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Paris, Texas
 
 

Paris, Texas

Harry Dean Stanton , Nastassja Kinski , Wim Wenders    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski, Dean Stockwell
  • Regisseur(e): Wim Wenders
  • Komponist: Ry Cooder
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 21. April 2006
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 139 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000EMTGNG
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.839 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

In der texanischen Wüste wird ein halbverdursteter Mann gefunden, der scheinbar Sprache und Erinnerung verloren hat. Walt identifiziert ihn als seinen Bruder Travis, der vor Jahren verschwunden war und dessen Sohn Hunter bei ihm lebt. Nach einiger Zeit beginnt Travis wieder zu sprechen und gewinnt das Vertrauen seines Sohnes, mit dem er sich auf die Suche nach seiner Frau Jane begibt. Er findet sie in einer Peep-Show.

Produktbeschreibungen

Vier Jahre nach seinem Verschwinden taucht der tot geglaubte Travis in einer Steinwüste nahe der mexikanischen Grenze auf. Ein Arzt benachrichtigt seinen Bruder Walt, der den erinnerungslosen Mann in seinem noblen Haus in L.A. aufnimmt. Bei Walt trifft Travis auch auf seinen siebenjährigen Sohn Hunter, der seit der Trennung seiner Eltern bei seinem Onkel lebt. Zögerlich kehren Travis' Erinnerungen zurück und auch sein misstrauischer Sohn fasst langsam Vertrauen. Gemeinsam mit Hunter begibt sich Travis auf die Suche nach seiner verschollenen Frau Jane Der Beginn einer abenteuerlichen Odyssee durch den kargen Südwesten Amerikas...

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Kundenrezensionen

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. M.
"Paris, Texas" wird, da muss man kein Prophet sein, im Schaffen von Wim Wenders nicht mehr zu übertreffen sein. Er betreibt hier in Perfektion, was auch viele andere seiner Filme ausmacht: ein ruhiger, in den Einzelszenen mitunter zur Erstarrung neigender Inszenierungsstil, in dem Musik und Landschaften eine ähnlich gewichtige Rolle spielen wie die Figuren. Zu der kargen Landschaft der texanischen Wüste, durch die Harry Dean Stanton in der langen Exposition als geheimnisvoller Mann ohne Sprache irrt, gesellen sich die Seelenlandschaften, die sich auf den Gesichtern der Akteure abbilden und die die Kamera nicht minder wirkungsvoll einzufangen weiß: Harry Dean Stanton spielt die Figur eines gebrochenen Mannes namens Travis Henderson, der sich auf den Weg macht, die durch seine Schuld zerstörte Familie wieder zusammenzubringen, in unübertrefflicher Manier. Hat man ihn in diesen Film gesehen, kann man sich den Darsteller kaum noch als fröhlichen und sorgenfreien Menschen vorstellen. Auch Nastassja Kinski glänzt in ihrem vergleichsweise kurzen Auftritt am Schluss als verletzliche junge Frau, die auf ihre Weise am Zusammenbruch der Familie mitgewirkt hat und nun in einer Art Seelengefängnis sitzt, aus dem sie erst befreit werden muss. In der Mitte des Films geht es um Travis' Zu-sich-Kommen, seine Selbstfindung, und das Gefundenwerden seines Sohnes Hunter, der die letzten Jahre in der Familie seines Onkels Walt verbracht hat und der seinem natürlichen Vater völlig entfremdet ist. Auch hier gelingen Wenders Szenen, Bilder von emotionaler Wucht, etwa wenn Travis auf Hunters Schulweg geduldig um das Vertrauen seines Sohnes wirbt.

Es geht in diesem Film, übrigens Gewinner der Goldenen Palme von Cannes 1984 und nominiert für einen Golden Globe, um Schuld, Verlorenheit, Reue und Erlösung - elementare Menschheitsthemen, die Wenders so ins Bild gesetzt hat, dass die zweieinhalb Stunden nicht langweilig werden, was in Anbetracht der nicht gerade komplexen Handlung besonders bemerkenswert ist. Nicht jeder aber - auch das muss gesagt werden - wird bereit sein die nötige Geduld für Wenders' behäbig-elegische Erzählweise aufzubringen.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die grosse Liebe 6. August 2009
Von zopmar
Wenn Wim Wenders nur diesen einen Film gedreht hätte, wäre er schon einer der ganz großen Regisseure gewesen. Bereits die erste Einstellung nimmt einen gefangen mit den Bildern der endlosen Wüste und dem unverkennbaren Soundtrack dazu. Es lässt einen nicht mehr los, wie um den fast stummen Harry Dean Stanton eine Geschichte entsteht, die in die Vergangenheit weist. Alles läuft auf die Konfrontation in dem peepshowartigen Etablissement hinaus, wo er seine Frau wiederfindet. Es gibt keine sensiblere Darstellung einer einstmals großen Liebe, die zerbrochen ist, wobei die Ursachen von den Betroffenen benannt werden. Schauspielerisch, dramaturgisch und optisch ist das nicht mehr zu toppen. Ganz behutsam werden wir Zeuge des gegenseitigen Erkennens durch die abgedunkelte Trennwand. Und weil der Zuschauer genug Details kennt, wird er mit in den Sog dieses Wiedererkennens der beiden hineingezogen. Emotional lässt das keinen kalt, ebenso wenig wie der unerwartete Schluss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es gibt Filme, die sieht man und schon nach kurzer Zeit erinnert man sich an nichts mehr aufgrund der schnelllebigen Zeit. Dieser Film ist ein Ereignis der besonderen Art. Schon 28 Jahre, nachdem der Film erstmals in Cannes gezeigt wurde und nach rechtlichen Problemen erst Anfang 1985 in die deutschen Kinos kam, habe ich "Paris, Texas" nun erstmals auf DVD gesehen. Was diesen Film ausmacht, ist sicherlich nicht seine Handlung, die recht einfach gestrickt ist und vielleicht für manche nur sehr langsam vorankommt. Wer die knapp 140 Minuten Spielzeit durchhält, wird belohnt mit einem Feuerwerk von Bildern, die sehr schön fotografiert sind und im Gedächtnis bleiben. So stellt man sich Amerika vor. Dazu kommt die grandiose Musik vom Slide-Gitarristen Ry Cooder, mit dem Wenders oft zusammen gearbeitet hat, u.a. auch bei "Buena Vista Social Club". Wer sich auf die Atmosphäre des Films einlässt, wird diesen niemals langweilig finden. Die Figur des Travis wird von Harry Dean Stanton herausragend verkörpert. Nastassja Kinski war wohl selten besser als hier als gesuchte leibliche Mutter Jane. Wim Wenders hat schon tolle Filme gemacht. Dieser gehört zweifellos zu seinen größten und eindrucksvollsten Werken. Viele glauben sogar darin sein Meisterwerk zu sehen. Ich könnte mich dieser Meinung durchaus anschließen. Wenn es ältere Filme gibt, die unbedingt mal wieder im Kino gezeigt werden sollten, sollte dieser dazu gehören. Ich würde ihn mir anschauen wollen. Wer Bilder mag, wird diesen Film lieben.
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