. Der Titel des Buches macht neugierig, doch wird diese Neugierde rasch enttäuscht.

Eingefügt in ein fiktives Gespräch über Andrew Cunanan sind Auszüge aus Pressemitteilungen und Zeitungsberichten über die Mordserie, die Cunanan im Frühjahr und Sommer 1997 verübte. Die Opfer waren Jeffrey Trail, David J. Madson (zwei "Yuppies"), Lee Miglin (ein reichter Immobilienhändler), William Reese (ein Friedhofswärter) und Gianni Versace. Das Buch bleibt an der Oberfläche, es nennt nicht einmal die vollen Namen der Opfer. Viele Hypothesen und Spekulationen über das Motiv der Morde werden angedeutet, ein eigentlicher Standpunkt wird aber nicht vertreten. Mehr als die bloße Abfolge der Ereignisse wird kaum vermittelt, nicht das Wie, schon gar nicht das Warum.

Der Leser erfährt nicht, wer dieser Andrew Cunanan war, nämlich ein am Leben gescheiterter junger Schwuler aus ungünstigen sozialen Verhältnissen, der zu einer für ihn unerreichbaren gesellschaftlichen Schicht gehören wollte und seine Zugehörigkeit durch ein Lügengebäude über eine gewisse Zeit auch glauben machen konnte. An das Lügensystem mag er am Ende selbst geglaubt haben, doch irgendwann drohte es aufzufliegen.

Damit ist die Mordserie nicht erklärt, doch kann man sich auf diese Weise dem Motiv annähern, das Verbrechen zumindest zu begreifen versuchen.

Zwei Bücher, nämlich "Vulgar Favors - Andrew Cunanan, Gianni Versace, and the Largest Failed Manhunt in U.S. History" von Maureen Orth und "Three Month Fever - The Andrew Cunanan Story" von Gary Indiana unternehmen diesen Versuch. Georg M. Oswald beschreibt zwar, dass Druckmedien durch Berichterstattung über den Mord an Gianni Versace eine Auflagensteigerung erreichen, während dies durch Bericht über den Mord an einem Friedhofswärter nicht unbedingt der Fall ist. Aber solche Allgemeinplätze sind leider fast alles, was der Autor zu berichten weiß. Schade, denn das Thema wäre interessant gewesen. Das zeigen die beiden amerikanischen Bücher. Immerhin ist das Buch sprachlich flüssig, und wenn man nicht weiter darüber nachdenkt, merkt man nicht einmal, dass nichts gesagt wird, was über Unterhaltungslektüre hinausgeht.

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Format:Gebundene Ausgabe
Im Sommer 1997 wird in Miami der Modedesigner Gianni Versace von dem schwulen, aidskranken Callboy Andrew Cunanan ermordet. Cunanan hatte vorher an verschiedenen Orten der USA fünf weitere Menschen getötet. In einem fiktiven Gespräch zwischen zwei Journalisten und eingestreuten, aus dem Internet entnommenen Zeitungsartikeln beschreibt Oswald den Weg Cunanans und die vergebliche Jagd nach ihm. Er geht auch auf die Gerüchte ein, Cunanan sei von der Mafia gedungen und unterstützt worden. Schließlich streut er noch ein wenig Medienkritik ein. Das Buch, spannend erzählt zwar, bleibt jedoch an der Oberfläche. Zu wenig wird über Cunanans Motiv gesagt, Oswald fällt zu oft in Allgemeinplätze in seiner erdachten Diskussion. Um wirklich zu wissen, was damals passiert ist, musste ich mir nach dem Lesen noch diverse Youtube-Videos anschauen. Damit hat das Buch eine wichtige Aufgabe verfehlt: Den Leser zu informieren. Bestenfalls als Einsteigerroman in den Fall Versace geeignet.
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