Als ich den Film in der Vorab-Premiere sah, war ich sofort begeistert. Nicht nur, dass "Paraiso", auf Deutsch "Paradies", mit eindringlichen Aufnahmen und einem abwechslungsreichen Schnitt produziert worden ist, sondern es ist vor allem die frische, lebendige Musik, die viele mitreißt. Hier wird nicht das Kuba-Klischee von Havanna oder Varadero wiedergegeben, sondern das Leben in der Provinzstadt Guantanamo mit all seinen Licht- und Schattenseiten, ohne den Traum von einem besseren Leben ohne American Way of Life aufzugeben. Als ich die beiden Bandleader Yasel und Gerald bei Ihrer diesjährigen Europa-Tournee persönlich kennenlernen durfte, war ich erstaunt, dieselben lebensfrohen Typen zu erleben, wie sie im Film mit ihrer fetzigen Mischung aus kubanischer und Hip-Hop-Musik zu sehen und zu hören sind. "Paraiso" ist somit ein Aufschrei für all diejenigen, die den Glauben an ein Paradies auch ohne Globalisierung noch nicht aufgegeben haben.