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Parsifal [2 DVDs]
 
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Parsifal [2 DVDs]

Siegfried Jerusalem , Eva Randová , Wolfgang Wagner , Brian Large    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 26,99 Kostenlose Lieferung. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Siegfried Jerusalem, Eva Randová, Bernd Weikl
  • Regisseur(e): Wolfgang Wagner, Brian Large
  • Format: Classical, PAL
  • Sprache: Unbekannt (Dolby Digital 5.1), Unbekannt (PCM Stereo), Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (PCM Stereo)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Universal/Music/DVD
  • Erscheinungstermin: 3. Juli 2007
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 233 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000PC1N4A
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.195 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Bayreuth von seiner besten Seite: Horst Stein dirigiert Wolfgang Wagners Inszenierung von Parsifal - einer weitere Produktion aus dem UNITEL DVD Katalog jetzt auf Deutsche Grammophon
Wolfgang Wagners eindrucksvolle Inszenierung wurde 1981 unter der Filmregie von Brian Large live während der Bayreuther Festspiele aufgezeichnet. Heraus kam eine "Produktion, die die Festspiele von ihrer feinsten Seite zeigt." (The New York Times)
Siegfried Jeruslam in der Titelrolle des Parsifal, Eva Randova als Kundry und Bernd Weikl als Amfortas machen diese Produktion zu einer Dokumentation der Bayreuther Festspiele, die in keiner Wagnersammlung fehlen darf.


Interpreten:
Amfortas - Bernd Weinkl
Titurel - Matti Salminen
Gurnemanz - Hans Sotin
Parsifal - Siegfried Jerusalem
Klingsor - Leif Roar
Kundry - Eva Rondova
Chor der Bayreuther Festspiele
Orchester der Bayreuther Festspiele
Leitung: Horst Stein

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Polter, Rainer VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Eine gelungene Wiedergabe der Bayreuther Parsifal-Inszenierung von Wolfgang Wagner unter dem Dirigat vom Horst Stein in diesem Mittschnitt
von 1981. Das Bühnenbild geriet für meinen Geschmack teils etwas zu oppulent bzw. farblich übertrieben (andererseits gibt es uns einen Hauch
von Siegfried Wagners Parsifal von 1920!) bei den Wald-und Karfreitagswiesen-Szenen im Vergleich mit dem in etwa 10 Jahre späteren, in allen belangen etwas besseren Parsifal von Schenck/Levine an der MET). Mir jedoch sind die Szenen im Refugium des Grals ein wenig zu karg geraten. Das man des szenischen Genusses nun zur Gänze entraten könnte und, wie mein Vorredner bemerkte -
dem ich ansonsten aber überwiegend beipflichte, und lieber Bügeln sollte sehe ich aber nicht so! In der Tat, Horst Stein scheint mir beinah
ein wenig Bammel zu haben vor großen Emotionen, bei der Gralsweihe und dem Kartfreitagszauber bleibt er deutlich zu verhalten. leistet aber
insgesamt solide, kräftige, zügige Arbeit. Wagners wunderbare musikalische Komposition (und Levines gelungene Wiedergabe-MET) der
Gralskirchenglocken ist bei Stein jedoch nur ein dumpf angedeutetes basspedalähnliches Brummeln im Hintergrund, schade.
Der gute Hans Sotin leistet überzeugende, solide Arbeit als Gurnemanz, bleibt aber naturgemäß stimmlich etwas hinter Kurt Moll (beim MET-Parssifal)
zurück und agiert, laut Wolfgangs Regieanweisung, gegenüber Parsifal nicht als väterlicher Freund (wie Moll) sondern im 1. Akt teils etwas überheblich.
Eva Randova ist eine stimmlich kräftige, solide, aber etwas gewöhnungsbedürftige Kundry; die jedoch deutlich hinter Waltraud Meiers
Gestaltung und Wiedergabe (MET) zurück bleibt. Randova ist um klare Akzentuierung in der fremden Sprache öfters bemüht - jedoch
unterstreicht dies wiederum die Fremdartigkeit der Kundry-Figur. Ob jemals jemand die dämonische Zerissenheit, Verzweiflung und den Wahnsinn
Klingsors so adäquat umsetzen konnte wie Leif Roar (sogar seine Augen leuchten wirr) - ich weiß es nicht! Eine grandiose Besetzung, obgleich
ich in dieser Rolle auch gern Salminen gesehen hätte (hier singt er leider "nur" den Titurel). Ja, es ergeben
sich Parallelen zu "Saruman den Großen" im "Herr der Ringe" - aber wäre das nicht genau der Ansatz, der Jugend eine Brücke zwischen Wagner
und Tolkien zu bauen - Verwandtes gibt es doch zwischen den "Ringen" und im Parsifal in der Tat! Bernd Weikl bevorzugt bei seiner Interpretation
der Rolle des Amfortas vielleicht wirklich die Aspekte des Aufbegehrens und Todeswillens statt jener des bloßen Leidens - was mir eher
komplimentiert als anders herum. Noch besser erscheint er mir in der späteren MET-Produktion.
Siegfried Jerusalem , wie gewohnt, phantastisch und, ob seiner Jugend 1981 (im Vergleich zu seinem Auftritt von 1993 an der MET) deutlich
überzeugender als jugendlicher, tumber Tor. Ich wüßte gern, ob seine Taumeln und Stolpern kurz nach den berühmten Worten "Amfortas!" und "die Wunde!" im 2. Akt einer Absicht infolge einer Regieanweisung - oder ein gerader noch abgefangener, ansonsten bößer Sturz auf die Bretter des Ruhmes als Ursache hat. Eine werkgetreue, romantizistische Aufführung mit geringer Tendenz zum Kitsch - aber, im Vergleich
zu den Absurditäten des sogenannten modernen Regietheaters (Stuttgarter Ring zum Beispiel): eine wahrhaftige, gelungene Wiedergabe von
Wagners genialem Spätwerk! Ab und zu irritieren gerade bei den dunkel belichteten Szenen Kundry/Parsifal (2. Akt) einige Blitzlicht-Gewitter (oder sind es schlecht retouschierte Irritationen -sprich: Knitter- im ursprünglichen Video?). Unbedingte Kaufempfehlung!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Th. Fritz TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Diese DVD ist eine schöne Erinnerung an einen Dirigenten, der statistisch in Bayreuth mit bei den meistbeschäftigsten war. Dokumentiert ist er aber nur durch die DVDs der Meistersinger mit Weikl und Prey und dieses Parsifals. Stein war ein "Kapellmeister" der alten Schule, handwerklich passte immer alles, ganz große Interpretationen entstanden aber dann auch selten. Eine Alterskarriere wie Gunter Wand blieb ihm gesundheitsbedingt versagt.

Stärker als in den Meistersingern zeigt sich hier seine Handschrift. Wie ungerecht Musikrezension sein kann, zeigt der Vergleich mit Pierre Boulez - auch Stein nimmt den Parsifal ähnlich sachlich und zügig. Aber im Gegensatz zu dem für mich als Dirigenten absolut überschätzten Boulez zeichnet er Wagners Spätwerk geradzu holzschnitthaft und präsent nach. Das hat Kraft und feste Konturen, ein impressionistischer Parsifal ist das nicht. Es liegt aber in seiner Art, dass er die ganz großen Emotionen dann doch scheut, wie sie Levine in seinem rekordlangsamen Parsifal in Bayreuth oder Thielemann in Wien auf den CD-Mitschnitten erzeugen.

Trotzdem bleibt man musikalisch gefesselt, gerade wer sich neu mit dem Parsifal auseinandersetzt, ist hier bestens bedient. Das liegt auch an der Sängerbesetzung, die alle in Topform aufgenommen wurden: Bernd Weikl leidet schon fast zu kraftstrotzend. Hans Sotin, der den Gurnemanz ja über viele Jahre in Bayreuth gesungen hat und dann vom alten Wolfgang Wagner schnöde 2000 entlassen wurde ( was ja auch zum Abgang von Waltraud Meier u.a. führte), macht das kraftvoll und markig, kommt an Kurt Moll oder nun Rene Pape heran. Das tönt voll und kräftig - viele solche Bassstimmen gibts ja leider nicht mehr. Siegfried Jerusalem ist ein engagierter Parsifal, besser als als Stolzing und und hier eigentlich besser aufgehoben als beim Tristan und Siegfried, die er aber auch mit Anstand gestaltete. Eva Randova ist eine fulminante Kundry, nicht ganz so leidenschaftlich wie die Meier und samtig wie Christa Ludwig, aber überzeugend. Und der finstere Leif Roar singt den kastrierten Klingsor mit männlich-markiger Stimme.

So kann man diesen Bayreuther Mitschnitt gerne beim Lesen, Bügeln oder Meditieren genießen - das Bild braucht man nicht. Da sind konzertante Aufführungen oft spannender. Auch das kitschige Bühnenbild in den jeweils 1. Szenen des 1. und 3.Aktes tut fast weh. Und Klingsor steht wie Saruman der Große auf einem Türmchen, dass dann zusammengeklappt wird. Nein, ein guter Regisseur war Wolfgang Wagner nicht, manche Bühnenbilder sind ihm wenigstens besser gelungen, so in seinen letzten Meistersingern. Anderseits darf man angesichts heutiger Exzesse der Regisseure hier garnicht mehr so streng werten: Wie schon gesagt, wer sich dem Parsifal zum ersten mal nähert, bekommt das Bühnenweihfestspiel zumindest "werkgerecht".

Vielleicht gibt es ja noch mal den Parsifal von Götz Friedrich von 1985, ich weiß nicht, ob da nur eine CD produziert wurde oder auch gefilmt wurde.

So ist dieser Parsifal mit den genannten Einschränkungen auf DVD auf jeden Fall vor der Met-Verfilmung zu sehen. Nikolaus Lehnhoffs Parsifal hat gute Ansätze und interssante Ideen ( Thomas Hampson als Amfortas wie ein König Lear), überzeugt mich aber auch nicht voll in seiner Monochromie und Kent Naganos Dirigat bleibt einfach zu nüchtern und unbeteiligt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hans-Georg Seidel TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Wolfgang Wagner ist häufig antiquierter Inszenierungsstil vorgeworfen worden.Hier ist ihm aber eine bildhaft, farbstarke, geradezu klassische -Licht und Raum- Inszenierung gelungen, die überzeugt, eben kein reines Zeitgeistprodukt ist.Insbesondere Klingsors Auftritt im 2.Akt dämonisch involvierend, getragen von der "Powerstimme" Leif Roars, der hier eine Glanzleistung zeigt.Eva Randova zeigt als Kundry eine involvierende, sängerische Leistung mit nuancierender Subtilität und dramatisch forcierender Attacke.Bernd Weikl als Amfortas gestaltet lyrisch eindringlich.Hans Sotin ein wunderbar kernig klarer Gurnemanz.Siegfried Jerusalem ist ein absolut überzeugender Parsifal.Orchester und Chor unter Leitung des unvergessenen Horst Stein bzw. Norbert Balatsch überzeugend, inspiriert auf höchstem Niveau.
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Parsifal 0 14.10.2008
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