Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Vorspiel (1. Akt) | |||
| 2. He! Ho! Waldhüter ihr | |||
| 3. Seht dort, die wilde Reiterin! | |||
| 4. Recht so! Habt Dank! | |||
| 5. He, du da! Was liegst du dort wie ein wildes Tier? | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Vom Bade kehrt der König heim | |||
| 2. Nun achte wohl und lass mich seh'n | |||
| 3. Mein Sohn Amfortas, bist du am Amt | |||
| 4. Nein! Lasst ihn unenthüllt | |||
| 5. Nehmet hin meinen Leib | |||
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| Disk: 3 | |||
| 1. Vorspiel (2. Akt) | |||
| 2. Die Zeit ist da | |||
| 3. Erwachst du? Ha! | |||
| 4. Jetzt schon erklimmt er die Burg | |||
| 5. Hier war das Tosen | |||
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| Disk: 4 | |||
| 1. Vorspiel (3. Akt) | |||
| 2. Von dorther kam das Stöhnen | |||
| 3. Du tolles Weib! Hast du kein Wort für mich? | |||
| 4. In düstrem Waffenschmucke? | |||
| 5. Heil mir, dass ich dich wiederfinde! | |||
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Zusammen mit Kubeliks Meistersinger von 1967, die ebenfalls von arthaus nun veröffentlicht wurden und mit Thomas Stewart voran über die wohl beste Sängerbesetzung verfügen (und dem von der DG jetzt günstig verkauften Lohengrin) zeigen sie einen großen, ernsten Interpreten weit entfernt vom Bild des böhmischen Musikanten, das von Kubelik noch so übrig geblieben ist.
Kubeliks Parsifal ist monumental, brucknerisch, der Klang der Aufnahme geradzu entgegengesetzt dem Bayreuther Mischklang oder Karajans "Impressionismus". Dadurch wird aber auch die ganze Härte des Wagnerschen Spätstils deutlich, da ist nichts süsslich und trotz Brucknernähe sind die massiven Choräle und Glocken des "Oberkirchenrats Wagner" (so Wagners selbstironische Widmung der Partitur an Nietzsche)kein Kniefall vor Rom sondern Teil des Dramas. Kubelik vermeidet große Temposchwankungen a la Furtwängler oder Barenboim, die meistens ja darauf hinauslaufen: leise = langsam, laut = schnell. Dadurch, dass er z.B. in den Verwandlungsmusiken das Tempo nicht anzieht, erreichen sie eine ungeheure Intensität, wie sie die anderen Schallplatten-Parsifale (außer vielleicht Levines BT-Livemitschnitt von 85) nicht erreichen.
Kurt Moll gibt geradezu eine sängerische Lehrstunde, er gestaltet sehr menschlich, ist viel präsenter als bei Karajan oder der Levine-Studio-Aufnahme. Sein Gurnemanz ist nie langweilig, die Stimme verfügt über alle Facetten von zarter Wehmut bis zu fast heldenbaritonalen Ausbrüchen, wobei der Basskern immer vorhanden ist. James King am Karriereende sicher nicht mehr strahlend, aber immer noch heldentenoral, Yvonne Minton sehr dramatisch, nicht so weich wie die Ludwig, eher wie die junge Meier. Weikl und Mazura in ihren Glanzparien auch auf ihren stimmlichen Höhepunkten, ohne die bei ihnen sonst leider oft zu hörenden Manierismen.
Der nicht weit hinten in der Gruft singende Salminen ist mit seinen drohenden "Enthüllet den Gral" fast schon allein den Kauf wert.
Blumenmädchen ( mit Lucia Popp !!!) und Chöre auf allerhöchsten Niveau.
Und abschließend braucht man für diese Aufnahme kein Textbuch, so textverständlich wird gesungen. Fazit: ernste Konkurrenz zu Soltis Wiener Parsifal, klanglich sogar noch "satter". Und eine wunderschöne Erinnerung an Rafael Kubelik!
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