Endlich ist es da das neue Esoteric.Wer die Band noch nicht kennt darf sich af einen harten Brocken gefasst machen der einem selbst einiges an Zeit und Konzentration abverlangt, will man sich in die Klangwelten dieser Götter begeben.Aber es lohnt sich schon ab der ersten Sekunde. Kaum auf Play gedrückt schon öffnet es sich, das Tor in eine andere Dimension. Aufgetragen? Keinesfalls, denn was hier auf den Hörer einschmettert hat solche Wucht, dass es einem die Sprache raubt.
Wie der Albumname schon so wunderbar preisgibt zelebrieren Esoteric hier wieder einmal mehr das Verquere,das Epische, Traurige aber neu auf dieser Platte, mit viel mehr Hoffnung als vorher.
Hatte man auf alten Alben noch das Gefühl gefangen zu sein, in der Gefühlswelt eines ganz langsam Sterbenden, so regieren hier die Melodien die Songs und tragen zu deren Erhabenheit bei.Fast alle Songs werden geleitet von wunderschönen kaum nachzuahmenden Melodien, wie sie nur Esoteric im Stande sind zu schreiben.
Gerade diese Neuerung macht das neue Album interessant und so einzigartig, wenn man wie von einem Magneten in die Tiefe der tonnenschweren Riffs und des gegurgel/Crowl/Geschrei Gemisches bis auf den Meeresgrung gezogen wird der so schwer auf einem liegt das es einen fast schon erdrückt; dann sind es diese Melodien die wie die Sonnenstrahlen durch die Wasseroberfläche scheinen.
Wem das zu schwülstig geschrieben ist der kennt Esoteric noch nicht, denn diese Band lebt von Eindrücken die nur beschrieben werden können aber niemals für jeden gleich sind.
Die Produktion wirkt insgesamt klarer, man kann zu jedem Zeitpunkt alle Instrumente gut hören, natürlich ohne genau zu erfassen was eigentlich genau gespielt wird, auch ein Markenzeichen der Band.
Beendet man seine Erkundungstour so erwacht man wie aus einem langen Schlaf der einen aufgewühlt aber auch beruhigt hat und blickt auf meinen persöhnlich Anwärter auf das Alum des Jahres zurück, der dem Vorgänger mindestens ebenbürtig ist. Wer Doommetal allerdings überhaupt nicht mag der sollte vielleicht mit ein paar leichteren Bands einsteigen.
Anspieltipps: Alle, das Album entfaltet auch seine gesamte Wirkung in der chronologischen Hörreihenfolge