Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Metal Welt, die sich dreht... für immer und ewig, 28. Februar 2006
Nach der Geburt des Heavy Metal legten Black Sabbath mit Paranoid nach. Nur wenige Monate nach dem glorreichen Debüt beeinflusste dieses klassische Album die Richtung der Underground Metal Bewegung mit einer Ansammlung gradliniger, prägnater Songs, die im Gegensatz zu den experimentellen und anspruchsvollen Stücken des Vorgängeralbums stehen.Auch hier ist eine Rezension eigentlich überflüssig! Ein classic Heavy Metal Album. Die CD habe ich unzählige Male angehört und ich kann immer noch nicht genug davon bekommen. Der Sänger des Quartetts John "Ozzy" Osbourne erzeugt mit seiner übernatürlichen, starken Stimme eine schaurige, mystische Atmosphäre, wie sie sonst keiner schafft. Die Stimme bewegt sich in den Grenzen, die Tony Iommi mit seiner Gitarre zeichnet. Sie ist sehr wichtig für die Band um deren musikalische Wirkung auf die Zuhörer passend zu transportieren. Iommis Riffs haben einen bedeutend höheren Status erreicht als noch auf dem selbst betitelten Debütwerk. Seine Riffs bestechen nicht nur durch unbeugsame Härte, sondern haben auch Herz, Leidenschaft und Struktur. Das letzte Stück des Albums "Fairies Wear Boots" zeigt wie unglaublich faszinierend sein Gitarrenspiel sein kann. Einerseits wehklagend in Qual und Mitleid, andererseits leicht schaukelnd wie ein Blatt eines Baumes im Wind. Keine andere Band als Black Sabbath kann besser eine Atmosphäre aus dem Jenseits illustrieren. 1970 war dies einfach unfassbar. Das herausragende Instrument, das für dieses mysteriöse Gefühl verantwortlich war ist die Bassgitarre von Geezer Butler. Im Titeltrack bildet er den Angelpunkt, in dem er den Song treibt, während er in Planet Caravan trotz bedrohlicher Anwesenheit beruhigend wirkt. Der andere Teil des Rhythmus ist verankert durch Bill Wards scharfsinniges Gefühl für Timing und Wohlklang an den Drums. Die unvergessene Meisterleistung Black Sabbaths auf Paranoid ist die Schaffung des Genres Doom Metal. Der Doom bedeutet den unverzichtbaren Glauben an die Vernichtung. Diese "negative Kunst" verfolgt jedoch optimistische, klare Ziele. Ursprünglich sollte das Album "War Pigs" heißen, dies wurde jedoch wegen des Vietnamkrieges von der Plattenfirma abgelehnt.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es gibt wenige Klassiker aus frühen Tagen des schweren ..., 8. April 2005
Sounds. - Deutsche Schlagerparade Ende 1970: Chris Roberts, Edwin Starr, Tremeloes, Christie, Dalia Lavi, Bata Ilic, Rattles, Miguel Rios (A Song of Joy). Und an der Spitzenposition? - "Paranoid" von Black Sabbath, die Single ist schon schon Monate in den Charts. Dieser pulsierende schwere Stil war neu, und war gerade als Kontrast neben deutschen Schlager im Röhrenradio reizvoll. Was war das für ein neuer Stil? Black Sabbath war laute, bleischwere, verrückte Beatmusik mit unheimlichen Texten? Angeblich musste der Titel in 10 Minuten im Studio improvisiert werden, da auf die Plattenfirma noch einen kurzen Song verlangte, O. Osbourne las den Text bei der Aufnahme vom Blatt ab. - "War Pigs" ist mit seiner unaufdringlich düsteren Stimmung eine der besten Heavy Kompositionen überhaupt, er eignete sich auch als Filmmusik bei der stummen Betrachtung einer brennenden und rauchenden Landschaft. Ich finde, alleine wegen diesem Track lohnt der Kauf. Bill Ward war meist im Hintergrund. Nur einmal las ich 1973 in einem Musiklexikon von Ingeborg Schober, daß er einer der weltbesten Schlagzeuger sei. Sein Stil in "War Pigs" mit seinen Tempi-Wechseln, zähflüssigen bleischweren Bass-Trommeln ist wirklich klasse. Obwohl die Platte unter Zeitdruck und wenig Geld produziert wurde: Die einzelnen Instrumente kommen sauber getrennt rüber, bei späteren Black Sabbath Platten wurde dieser weite stereophone Raum nicht mehr erreicht. - "Hand of Doom", auch klasse. Zeitgemäß geht es um den Vietnam Krieg und eine Heroinabhängigkeit. Ein harter Anti-Drogen Song. Gelungen ist das überraschende Gitarrensolo im Mittelteil. Auch Iommis zeitlupenartige Lava-Gitarre ist gut abgemischt, damals die Trademark der Band. - Ebenfalls mit "Iron Man" erblickt hier ein Live-Dauerbrenner das Licht der Welt. Das zähflüssige schwere Riff, am Ende das (kurze) Echoschreien, das waren neue provokative Töne für die Chanson-/Schlager-/Klassik-/Beatmusikkultur um 1970. Aus der so mancher Streit mit den Eltern/der Schwester resultierte. Persönlich finde ich die LP "Paranoid" kompositiorisch gelungener als das Debüt und die beste Platte der Gruppe überhaupt. Auch wenn die Gruppe sich 1971 aufgelöst hätte / oder wenn es danach bis heute nie mehr Heavy Rockmusik gegeben hätte - auch dann befände sich "Paranoid" im Pantheon der modernen Musikgeschichte. Als eine der wenigen mit "Deep Purple in Rock", "Led Zeppelin II", "Fire and Water" und Uriah Heeps "Salisbury". Auch als Langspielplatte schaffte "Paranoid" die Spitzenposition der UK / BRD-LPCharts. - Mir gefällt an dieser Platte noch manches mehr. Die Texte sind (im Gegensatz zur ersten Platte) nicht okkult. Mit diesem Image war die Gruppe nicht glücklich, die Plattenfirma hatte es ihnen mit dem umgedrehten Kreuz gegen ihren Willen reingeröngt. Auf "Paranoid" gibt es z.T. wirklich gute bewegende Texte: Das agressive Antikriegslied "War Pigs", der todesschwangere Drogenprotest "Hand of Doom" oder die Lebens- und Beziehungsschwierigkeiten einer debilen Persönlichkeit ( Titeltrack). Nein, hier merkt man, daß Iommi und seine Mitspieler ein natürliches Empfindungsvermögen zeigen, daß Furcht und Abstand vor negativen Dingen wie Krieg zeigt. Gut kommt auch die schlichte Gestaltung des Innencovers und daß Mr. Osbourne noch Zurückhaltung zeigte. Nein, "Paranoid" wirkt wie ein gereiftes Werk von seriösen jungen Musikern, keinesfalls aufgesetzt. - Die Plattenfirma "Vertigo" lies in der ersten Zeit die LP mit einem Op-Art Sticker drucken, der beim Drehen eine optische Täuschung suggerierte und war anfangs mit dem Slogan "der neue Klang aus dem Underground" für Black Sabbath. Damals besaßen auch viele Hörer von anderen Klängen (ELP, King Krimson, Beggars Opera, Free) diese LP.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Black Sabbath erfolgreichstes Album, 9. Juni 2000
Von Ein Kunde
Ende 1970 hatte die Deutsche Hitparade unter den ersten Zehn zu bieten. Edwin Starr, Tremeloes, Chris Roberts, Christie, Dalia Lavi, Bata Ilic, Rattles, Deep Purple, Miguel Rios (A Song of Joy) und an der Spitzenposition? "Paranoid" von Black Sabbath, das sich als Single schon viele Monate in den Top Ten hielt. Die Pop-Welt war noch jung und frisch. Der Hard-Rock Sound der Black Sabbath neu und ungewohnt. Er beeinflußte manche Gitarristen jener Zeit, etwa Mick Ronson, der bei David Bowie arbeitete, oder die Frijd Pink (The House of the Rising Sun). Meiner Meinung das beste, was die Gruppe je gemacht hatte, zu einem Zeitpunkt entstanden, als es die Begriffe "Hard-Heavy" offiziell noch nicht gab und dieser Sound ungewohnt aus dem Röhren-Radio kam. Damals besaßen auch viele Hörer von progressiven Klängen (ELP, King Krimson) diese LP. "War Pigs" ist mit seiner unaufdringlich düsteren Stimmung eine der besten Heavy Kompositionen überhaupt, er eignete sich auch als Filmmusik bei der stummen Betrachtung einer brennenden und rauchenden Landschaft. Ich finde, alleine wegen diesem Track lohnt der Kauf der CD. Über den Schlagzeuger Bill Ward wurde meines Wissens nicht viel geschrieben. Nur einmal laß ich 1973 in einem Musiklexikon, daß er einer der weltbesten Schlagzeuger sei. Sein Schlagzeugspiel in "War Pigs" mit seinen Tempi-Wechseln, zähflüssigen bleischweren Trommeln und sich auslebenden Höhepunkten ist eine der originellsten Drum-Leistungen der Popgeschichte. Diesen tollen Drums-Sound haben Black Sabbath - finde ich - nur auf ihren ersten beiden LP`s hingekriegt. Seltsam, da diese bekanntlich unter großem Zeit und Gelddruck produziert wurden. "Paranoid" hat im Gegensatz zum Debütalbum bessere Kompositionen. Die Covergestaltung ist noch schlicht und nicht übertrieben. Die Musiker tragen Kreuze und Jeans und sitzen auf einer Wiese. Meine Favoriten "War Pigs", "Paranoid", der Anti-Drogen Song "Hand of Doom". Hätten die Black Sabbath sich 1970 aufgelöst oder hätte es niemals eine weitere Hardrockbewegung gegeben oder hätte sich Ozzy Osbourne niemals zu einer Solokarriere entschieden: Mit Paranoid wäre der Gruppe ein Platz im Musik-Pantheon der Siebziger sicher. Der Sound war neu, originell und frisch und klang nicht übertrieben oder aufgesetzt. Es gibt übrigens auch keine okkulten Lyriken auf dieser LP, die Texte sind gut, vor allem "War Pigs" und "Hand of Doom". Wenn man von Black Sabbath nur eine CD besitzen möchte würde ich zu dieser raten. Thomas Richter, Frankfurt
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