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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
49 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gewaltiger Taktikhammer!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hearts of Iron (Videospiel)
Paradox Entertainment liefert mit HOI ein absolutes Mega-Strategical ab. Über dieses Spiel kann man nur in Superlativen berichten. Nie zuvor gab es in einem Spiel soviel strategischen Tiefgang wie in diesem WWII-Spiel. Ob man nun als eine der Grossmächte oder als neutaler Kleinstaat die Geschichte ändert (die Schweiz als neue Europamacht?!), der Spielablauf wird immer aus unterschiedlichen Perspektiven gezeigt. Jedes Land hat seine Schwächen und seine Stärken (so verfügen die Briten z.B. über eine immense Flottenstärke, müssen aber ihre sämtlichen Kolonialstaaten auf dem Globus beschützen).nachdem man sich in den Anfangsjahren (1936-1938/39) auf den schier unausweichlichen Konflikt vorbereitet hat, kommt es schliesslich zum grossen Knall: der Krieg beginnt und nun muss man sein Land durch eine nahezu endlose Periode des Krieges steuern. Gar nicht so einfach, zumal man eine Vielzahl von Faktoren im Auge behalten muss, die Bevölkerung muss zufrieden gestellt, die Armee und die Industrie müssen versorgt werden. Zudem stellt man sich als Spieler immer eine Menge Fragen wie z.B.: "Soll ich jetzt noch eine Panzerdivision bauen?", "Lohnt es sich in die Atombombenforschung zu investieren?", "Soll ich die Soldaten mit Bombern unterstützen?" oder "Soll ich lieber Flugabwehrgschütze oder Festungen bauen?". Sie sehen, HOI ist kein einfaches Spiel, im Gegenteil, aber: es lohnt sich: wenn zum Beispiel an der Französisch-Deutschen Front gleichzeitig Britische, Amerikanische, Französische, Kanadische und Südafrikanische gegen Deutsche, Italienische, Slowakische und Bulgarische Truppen kämpfen, zeigt das Spiel, was es wirklich ist: ein episches Strategiespiel, das rund um den Globus spielt. Die Kriegssimulationen auf Risiko-Brettspielart macht einfach eine Menge Spass! Trotzdem hat das Spiel auch Schattenseiten: die Diplomatie ist bspw. viel zu kurz geraten (so kann man während eines Krieges mit einer anderen Nation unmöglich wieder Frieden herstellen), das Geschehen ist manchmal viel zu hektisch (und die winzig kleine Pausentaste wird da zum besten Freund) und es ist manchmal auch ziemlich frustrierend. Vor allem, wenn man plötzlich als Herrscher über Deutschland sowohl von den Alliierten, als auch von den Sowjets angegriffen wird. Dafür ist das wiederum historisch korrekt. Kurz: HOI ist ein fantastisches Strategiefeuerwerk, das es einem ermöglicht, den Zweiten Weltkrieg mal von einer anderen Seite kennen zu lernen, aber Achtung: dieses Spiel ist nur geeignet für Hardcore-Strategen. Einsteiger und solche, die es lieber nicht so komplex mögen, sollen ja die Finger von dem Spiel lassen. Profis bietet dieses Spiel jedoch Spielspass für Monate! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
63 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Strategie in seiner ausgefeiltesten Form,
Rezension bezieht sich auf: Hearts of Iron (Videospiel)
Hearts of Iron macht es einem in keiner Beziehung einfach; ich musste die Anleitung gut drei Mal lesen und mich auch rund eine Stunde mit dem Tutorial beschäftigen (und selbst dann hatte ich immer noch nicht die ganzen Facetten des Spiels begriffen) aber andernfalls war es einfach nicht möglich einen Zugriff zu diesem komlexen aber nichtsdestotrotz genialen Spiel zu bekommen.Im Rahmen des 2. Weltkrieges schlüpft der Spieler in die Nation seiner Wahl (und das heisst wirklich seiner Wahl; selbst Luxemburg kann gespielt werden) und kann sich als Staatschef virtuell ausleben und die Geschichte nach seinem Gutdünken umschreiben. Allerdings passiert das ganze in seiner komplexesten (und somit wohl realistischsten) Form: Zufriedenheit der Bürger und eine funktionierende Produktion gehören ja zum Standardwerk eines Strategiespiels, aber in Hearts of Iron steht einem sogar die Entscheidung zur Verfügung, was produziert werden soll (zu jeder winzigen Innovation auf dem Gebiet der Panzervernietung stehen einem detaillierte historische Information zur Verfügung); und nicht nur das: Als Staatsoberhaupt kann man seine Minister und Generäle (die alle der Geschichte ensprechen) nach Belieben befördern und auswechseln, was sich wiederrum auf die Führung der Truppe oder die Stimmung der Bevölkerung auswirkt, je nachdem wie die jeweiligen Charaktereigenschaften sind. Durch die grosse Weltkarte bietet Hearts of Iron auch die Möglichkeit die militärischen Züge zu kontrollieren und ihre Auswirkungen zu beobachten: Während man in Sudden Strike eine Schlacht um einen Matschhügel führt, kann man in Hearts of Iron den Sichelschnitt durch Frankreich ziehen oder eine Einkesselung vornehmen, so dass die feindlichen Truppen vom Nachschub abgeschoben werden. Das beste an Hearts of Iron liegt aber in seinem Wiederpielfaktor, wenn einem nicht danach ist, mit einer Grossmacht die Welt zu erobern, kann man auch als Tschechislowakei versuchen, die Unabhängigkeit des Sudetenlands zu bewahren, oder als eine der beiden Parteien den spanischen Bürgerkrieg für sich entscheiden, Hearts of Iron gebührt in jeder Hinsicht ein Ehrenplatz in der Galerie der besten Strategiespiele, denn eine solche Vielfalt hat das Genre zweifelsohne noch nie erlebt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein weiterer Geniestreich von Paradox,
Rezension bezieht sich auf: Hearts of Iron (Videospiel)
Die Macher der (Genre)Legende Europa Universalis haben wieder zugeschlagen. Herausgekommen ist dabei eine fast perfekte Simulation des zweiten Weltkrieges - die entsprechend komplex ist und ein paar Schönheitsfehler aufweist.Hearts of Iron deckt - mit dem längsten der drei spielbaren Szenarien - die Zeit von 1936 bis einschliesslich 1947 ab. Spielzeiteinheit ist die Stunde, die Spielgeschwindigkeit ist variabel. Das Spiel läuft in Echtzeit mit Pausefunktion. Als Oberhaupt einer beliebigen Nation kann der Spieler im Zeitgeschehen wirken, politische, wirtschaftliche und militärischen Entscheidungen treffen und Weichen stellen, wobei die Herausforderungen so völlig unterschiedlich sein können, dass das Spiel eigentlich nie langweilig werden kann - wem das Deutsche Reich zu langweilig ist, kann ja zum Beispiel versuchen, Estland die Unabhängigkeit zu bewahren. Oder dem Republikanische Spanien im Bürgerkrieg zum Sieg gegen Franco zu verhelfen, oder, oder, oder... HoI ist - auch wenn es ums Militärische geht - ein Strategiespiel, die kleinste Einheit ist die Division (bzw. Staffel oder Flotille). Wer also gerne das Gefühl hat, seine Soldaten mit Namen zu kennen und den Hügel im Morgengrauen zu stürmen, wird hier nicht bedient. Wer dagegen seinen Flugzeuträgerverband gegen die gegnerische Marinebasis führen oder sich mit einem umfassenden Zangenangriff die wichtigen Rohstofffelder sichern will - herzlich willkommen. Zu den Fehlern: Das Handbuch ist - leider typisch für Paradox - eine Frechheit. Man erfährt ungeheuer viel Unwichtiges, dafür muss man sich wichtige Informationen zum Spiel selbst erarbeiten. Sicher, das hat auch seinen Reiz... Die Tutorials helfen da ein wenig, aber nicht sehr. Dafür bin ich dann von dem Spiel selbst so begeistert, dass mich Kleinigkeiten stören, die mir anderswo kaum auffallen würden. Ein Beispiel: Ich spielte Deutschland, hatte Frankreich besetzt, das Vichy-Regime eingesetzt und mich fortan mit Grossbrittanien herumzuschlagen. So weit, so historisch. Bis ich dann allerdings die Seerouten gesichert hatte, hatte ich permanent mit Miniinvasionen zu kämpfen - mal hier eine Division, mal dort, immer schnell besiegt, aber lästig. Vom Standpunkt der AI war das logisch - ich wurde eine Zeitlang wirkungsvoll daran gehindert, mich zu organisieren. Unhistorisch war es dennoch - bei jeder dieser Landung verloren die Briten eine Division, es wurden also permanent und massenhaft Soldaten in Himmelfahtskommandos gehetzt. Keine Demokratie hätte das überlebt, Churchill reichte EIN Dieppe. Wie gesagt - in anderen Spielen hätte ich das hingenommen, aber die Ansprüche steigen mit der Genialität des Spiels. Ein Spiel für eine Minderheit, die es bedingungslos lieben wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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