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Parrot und Olivier in Amerika: Roman [Gebundene Ausgabe]

Peter Carey , Bernhard Robben
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2010
Parrot und Olivier sind zwei Schiffbrüchige des Lebens: Olivier ist adliger Franzose und auf der Flucht vor der Revolution. Parrot ist der buntscheckige Sohn eines englischen Kupferstechers und Falschmünzers, ein Stimmenimitator, den es einmal um den Globus jagt, bis er schließlich Frankreich erreicht. Ein zwielichtiger, einarmiger Marquis spannt sie zusammen: Olivier soll die Gefängnisse der neuen Demokratie von Amerika studieren und Parrot ihm als Kopist, Wächter und Spion folgen. Nie hat ein ungleicheres Paar seine Füße auf die Planken eines Schiffs gesetzt. Die Reise ins Land der Feuerwaffen und der rauen Sitten wird zu einem komischen Parforce-Ritt. Peter Careys »erzählerischer Mut, sein schier unerschöpflicher Einfallsreichtum und seine überbordende Bilderwelt« (The Sunday Telegraph) machen aus dem Abenteuer ein Feuerwerk, an dem Dickens seine Freude gehabt hätte.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
  • Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (1. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100102347
  • ISBN-13: 978-3100102348
  • Originaltitel: Parrot and Olivier in America
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 53.425 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»nicht nur ein gewohnt praller, farbiger, ausschweifender, tragikomischer und dicker Carey-Wälzer […] Sondern auch ein Werk über die Entstehung von Demokratie, ihre Gewinner und ihre Verlierer«
Pia Horlacher, NZZ am Sonntag, 23.1.2011

»Kein Thema ist dem zweifachen Booker-Prize-Gewinner zu groß, um es nicht in Weltliteratur zu verwandeln.«
Hannah Pilarczyk, Spiegel Online, 18.11.2010

»Blutvoll, lebensprall, sprachmächtig sind seine Romane – Bernhard Robben hat diesen mit feinem Gespür für Wortreichtum, Ironie, Rhythmus übersetzt.«
Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau, 10.10.2010

»mit viel Ironie, Scharfsinn und Spaß an der Provokation. […] Peter Carey ist nicht nur ein sprachgewaltiger Erzähler, sondern auch ein raffinierter Spieler und Trickser.«
Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.1.2011

»einen rundum gelungenen Roman […], dessen warmherziger, wohldosierter Humor sich verbindet mit scharfsinnigen, weisen Beobachtungen der menschlichen Natur, süffisanten politischen Kommentaren und einem herrlich geschliffenen Stil.«
Jürgen Brôcan, Neue Zürcher Zeitung, 4.10.2010

»fulminantes Schelmenstück über Stand und Würde. […] das ist so randvoll mit geistreicher Tändelei und ironischem, ja: brüllend komischem Witz, dass alle Kehlmänner erblassen müssten«
Oliver Jungen, Literaturen, Dezember 2010

»Gerade im ständigen Wechsel der Perspektiven liegt der besondere Reiz des Werks. Zwei Welten stoßen aufeinander, die gegensätzlicher kaum sein könnten.«
Johannes Kaiser, Norddeutscher Rundfunk, NDR Kultur, 8.10.2010

»ein urkomisches Abenteuer«
Cosmopolitan, Dezember 2010 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Peter Carey, 1943 in Australien geboren, lebt seit rund zwanzig Jahren in New York. Rund um den Globus sind seine Bücher Bestseller; neben J. M. Coetzee und Hilary Mantel ist er der einzige, dem der renommierte Booker Prize zweimal verliehen wurde – 1988 für ›Oscar und Lucinda‹ (Fischer Taschenbuch Bd. 18446) und 2001 für ›Die wahre Geschichte von Ned Kelly und seiner Gang‹ (Bd. 16017). Zuletzt erschien bei S. Fischer ›Die Chemie der Tränen‹. Bei FTV liegen außerdem vor: ›Mein Leben als Fälschung‹ (Bd. 16246), ›Wrong about Japan‹ (Bd. 16840) und ›Liebe. Eine Diebesgeschichte‹ (Bd. 17405).

Bernhard Robben, geboren 1955, Übersetzer und Journalist, lebt in Brunne/Brandenburg und übersetzt aus dem Englischen u. a. Ian McEwan, Salman Rushdie, Martin Amis, Patricia Highsmith, Peter Carey und Philip Roth. 2003 wurde er für die Übersetzung des Romans ›Abbitte‹ von Ian McEwan und für sein Lebenswerk mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet, 2013 mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis.

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5.0 von 5 Sternen Für mich DAS Buch des Jahres 2010! 31. Dezember 2010
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Peter Carey gelingt in seinem neuen Buch ein ausgezeichnetes Werk, das virtuos und originell zwei grundverschiedene Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet! Zum einen Olivier de Garmont, "Lord Migräne", ein verwöhnter adliger Franzose in den Wirren nach der französischen Revolution, der von seiner Mutter nach Amerika in Sicherheit gebracht wird. Auf der anderen Seite John "Parrot" Larrit, der von seinem Herrn und Gönner als Diener und Aufpasser Olivier mitgeschickt wird. Die wechselnde Perspektive in der Carey seinen Roman verfasst bringt uns beide sehr schnell näher und läßt das Leben der beiden Protagonisten für uns lebendig werden. Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich Zuneigung und später sogar echte Freundschaft. Die Vorzeichen ändern sich in der neuen Welt natürlich grundsätzlich und am Ende bleibt ein wohliges Gefühl beim Umschlagen der letzten Seite beim Leser haften.
Ich kann dieses Buch - wie übrigens die anderen Bücher von Peter Carey ebenfalls - vorbehaltlos empfehlen. Es ist von großer sprachlicher Finesse, rührender und witziger Einfälle und ein wunderbares Sittengemälde Amerikas und Europas des frühen 19.Jhds. In vielen Passagen ist auch sehr deutlich ein augenzwinkernder Vergleich mit dem heutigen Amerika spürbar. Dieser Roman macht sehr viel Spass und läßt sich sehr schwer aus den Händen legen! Nicht umsonst gab es Nominierungen zum "National Book Award" und für den "Booker Prize", den Peter Carey übrigens beereits zweimal gewann.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skurille Charaktere 3. November 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Bravourös, beredt, mit einer intensiven, assoziativen und bildhaften Sprache gestaltet Peter Carey sein neues, elftes, Buch. Das beginnende 19. Jahrhundert mit seinen fundamentalen gesellschaftlichen Umwälzungen bildet die Blaupause, auf der er die fantastische, humorvolle und rasant geschriebene Geschichte seiner beiden Protagonisten in den Raum setzt.

Revolution, Feindschaft zwischen Frankreich und England, die mit allen Tricks ausgefochten wurde und die jungen vereinigten Staaten, die erst seit einem Vierteljahrhundert ihren demokratischen Weg in die Weltgeschichte setzen sind die Handlungsorte, wobei der Schwerpunkt der Geschichte in Amerika spielen wird.

Olivier ist der Spross einer französischen Adelsfamilie, die zum überwiegenden Teil mit viel Glück in den Wirren der französischen Revolution die Köpfe auf dem Hals behalten konnte, auf dem Landgut in der Normandie die Dinge abwarten, durchaus aber bereit sind, jeden Versuch mit zu unternehmen, die Monarchie wieder zu unterstützten. Olivier, das leicht erregbare, anfällige Kinder immer mitten drin und mit dabei.

Zeitgleich wächst John "Parrot" Larrit in England auf unter wesentlich ärmeren und gefährlicheren Umständen. Mit seinem Vater, einem Drucker, zieht der Halbwaise durch die Lande und verdingt sich als Druckerhelfer und Lehrling an den Orten, an denen sein Vater Arbeitet findet. Hochbegabt als Kopist und Zeichner ist Parrot, doch ein Weg als Künstler steht ihm ob seiner niederen Herkunft nicht offen. Zudem birgt vieles der Druckkunst seine Gefahren, vor allem der Druck gefälschter Banknoten und so gerät Parrot ohne sein eigenes Zutun in unhaltbare Situationen.
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