Gut. Dieses Buch ist grundsätzlich anders. Es hält sich nicht groß an Erzählregeln, die Ereignisse geschehen in unterschiedlichen Zeiträumen und nicht chronologisch gereiht. Und wer sich ein Buch über Paris erwartet ist auch fehl am Platz - denn, wie der Autor am Anfang sagt - das ist kein Reiseführer, es könnte auch in jeder anderen Stadt handeln.
Der Protagonist Luke ist anfangs ziemlich unsympathisch. Auch so mancher Dialog mit Kumpel Alex ist unnötig in die Länge gezogen, schwer zu folgen und scheint - vor allem für Nicht-Filmfreaks - zusammenhangslos.
Aber das Buch gefällt mir. Ich mag die Stimmung, die es erzeugt, die Stimmung von Euphorie und intensivem Glück, ich mag die Gedanken, die der Autor sich dazu macht, die daraus entstehen, die die Protagonisten selbst haben. Das Buch ist auf seine Art und Weise eine Hymne an das Leben, euphorisches Glück und leidenschaftliche Liebe. Ich bin nicht unbedingt einverstanden mit der Vergänglichkeit, die das Buch als Konsequenz hat, finde es aber sehr schön, wie er die Möglichkeiten, mit einer solch intensiven Erfahrung umzugehen, gegenüberstellt. Und für alle, die einmal eine längere Zeit im Ausland verbrachten und dort das "Dolce Vita" genossen, ist es sowieso ein Muss.