Diese Erkenntnis kam R. Giordano auf dem Gelände des ehemaligen KZ Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar. Vorausgegangen waren Chrustschows Enthüllungen auf dem XX. Parteitag der KPdSU über die Verbrechen in der Stalinzeit und die totale Ignoranz auf Seiten der SED - Führung diesen Verbrechen gegenüber. Angesichts der Massengräber, die die Nazis hinterlassen hatten, und der Massengräber des Kommunismus konnte der Verfasser nicht mehr schweigen und brach in der Folge mit dem Kommunismus.
Dieses Buch zeigt den Weg des zunächst gläubigen Jungkommunisten R. Giordano hin zum "Renegaten" über den Zeitraum von 1945 bis 1957. All seine Erlebnisse in Ost- und Westdeutschland in dieser Zeit hat er aufrüttelnd verarbeitet, seien es die Intrigen in der westdeutschen KPD, der Dogmatismus der SED, die aufkeimende Hoffnung nach dem XX. Parteitag der KPdSU oder die herabkrachende Keule des Ulbricht - Systems (z. B. die Verhaftungen von Harich und Loest durch die Stasi). Die Konsequenz, daß es keinen Kompromiß mit der Lüge geben kann, bestimmt seither das literarische Schaffen und das öffentliche Wirken Giordanos. Dieses Buch verdient es, neu aufgelegt zu werden, denn die Verharmlosungen und Verklärungen des roten Totalitarismus nehmen immer groteskere Züge an, die zweite große Verdrängungsgeschichte innerhalb von nur 60 Jahren ist in vollem Gange. Und dieses Buch sollte deshalb in die Schulen getragen werden, um der Lüge entgegenzuwirken.