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Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
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am 6. Mai 2004
Grundsätzlich finde ich es prima, wenn sich Autoren eines aktuellen Themas annehmen. Und ich bin jeder Autorin dankbar, die nicht süß-verrührten Hera-Lind-Kitsch produziert von ach so starken Frauen, die ihren Mann stehen...
Was das angeht, eigentlich 5 Sterne für Tine Wittler. Es gibt ein Aber, dazu komme ich gleich. Ihr Thema: plötzlich wirst Du arbeitslos, weil Deine Firma Stellen streicht. Du weißt nicht, was und wie Dir geschieht. Du hast doch immer fleißig gearbeitet, Deine Überstunden angesammelt, warst bei den Kollegen beliebt und hast Deine Sache ziemlich gut gemacht. Wieso trifft es also Dich?
Marnie, die Heldin aus PARALLELWELT, sieht sich in ebendiese Lage versetzt. Und muß dann erst mal mit sich selbst klar kommen. Mit den Freunden. Mit den Eltern. Mit den Kerlen. Das geht nicht ohne zahlreiche Ups & Downs. Wittler gelingen dabei immer wieder treffende, kauzige oder auch einfach nur anrührende Szenen.
Die 5 Sterne habe ich deshalb nicht vergeben, weil die gute Marnie noch vor Ende ihrer Kündigungsfrist schon wieder einen neuen Job hat - da hat sich die Autorin wohl nicht getraut, ihre Heldin wirklich leiden zu lassen. So bleibt es bei "ein bißchen Arbeitslosigkeit" - schade. Das Thema hätte mehr verdient.
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am 20. Juni 2005
Da warte ich nun, ja das gebe ich zu, auf das Erscheinen von "parallelwelt" im TB-format & werde enttäuscht.
Ich konnte es kaum erwarten mich mit dem Buch auf den Balkon zu hocken und es zu lesen.
Doch was sich da auftat, war alles andere, aber nicht so, wie ich es erwartet habe.
Nachdem ich "Die Prinzessin und der Horst" und "Horst go home" verschlungen habe, musste ich mich zusammennehmen, dieses Buch nicht einfach ins Regal zu stellen. Während die Erstlingswerke von Tine Wittler von Dialogwitz leben, finden wir bei "parallelwelt" seitenweise Monologie und Monotonie, in denen sich nur beschwert wird und der Leser vergebens auf Initiative der Hauptfigur Marnie Hilchenbach wartet, sich Ihrer Situation zu stellen und sich selbst einen neuen Weg in die Zukunft zu suchen. Ich als Leser entschuldige auch nicht, dass die Untätigkeit mit mangelnder Oritentierung der Hauptfigut begründet wird, denn schliesslich landet Marnie zum Schluss wieder in Ihrem alten Beruf und hat sich nicht neu orientiert. Zumal das Buch nur über 3 Wochen Arbeitslosigkeit schreibt.
Hätte Tine Wittler nicht das "Familieneck" in dem Buch erwähnt, hätte ich ganz vergessen, dass Sie es geschrieben hat.
Somit ist auch die Geschichte des Buches schnell erzählt:
Working woman wird vor weihnachten arbeitslos-knall auf fall-ist schockiert- geht sich betrinken-trifft verheirateten mann und schläft mit ihm-ärgert sich- verheirateter mann bietet íhr einen job in seiner firma an, weil er findet er war unfair zu ihr-silvester kommt, working woman hat wieder arbeit-
Tut mir leid, aber dieser Ausflug von Tine Wittler in die gesellschaftskritischen Wasser ist Ihr leider nicht gelungen.
Bitte schreiben Sie wieder über Prinzessinnen und Horste!
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am 9. Dezember 2005
Ich hatte kaum Erwartungen an dieses Buch, da mir Tine Wittler, die ich bislang nur aus der Glotze kannte, eher unsympathisch war. So fing ich mit kritischer Einstellung zu lesen an und erwartete die übliche Frauenlektüre mit den üblichen Witzen über Frauen- und Männerklischees im oberflächlichen, schon zu oft gehörten humorvollem Stil. Doch weit gefehlt. In diese Riege reiht die Autorin sich nicht ein. Ihr Buch ist absolut unterhaltsam und humorvoll geschrieben und die Überlegungen, die sie sich macht, haben Tiefgang und sind realistisch. Die arbeitslos gewordene Protagonistin möchte sich nicht sofort um einen neuen Job bemühen, sondern gönnt sich die ersten Wochen nach der Kündigung eine Ruhepause. Trotz ihrer vielen Versuche der Ablenkung wird sie immer wieder mit dem Thema Arbeitslosigkeit konfrontiert und muss sich damit auseinandersetzen, wobei ihr nicht sehr der Sinn danach steht. Als selbst arbeitslos Gewordene habe ich mich in vielem in diesem Buch wiedergefunden. Die Fragen, die Marnie Hilchenbach sich stellt, habe ich mir so auch schon alle gestellt. Direkt nach der Kündigung befindet sie sich zwischen dem Wunsch erstmal alles sacken zu lassen und ein wenig die Freiheit und Freizeit zu genießen und den Ängsten (ihren und denen Außenstehender, z.B. ihrer Eltern), irgendwann ohne Geld dazustehen. Aber eigentlich möchte sie sich damit in ihrem momentanen Zustand nicht zuviel befassen. Zum Schluß wird ihr jedoch klar, dass alle Überlegungen und Gedanken einen kaum weiterbringen, sondern man muss, das, was man tun möchte, einfach tun, sonst wird man nicht vom Fleck kommen. Dieses Buch nimmt dem Umgang mit dem Thema Arbeitslosigkeit die Schwere und hat mich motiviert, mich an neue Vorhaben heranzuwagen und nicht alles so ängslich und düster zu sehen. Das hat Tine Wittler sicherlich vor allem durch ihren lockeren Ton geschafft, denn Tipps gibt sie natürlich nicht, denn schließlich handelt es sich hier um Fiktion und nicht um einen Ratgeber. Seit diesem Buch ist mir Tine Wittler sehr sympathisch.
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am 7. November 2003
Schon mal arbeitslos geworden ohne es erwartet zu haben? Schon mal voll aus dem eigenen Leben gerissen worden ohne Ahnung, was danach kommt? Der Romanheldin passiert genau das! Über Gefühle wie Schock und Ärger, Frustration und Depression kommt sie an den Punkt, wo sie beginnt, über die Dinge in einer Weise nachzudenken, in der sie zuvor niemals darüber nachgedacht hat. Fragen wie: "Warum definiere ich mich über meinen Beruf?" und "Warum habe ich diese Arbeit überhaupt gemacht?" schreien nach Antworten.
Das mag einigen von uns komisch vorkommen. Ich persönlich habe mir die Fragen ohne ein solches Ereignis als Auslöser gestellt. Aber auch wenn ich selbst einige Erkenntnisse bereits gewonnen hatte, so bringt mich das Buch doch wieder auf diese Fragen zurück. Denn es ist nie schlecht, sein Leben noch einmal zu hinterfragen. Es werden die richtigen Fragen gestellt und viele Antworten gefunden. Aber welche ist davon die richtige?
Das Buch ist leicht zu lesen und sehr kurzweilig geschrieben. Man lacht mit, ärgert sich mit - man ist mittendrin. Und dazu gibt es was zum Nachdenken, das uns alle angeht. Ein Buch, wie man es nicht alle Tage findet.
1 Stern Abzug für die falsche Richtung, die der Verlag mit dem Klappentext/den Informationen zum Buch vorgibt. Diese Infos lassen vermuten, dass das Buch eine Antwort auf die Frage: "Wie komme ich aus der Arbeitslosigkeit?" wüsste. Das ist ein Anspruch, dem das Buch nicht gerecht werden kann - und auch gar nicht soll. Wer das erwartet, der kann nur enttäuscht werden.
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am 30. März 2004
Das Buch fand ich insgesamt recht unterhaltsam, teilweise interessant und kurzweilig zu lesen. Natürlich behandelt es ein brandaktuelles Thema (Medienangestellte wird plötzlich gekündigt und kommt mit der Situation nicht zurecht). Da will man doch wissen wie „jemand von uns" (jung, gut ausgebildet, hipper Beruf) damit umgeht, plötzlich auf der Straße zu stehen.
Die Nachteile des Buches : Mich machten beim Lesen die Arroganz und die teilweise polemisch vorgetragenen Aussagen von Frau Wittler ganz kribbelig. Ein halbwegs intelligenter Mensch sollte doch als erste Priorität sehen, überhaupt erstmal ans Arbeitslosengeld als neuem Lebensunterhalt zu kommen. Aber da wird mehr oder weniger aus Zufall mal aufs Arbeitsamt geschlurft. Alle Angestellten dort werden als minderbemittelt, unfähig und mit sinnlosen Taten beschäftigt dargestellt. Zwei Beispiele, die ich in diesem Zusammenhang besonders unerträglich fand:
Unsere Heldin geht 3 x am Tag Joghurt kaufen, das ist in Ordnung. Aber ihre viele Freizeit mit einem Bewerberseminar des Arbeitsamtes auszufüllen, dazu ist sie sich zu fein.
Noch unschöner: Die mehrere Zeilen lange Empörung der Protagonistin, als das Arbeitsamt ihr einen Termin vorgibt. Na, das ist ja wirklich eine Unverschämtheit... in ihrem Job hat sie nie natürlich nie etwas gegen Termine einzuwenden gehabt.
Was mich ebenfalls stört: Es wird ständig ziellos gejammert „In Zukunft habe ich GAR kein Geld mehr". Es wird so getan, als ob man von heute auf morgen zum Penner wird, aber keinerlei realistische Angabe gemacht. Keine Infos darüber, wieviel weniger nun wirklich auf dem Konto ist - und die Heldin macht auch keinerlei Anstalten, ihr Leben mal realistisch auf diese Vorgaben hin anzupassen.
Das ganze letzte Drittel des Buches besteht dann aus einer gefundene Kassette, auf der Interviews mit ebenfalls Arbeitslosen wiedergegeben werden. Diesen „Kunstgriff" fände ich ja noch ganz nett, wenn er 1-2 Darstellungen wiedergegeben hätte. Aber so liest man da etliche Dutzend Seiten mit Interviews. Da ist monoton vom Stil her, absolut einfallslos und gleitet in eine Reportage ab.
Nur noch ärgerlich ist der Schluss, als doch tatsächlich der Zufalls-Lover einen (ganz tollen!) Job in Petto hat (nach 3 Wochen „Arbeitslosigkeit" unserer Heldin).
Fazit: Recht unterhaltsam, aber alles andere als ein literarisches Kunstwerk sowie zweifelhafter Realitätsanspruch.
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am 9. Mai 2004
Ich habe soeben die "Parallelwelt" ausgelesen und bin ziemlich geteilter Meinung. Einerseits unterhaltsam, andererseits schrecklich langweilig... Wobei für mich die faden Momente überwogen... Ich habe mir ehrlich gesagt ein bisschen mehr erhofft...
Das Thema des Buches finde ich nach wie vor sehr ansprechend, aber man hätte meiner Meinung nach mehr wesentlich mehr rausholen können. Der Schreibstil von Tine Wittler gefällt mir gut, ein gewisser Wortwitz ist vorhanden und das mag ich.
Aber mich störte massiv, dass die gesamte Geschichte sich über lächerliche drei Wochen hinzog und die Protagonistin den Alltag als Arbeitslose überhaupt nicht erlebte. Bis auf einen kurzen Besuch beim Arbeitsamt war da nix- das fand ich enttäuschend. Keine regelmäßigen Besuche bei der Behörde, keine Pflicht-Veranstaltungen, kein Wort über ihre künftigen Bezüge und damit zwangsläufig verbundene Änderungen im Lebensstil, kein Wort über etwaige Bemühungen, eine neue Stelle zu finden... Stattdessen schier endlose Interviews mit anderen Arbeitslosen, die langatmig und langweilig sind- ich habe sogar weitergeblättert... Der Schluss ist natürlich auch heftig- ohne irgendwas dafür zu tun, wird ihr von einem One-night-lover ein toller Job angeboten. Wie im wahren Leben??? Na, eher nicht ;-)
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am 11. Februar 2015
Nachdem ich das Sachbuch "Wer schön sein will, muss reisen" von Tine Wittler gelesen hatte, wollte ich mich auch mal an eines ihrer Romane wagen. Allerdings waren meine Erwartungen nicht sehr hoch, da ich einen typischen lustigen Frauenroman erwartet habe. Doch ich wurde positiv überrascht. Die Geschichte ist zwar aus der Sicht einer Frau geschrieben, aber von der Handlung her könnte es durchaus auch ein Mann sein. So konnte ich mich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren. Das Buch handelt von den Fragen, die man sich stellt, wenn man plötzlich arbeitslos ist. Dies ist gespickt mit lustigen Situationen, die mir viel Spaß beim Lesen bereitet haben. Mich erinnerte der Schreibstil der Autorin ein wenig an dem von Tommy Jaud, nur dass die Story nicht ganz so albern ist. Ich finde es toll, wie eine ernsthafte Frage in einem Unterhaltungsroman umgesetzt ist. Meiner Meinung nach kommt jeder mal an den Punkt, an dem er sich fragt, ob sein Leben in richtigen Bahnen verläuft. Das hat noch nichtmal etwas mit eventueller Arbeitslosigkeit zu tun. Ich selbst fragte mich beim Lesen, ob mein beruflicher Weg der richtige für mich ist und ich bekam neue Ideen und Einsichten. Das fand ich sehr inspirierend. Für mich ist dieses Werk eine abolute Empfehlung für alle, die sich intelligente und gute Unterhaltung wünschen.
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am 8. März 2006
Ich kann dieses Buch von meiner (subjektiven) Sicht aus, nur weiterempfehlen. Es ist witzig geschrieben, man kann den Ereignissen gut folgen. Natürlich gibt es manchmal Abschnitte, in denen mehr Monolag statt Dialog stattfindet, aber das braucht ein Buch nun mal.
Allerdings sollte man nicht erwarten, dass einen das Buch aufbaut und sagt: "Keine Sorge, alle finden wieder einen Job. Nur halb so schlimm". Das wäre erstens eine Lüge und zweitens auch irgendwie langweilig. Es ist eben ein Buch, in dem es um ein Individuum geht und daher gibt es auch einen individuellen Schluss.
Letztlich kann ich mich nur überrascht zeigen. Hätte ich von Tine Wittler nicht gedacht.
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am 26. März 2004
Ich wundere mich über die vielen, zum Teil sehr guten Rezensionen zu diesem Buch.
Das Buch fand ich insgesamt recht unterhaltsam, teilweise interessant und kurzweilig zu lesen. Natürlich behandelt es ein brandaktuelles Thema (Medienangestellte wird plötzlich gekündigt und kommt mit der Situation nicht zurecht). Da will man doch wissen wie „jemand von uns" (jung, gut ausgebildet, hipper Beruf) damit umgeht, plötzlich auf der Straße zu stehen.
Die Nachteile des Buches : Mich machten beim Lesen die Arroganz und die teilweise polemisch vorgetragenen Aussagen von Frau Wittler ganz kribbelig. Ein halbwegs intelligenter Mensch sollte doch als erste Priorität sehen, überhaupt erstmal ans Arbeitslosengeld als neuem Lebensunterhalt zu kommen. Aber da wird mehr oder weniger aus Zufall mal aufs Arbeitsamt geschlurft. Alle Angestellten dort werden als minderbemittelt, unfähig und mit sinnlosen Taten beschäftigt dargestellt. Zwei Beispiele, die ich in diesem Zusammenhang besonders unerträglich fand:
Unsere Heldin geht 3 x am Tag Joghurt kaufen, das ist in Ordnung. Aber ihr viele Freizeit mit einem Bewerberseminar des Arbeitsamtes auszufüllen, dazu ist sie sich zu fein.
Noch unschöner: Die mehrere Zeilen lange Empörung der Protagonistin, als das Arbeitsamt ihr einen Termin vorgibt. Na, das ist ja wirklich eine Unverschämtheit... in ihrem Job hat sie natürlich nie etwas gegen Termine einzuwenden gehabt.
Außerdem wird ständig ziellos gejammert „In Zukunft habe ich GAR kein Geld mehr". Es wird so getan, als ob man von heute auf morgen zum Penner wird. Dagegen werden keinerlei realistische Angabe gemacht, wieviel weniger nun wirklich auf dem Konto ist. Und die Heldin macht auch keinerlei Anstalten, ihr Leben mal realistisch auf diese neuen Vorgaben hin anzupassen.
Das ganze letzte Drittel des Buches besteht dann aus einer gefundene Kassette, auf der Interviews mit ebenfalls Arbeitslosen wiedergegeben werden. Diesen „Kunstgriff" hätte ich ja noch ganz nett gefundem, wenn er 1-2 Darstellungen wiedergegeben hätte. Stattdessen werden dann etliche Dutzend Seiten mit Interviews gefüllt. Bzw. eine Kassette abgeschrieben, das geht dann immer mal wieder ganze Absätze lang in dieser Art:
"Rascheln und Stühlerücken. Eine Kaffeetasse klappert. Im Hintergrund wird ein Bier gezapft. Dann spricht der Reporter "Test eins-zwei-drei. Test. Test.". Draußen singt ein Vogel." usw. usw.
Das ist langweilig, monoton vom Stil her (Seiten schinden??), absolut einfallslos und gleitet in eine Reportage ab.
Nur noch ärgerlich ist der Schluss, als doch tatsächlich der Zufalls-Lover einen (ganz tollen!) Job in Petto hat (nach ganzen drei Wochen „Arbeitslosigkeit" unserer Heldin!).
Fazit: Recht unterhaltsam, aber alles andere als ein literarisches Kunstwerk sowie zweifelhafter Realitätsanspruch.
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am 22. Oktober 2013
Erstmal war ich ganz überrascht das Dekoqueen Tine Wittler auch Autorin ist. Noch mehr überraschte mich der wortgewaltige Schwall der ersten ca. 60 Seiten. Das hat richtig viel Spaß gemacht und ich konnte mich aufgrund beruflicher Ähnlichkeiten gleich mit der Hauptfigur Marnie identifizieren.

Mit einer großen Portion Humor schreibt Tine Wittler frei von der Leber weg. Schreibt über typische Vorurteile die nicht nur Marnie Hilchenbach gegenüber Arbeitslosigkeit und Arbeitslosen hat. Einige Vorurteile werden dabei wohl bestätigt, andere widerlegt. Doch das soll nicht die Kernaussage dieses Buches sein. Es geht vielmehr darum – verpackt in eine schöne Geschichte – dass das Leben trotz unerwarteter Arbeitslosigkeit weitergeht und das man nicht zum Reality-Show guckenden Trainingsanzuträger mutieren muss. Es wird deutlich, dass bei einer Arbeitslosigkeit das „Kopf-in-den-Sand-stecken“ keine Lösung ist, sondern man diese Situation auch als Chance verstehen kann, sich und sein Können in Frage zu stellen.

Die Aussage des Buches finde ich richtig toll und gut die Hälfte des Buches macht auch unheimlich viel Spaß. Doch dann wird die Story immer langweiliger und hat mich zum Schluss gar nicht mehr interessiert. Das ist sehr schade. Es gibt kein richtiges Happy End; der Leser erfährt also nicht, wie Marnie aus ihrer Situation wieder herauskommt und sich entscheidet. Okay, das braucht es nicht unbedingt. Dennoch finde ich den zweiten Teil des Buches einfach nur langatmig, denn es gibt endlose Dialoge über den Sinn und Unsinn des Lebens und des Berufslebens.
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