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Paradoxien Taschenbuch – 2001

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Taschenbuch, 2001
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: 2., Aufl. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150181356
  • ISBN-13: 978-3150181355
  • Größe und/oder Gewicht: 9,8 x 1,9 x 14,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 722.494 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Für alle Paradoxien schlägt Sainsbury nach der Diskussion früherer Vorschläge eigene Lösungen vor. Ihm gelingt es, dem logischen Kenner etwas zu bieten, ohne die Materie für den Anfänger unzugänglich werden zu lassen. Diese Leistung macht das Bändchen zu einem raren Glücksfall. Man lese es in der Dosierung, die man verkraften zu können meint." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Richard M. Sainsbury ist Professor für Philosophie an der University of Texas, Austin. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert.


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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

63 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stephan HALL OF FAME REZENSENT am 3. Dezember 2004
Format: Taschenbuch
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Dieses Buch habe ich mir eigentlich nur aus einer Laune heraus gekauft und dachte mir, dank der vorigen Rezensionen, einen Denkspaß und amüsanten Einstieg in Paradoxien zu finden. Jetzt danach muss ich feststellen: entweder ich bin diese Art zu denken nicht mehr gewohnt oder aber das Buch ist ein amüsanter Denkspaß auf einem definitiv nicht laienhaften Niveau. Letzteres scheint mir eher der Fall, weshalb ich - als interessierter Laie - andere neugierige Leser nicht warnen, aber doch zumindest auf einige bevorstehende Wirrungen und Irrungen beim Lesen hinweisen mag. Ich selbst bin an manchen Stellen ausgestiegen und nach einer kleinen Verschnaufpause erst wieder hinter Sainsbury hergeeilt.
Dabei hatte ich das Gefühl, dass Sainsbury durchaus mit viel Witz und gelegentlichem Augenzwinkern den Leser an die Hand nimmt und durch die Paradoxien mit ihren Widersprüchlichkeiten und scheinbar logischen Ausweglosigkeiten führt. Vor kleine Hausaufgaben gestellt, wird man immer wieder zur Erarbeitung eigener paradoxer Beispiele und Beweisführungen eingeladen. Auch diese sind teils kniffliger als sie auf den ersten Blick scheinen. Lesenswert und anregend geschrieben ist das Buch allemal. Empfehlenswert ist es für jeden, der an logischen Denkspielen und Problemanalysen seinen Spass hat. Zumindest mir rauchte jedoch gelegentlich beim Lesen ganz gewaltig der Kopf ...
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69 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dr. Achim Engstler am 19. Dezember 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Es gibt viele Gründe, zu einem Buch über Paradoxien zu greifen: Lust an kniffligen logischen Aufgaben, einen Hang zum Absurden, oder, wie in meinem Fall, ein konkretes Informationsbedürfnis. Meine Absicht war, mir über die logische Struktur des Olbers-Paradoxons klar zu werden.
Eine Paradoxie ist, allgemein gesagt, ein scheinbar korrekter Schluß, der aus scheinbar annehmenbaren Prämissen zu einer scheinbar unannehmbaren Folgerung führt. Olbers geht aus von zu seiner Zeit allgemein geteilten Annahmen über die Struktur des Universums und folgert daraus, daß der Nachthimmel taghell sein müßte - eine nicht nur scheinbar, sondern in diesem Fall tatsächlich unannehmbare Schlußfolgerung.
Das Olbers-Paradoxon behandelt Sainsbury zwar nicht, dafür aber alle anderen bekannten Paradoxien, unter anderem Achill und die Schildkröte, den Lügner, das Gefangenendilemma und meinen Liebling, die unerwartete Prüfung. Die Lehrerin kündigt der Klasse folgendes an: Sie wird sie nächste Woche prüfen und die Prüfung wird unerwartet sein. Die Klasse fängt an zu überlegen und kommt zu dem Schluß, daß diese Ankündigung nicht wahr sein kann. Entweder wird die Prüfung nicht stattfinden, oder sie wird nicht unerwartet sein. Eine unannehmbare Folgerung, da intuitiv klar zu sein scheint, daß die Lehrerin ihre Ankündigung wahr machen kann.
Sainsburys Buch ist knapp und klar geschrieben und hat den Vorteil, daß es die verschiedenen Interessentiefen berücksichtigt: der interessierte Laie kommt ebenso auf seine Kosten wie der routinierte Logiker.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 24. September 2001
Format: Taschenbuch
Die behandelten Paradoxien sind sehr amüsant und zum Denken anregend dargestellt. Das Spektrum reicht von den antiken Paradoxien Zenons bis hin zu aktuellen Fragen der Logik und Wissenschaftstheorie. Sainsbury schreibt für den interessierten Laien verständlich, aber ohne unzulässige Simplifizierung. Dabei werden die verschiedenen Forschungsansätze auch da unverfälscht referiert, wo sie nicht der Ansicht des Autors entsprechen. Die vielen weiterführenden Literaturangaben sind für eine wissenschaftliche Beschäftigung mit diesen Fragestellungen sehr nützlich.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von GO am 25. September 2010
Format: Broschiert
Das kleine Reclam Sachbuch von Sainsbury zum Thema Paradoxien ist leider das schwächste Werk, das ich zu diesem Thema gelesen habe. Der Autor geht von einer Definition von Paradoxie aus, die Paradoxien in etwa mit den Illusionen eines Zauberkünstlers gleichsetzt: "Unter einer Paradoxie verstehe ich folgendes: eine scheinbar unannehmbare Schlussfolgerung, die durch einen scheinbar annehmbaren Gedankengang aus scheinbar annehmbaren Prämissen abgeleitet ist. Der Schein muss trügen, denn das Annehmbare kann nicht mit annehmbaren Schritten zum Unannehmbaren führen...." (Sainsbury, S.11-12)

Gleich danach bezeichnet Sainsbury die Paradoxie des Barbiers, der alle in einem sizilianischn Dorf rasiert, die sich nicht selbst rasieren, als eine schwache und oberflächliche Paradoxie (Grad 1 auf seiner Paradoxheitsskala von 1-10) - und begründet dies damit, dass schon die Einkleidung "sizilianisches Dorf" klar machen würde, dass es so ein Dorf und damit so eine Paradoxie gar nicht geben kann. Ganz so, als würde die Bedeutung einer Paradoxie von der Ausgestaltung ihrer Einkleidung abhängen! Dieses Argument von Sainsbury ist ungefähr genauso geistreich wie wenn jemand sagen würde, dass die Theorien von Einstein alle dummes Geschwätz sind, weil sich Einstein geweigert hat, eine Krawatte zu tragen und damit nicht als seriöser Wissenschaftler gelten kann.

Dass genau eine Paradoxie des Barbier-Typs im Kern des berühmten "Unvollständigkeitstheorems" von Kurt Gödel steht, ist dem Autor entweder nicht bekannt oder es scheint für ihn ohne Belang zu sein.
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