"Tokyo Nights" fand ich zumindest um einen Stern unterhaltsamer als die beiden US-Filme zum Thema. Das Pacing in diesem Film ist wesentlich besser, das (engere) Haus mit seinen verwinkelten Gängen und Treppen funktioniert effektiver als Set, vor allem aber die Charaktere hierin wissen schneller und besser zu gefallen.
Gegen Ende zieht der Gänsehautfaktor nochmal ordentlich an. Sind die Vorkommnisse für den Großteil des Films eher ungefährlich, meinen auch die Figuren das Geschehen psychisch verkraften zu können, entgleitet ihnen die Kontrolle zusehends mit dem Erstarken der paranormalen Manifestation des Bösen.
Harukas Besessenheits-Szenen lassen nicht bloß den Zuseher schaudern, sondern schlussendlich auch ihren Bruder endgültig in Panik verfallen.
Schade ist einzig und allein, dass zwar der japanische Originalton auf der DVD zu finden ist, leider jedoch keine deutschen Untertitel. Die Synchronisation ist unauffälliger Durchschnitt.