Nach der Schlach um Saleucami teilen sich die Jedi Generäle wieder auf. Jeisel und K'Kruhk gehen nach Mygeeto um Ki Adi Mundi beizustehen, während Aayla Secura nach Felucia aufbricht und Quinlan Vos zunächst Boz Pity ansteuert, um weiter nach Kashyyyk vorzustoßen. Doch Jeisels und K'Kruhks Shuttle wird im Orbit von einem der letzten Separatisten-Kreuzer beschädigt und infolgedessen zur Notlandung im Bogden System gezwungen, wo rein zufällig auch gerade die Jedi Anwärter des Hawkbat Clans auf ihren Rückflug nach Coruscant warten. Doch die Erteilung der Order 66 liegt nicht mehr fern...
Zugleich ist die Crew der Uhumele einmal mehr auf der Flucht vor dem Imperium. Doch Captain Schurk-Heren hat wertvolle Fracht an Bord. Auf Mimban wollen Schurk-Heren und seine Leute die Ware an den Gangsterboss Haka Hai übergeben, doch es kommt anders als eine Gruppe von Gangstern um Hais Lieutenant Lumbra die Ware stiehlt und sich absetzt...
Zur Überschneidung der Handlungsstränge kommt es, als Lumbra und seine Gefolgsleute auf demselben Planeten landen, wo auch K'Kruhk, Piru und die Kinder Zuflucht suchen. Doch das ist nicht die einzige Parallele, denn wie Bomo Greenbark sieht sich auch K'Kruhk zu einem Angriff auf die Söldner gezwungen und handelt dabei auch aus Rache. Wie Bomo leidet K'Kruhk unter einem Klonkriegs-Trauma, das sich durch Selbstvowürfe und Albträume aufgrund der Verluste und eigener Unfähigkeit all die Tode nicht verhindert haben zu könnena auszeichnet. Doch auch Crys Taanzer leidet unter einem solchen Trauma, hat sie doch in den Klonkriegen um ihren Sohn zu retten, selbigen an die Jedi übergeben und glaubt ihn durch die Order 66 verloren zu haben, während Kennan in Wirklichkeit als einer der Anwärter unter K'Kruhks noch in Sicherheit ist.
Es sind dunkle Zeiten wenn selbst die Helden sich nicht mehr unter Kontrolle haben und umso gnadenloser ans Werk gehen, wenn alles auf dem Spiel steht bzw. all das was ihnen noch geblieben ist. Auch Parallels steht programmatisch für den Anspruch der Dark Times-Serie eine dunkle Ära nach der Order 66 glaubwürdig zu vermitteln und das bedeutet, dass die Protagonisten sich auch Fehltritte leisten werden und vor allem anderen um ihr nacktes Überleben kämpfen müssen. Doch selbst in Zeiten der Jedi Säuberung gibt es so etwas wie Hoffnung auf eine bessere Zukunft, verkörpert durch die Jedi Anwärter, deren Schicksal noch ungewiss ist. Zumindest von Meister K'Kruhk wissen wird, dass dies wohl noch nicht sein letztes Abenteuer gewesen ist, zumal er mit einer weiteren sehr prominenten Jedi Meisterin der Republic-Comics in Legacy einem neuen Jedi-Rat angehört.
Interessanter weil in einer näheren Zukunft liegender ist jedoch, dass Parallels erklärt wie Janks in die Hände des Imperiums gefallen ist und Schurk-Heren im Besitz eines Artefakts ist, das im ersten Vector-Sammelband eine entscheidende Rolle spielen wird. Gewissermassen beginnt der Schnittpunkt von Dark Times und Vector also bereits hier und könnte ganz im Sinne der Schöpfer nicht nur für Legacy sondern auch Dark Times eine Handlungswendung bedeuten.
Da Autor Mick Harrison bisher die alleinige Verantwortung für Dark Times trägt kann man damit rechnen, dass die Reihe diesen in Path to nowhere und Parallels begründeten Stil fortführen und nach Möglichkeit weiterentwickeln wird. Verwerbungen und Verzahnungen mit den Klonkriegen sind dabei nicht ausgeschlossen.
Fazit:
Wieder einmal schön düster und des Reihentitels Dark Times mehr als würdig.