Kurzbeschreibung
Kultur kann Frieden stiften, Sprache politische Gräben überwinden. "Parallelen und Paradoxien" gibt Einblicke in eine tiefe freundschaft, zeigt Daniel Barenboim und Edward W. Said, den großen israelischen Musiker und den palästinensischen Gelehrten und Experten des Nahen Ostens, im Gespräch. Beiden ist die Musik eine alles verbindende Ordnung, die für sie vor allem Bewegung und Begegnung bedeutet, den Kontakt mit dem anderen, dem vermeintlich Fremden. 1999 führten sie in ihren "Weimarer Experiment" erstmals arabische, israelische und deutsche Musiker zu einem Orchester ztusammen und schufen Freiden auf kleinem Raum. Musik muss gespielt, Ideen müssen ausgesprochen werden. So lautet das Credo dieses Buches, und beispielhafte führen Barenboim und Said uns hier die Bedeutung und die Fruchtbarkeit von unmittelbarer Begenung und gegenseitigem Austausch vor.
Über den Autor
Daniel Barenboim wurde 1942 als Sohn jüdisch-russischer Einwanderer in Buenos Aires geboren. Sein Debüt als Dirigent gab er 1967 mit dem New Philharmonica Orchestra in London. 1991 wurde Barenboim Chefdirigrnt des Chicago Symphony Orchestra, und seit 1992 ist er Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin. Edward W. Said wurde 1935 in Jerusalem geboren. Er lehrte an der Columbia University Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaften und hat zahlreiche Bücher verfasst. Im Berlin Verlag erschienen zuletzt seine Autobiographie "Am falschen Ort" (2000) und "Das Ende des Friedensprozesses" (2002). Er starb im September 2003.