Denkt man an Alfred Döblin, fällt einem automatisch sein Erfolgsroman "Berlin Alexanderplatz" ein. Doch auch dieses recht unbekannte Werk Döblins, sollte man nicht verachten. Nach dem Tod des Vaters, zieht die Mutter mit Karl und seinen beiden Geschwistern nach Berlin. Sie lernen die Armut kennen, und nach einem gescheiterten Selbstmordversuch der Mutter muß Karl für die Familie sorgen. Der bald darauf erwachende Ergeiz der Mutter treibt Karl in die Fabrik des Onkels, wo er bald Karriere macht und durch eine arrangierte Hochzeit in die besseren Kreise aufsteigt. Doch ist dies das Leben, welches Karl leben möchte? Oder ist es nur der Wunsch der Mutter? Eine sehr interessante Geschichte entsteht über eine zu intensive Mutter-Sohn-Beziehung, Berlin der zwanziger Jahre, die Weltwirtschaftskrise, Identitätssuche orientierungslos gewordener Bürger.