Kurzbeschreibung
Auf ihrem dritten Album vereint die Schwedin LENA MALMBORG Pop, Folk, Gospel und Soul zu zwölf raffiniert arrangierten, Ohrwurm-verdächtigen Songperlen. Produziert von MATS BJÖRKE (MANDO DIAO). Bereits für ihre Debüt-CD 'A New Life, A New Time, A New Religion' wurde die Singer / Songwriterin mit Kritikerlob überhäuft, dem das nicht minder grandiose 'Real Love' folgte. Mitten in den Aufnahmen zu Album Nummer 3 - das bekanntlich das schwerste sein soll - empfand MALMBORG einen gewissen Mangel an Ideen. Ein Ortswechsel nach Berlin, wo sie im Frühjahr diesen Jahres eine unbeschwert-entspannte Zeit ohne Kreativdruck verlebte, brachte neue künstlerische Inspiration für Paris To Berlin, das nach der Rückkehr nach Stockholm mit Produzent MATS BJÖRKE (MANDO DIAO) und zahlreichen Gastmusikern, darunter CARL-JOHAN FOGELKLOU (MANDO DIAO), DANIEL JOHANSSON (FRISKA VILJOR) und CARL NORÉN (SUGARPLUM FAIRY), fertig gestellt wurde. Ein wunderbarer, detailreich arrangierter Stil-Mix aus Pop, Folk und Soul, zu dem sich die Sängerin mit der einnehmenden Stimme u.a. von alten Gospel-Aufnahmen anregen ließ.
Eigentlich wollte die Schwedin Lena Malmborg wegen ihrer Schreibblockade eine Weile nach Paris abhauen. Daraus wurde nichts: Frankreichs Hauptstadt war einfach zu teuer. Also ging's mit Sack und Pack - genauer gesagt: mit ihrem Lebensgefährten Daniel Johannson von Friska Viljor und dessen Kompagnon Joakim Sveningsson - statt an die Seine an die Spree. Ein ganzes Frühjahr lang dauerte dieser Inspirationsurlaub; das dabei entstandene dritte Album musste folgerichtig "Paris to Berlin" heißen. Musikalisch hilft der Titel aber nicht weiter, denn weder der aufgekratzte Indie- und Elektrosound Berlins noch Chansoneskes haben sich nachhaltig eingeschlichen. Nein, eigentlich hört Malmborg sich an wie vorher. Ruhige Songs mit Schwerpunkten in Folk und Country sind ihr Metier, die Stimme ist dabei oft auf dem Sprung zum Soul, und am Ende gibt es einen Raussschmeißer in ihrer Muttersprache. Fast schon ein bisschen zu entspannt das Ganze. Ein paar mehr starke Songs wie "Messenger Blues" hätten es gerne sein dürfen. (kab)