Lynn Blanchett, die Tochter der berühmtem Modedesignerin Jodie Blanchett, ist leider nicht mit besonders viel Selbstbewusstsein gesegnet. Und so fliegt Lynn mit einem flauen Gefühl im Magen nach Paris, wo ihre Mutter ihr einen Job bei der aufstrebenden Modedesignerin Muriel verschafft hat. In Paris gerät Lynns Leben ordentlich durcheinander. Während sie damit beschäftigt ist, ihr Selbstvertrauen aufzumöbeln, verliebt sie sich in ihren Kollegen Nicolas, bandelt mit einem Medientycoon an und hat auch sonst allerlei durchzustehen ...
Von der ersten bis zur letzten Seite verknüpft Francisco Gerson gekonnt die für einen Chick Lit so typisch oberflächliche Leichtigkeit mit einer herzerfrischenden Heldin, die eindeutig mehr zu bieten hat, als die seelenlosen Hüllen der meisten Protagonistinnen in diesem Genre. Lynns Kommentare über ihr chaotisches Leben in Paris sind zwar höchst amüsant, aber auch geprägt von ihrem Wunsch, endlich als eigenständige Persönlichkeit anerkannt zu werden und nicht nur als Tochter einer berühmten Designerin. Weitere Pluspunkte sind der interessante Schauplatz, sowie die durchweg wunderbaren Nebencharaktere. Muriel ist mit Fug und Recht als durchgeknallt zu bezeichnen, aber sie wird Lynn auch eine gute Freundin. Lynns Liebesleben entwickelt sich in Paris zu einem wahren Tohuwabohu und entzückt mit einem wunderschönen Happy End. Es gibt sie also wirklich noch: witzige Chick-Lit-Romane mit unverbrauchten Ideen. Vielleicht sollten sich Männer öfter einmal an diesem Genre versuchen. (StS)