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Paradiso
 
 
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Paradiso [Taschenbuch]

Thomas Klupp
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch; Auflage: 1 (29. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833306564
  • ISBN-13: 978-3833306563
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.364 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Thomas Klupp
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Man kann Literaturgeschichte auch einmal so erzählen, als Ahnenreihe: J.D. Salinger - Paul Schrader - Bret Easton Ellis - Christian Kracht und, nun ja, Thomas Klupp" (FAZ )

Kurzbeschreibung

Es ist heiß. Glühend heiß. In der flirrenden Tankstellenluft wartet Alex Böhm auf einen gelben Kombi, der gleich an den Zapfsäulen halten und ihn nach München bringen soll. Von dort wird er am nächsten Morgen mit seiner Freundin Johanna nach Portugal fliegen. Das ist der Plan. Aber dann taucht Konrad auf, der "Loserkonrad" aus Schulzeiten, und diese Begegnung katapultiert Böhm auf das Minenfeld seiner Vergangenheit. Während er in atemlosen Monologen einen Zünder nach dem anderen schärft, findet er sich plötzlich am Rand der Autobahn wieder, auf sonnenverbrannten Rastplätzen und in den Kellergewölben bayerischer Provinz-Ero - theken. Er begegnet bekehrten Lastwagenfahrern mit langen Messern, schwärmenden Hippiemädchen, Dostojewski-Jüngern und Jana-Hensel-traumatisierten Taxifahrern. Anarchisch und mit tiefschwarzem Humor erzählt, lässt dieser Roman den Leser mit weit aufgerissenen Augen zurück.

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Kundenrezensionen

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von IG
Format:Gebundene Ausgabe
Paradiso gehört zu den Büchern, die man nach dem Lesen ins Regal stellt und noch sehr lange damit beschäftigt ist. Dieses Debüt von Thomas Klupp hat es in sich. Obwohl ich anfangs meine Probleme mit diesem Buch hatte.
In der jüngeren deutschen Literatur ist das Präsens salonfähig geworden und wohl nicht nur Markenzeichen der Popliteraten. In diesem Buch wird es allerdings verwendet, um den Leser direkt mitzunehmen. Man soll dabei sein, wenn der Protagonist Alex Böhm sich auf den Weg zum Münchner Flughafen macht, um von dort aus mit seiner Freundin Johanna nach Portugal zu fliegen.
Paradiso wirkt auf mich wie ein Roman zur aktuellen Krise. Nichts ist mehr so, wie es scheint und einmal war und alle Werte werden neu definiert. Möchte man es persönlich mit einem Typen wie Alex zu tun haben? Eigentlich nicht. Unzuverlässig, großspurig und beziehungsunfähig. Man könnte es auch salopp ausdrücken: Große Klappe und nichts dahinter. Alex ist der typische Opportunist. Klupp ist es sehr gut gelungen, diese Figur zu zeigen. Und auch die Nebenstellen sind hervorragend besetzt. Da hat sich jemand wirklich Mühe gegeben.
Auf einer Raststätte wird Alex von Konrad, einem ehemaligen Mitschüler aufgegabelt. Alex hatte ursprünglich einen anderen Plan, lässt aber alles sausen und wundert sich über Konrad, der in der Schule ein Loser war und jetzt dick im Geschäft ist. Sogar eine bildhübsche Freundin hat er. Hat er? Hier geht es los und spitzt sich bis zum Ende zu. Es werden Lügen und Unwahrheiten aufgetischt, nur um im rechten Licht zu erscheinen. Der hat? Na, dann ich erst recht. Alex gerät auf seiner turbulenten Fahrt sogar an Menschen, die es ehrlich mit ihm meinen. Aber die kann er nur in einer abgelegenen Kneipe sitzen lassen. Obwohl er vorher von Roland, einem LKW-Fahrer eine Lektion in Sachen Liebe bekommen hatte. Alex möchte sich bessern, ja, das will er ständig. Aber erst bei der nächsten Gelegenheit. Nicht jetzt, der falsche Zeitpunkt. Wie wir erfahren, hat er zu seinem jüngeren Bruder ein Nichtverhältnis. Das verwundert den Leser an dieser Stelle nicht mehr. Alex ist eben so. Auf sich fokussiert. Das Filterwochenende bildet dann den Höhepunkt. Leni, seine Exfreundin und Simon, sein Freund, sind auch dort und er trifft auch mit ihnen zusammen. Was dort passiert?
Man meint, es gehe nicht mehr zu steigern. Aber das Alex letzten Endes in einer Kirche landen wird, ist ein mehr als gelungener Coup. Hut ab vor dem Autor. Wobei es Alex nicht um die Erlösung oder Vergebung seiner Sünden geht.
Der Roman endet am Flughafen. Wie es weitergehen wird?
Klupp ist ein wunderbarer Gegenwartsroman gelungen, eine punktgenaue Abbildung der Gesellschaft. Bislang stand das Präsens für mich als Synonym für Spaßliteratur a la Jaud oder Uschmann. Klupp hat gezeigt, dass es auch anders gehen kann.
Bitte mehr davon.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von RockBrasiliano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
(S.67)
Ein bisschen wie die Abenteuer von Fritz the Cat gemischt mit einer Gestalt, die aus einer Story von Heinz Strunk entsprungen sein könnte..

Wobei aber Alex Böhm, der erfolglose Filmstudent in Potsdam doch näher an die Realität rankommt. Schließlich hat er sich recht und schlecht in seinem Leben eingerichtet, das ganze wird durch etliche wohldosierte Halbwahrheiten in erträglichen Bahnen gehalten. Er erzählt von großen Drehbuchprojekten, ein Thema mit dem er aber eigentlich längst abgeschlossen hat, und wechselt auch gerne mal die Identität, etwa wenn er sich um sich bei einem Ego-Kunst-Projekt einer Hippiebraut und verkrachten Medizinstudentin den Namen eines (vielversprechenden ;) ) polnischen Kommillitonen an der Filmhochschule gibt um sich nicht komplett zu blamieren.

Nein sagen ist nun wirklich nicht seine Stärke und das führt natürlich hier zu allerhand drolligen Verwicklungen, die darüber hinaus sehr aus dem Leben gegriffen sind. Hinzukommen Hautprobleme und ein sehr flatteriges Nervenkostüm, sowie etliche Begegnungen mit unsympathischen und merkwürdigen Leuten..scheinbar alltägliche Probleme - aber grade soetwas will man doch lesen, oder? Mein mieser Alltag ist allemal eine lustige Geschichte wert, so von aussen betrachtet.

Also zur Rahmenhandlung: Der Held der Story studiert Potsdam an der Film-Uni, will mit seiner neuen Freundin, für die er die alte hat sitzen lassen, nach Portugal in den Urlaub fliegen. Sie wollen sich in München treffen. Auf dem Weg dahin gerät Alex aber zufällig in seine alte Heimat Weiden in der Oberpfalz und hier lebt doch tatsächlich die Jugend wieder auf und vermischt sich mit den Dummheiten der Gegenwart. Es ist ja immer sehr interessant, was aus den ganzen alten Freunden und Bekannten von früher geworden ist - blöd nur wenn es plötzlich zur Konfrontation kommt und man selbst doch zu nicht geringem Maße in das vermeintlich Unglück dieser Menschen verstrickt ist - oder wenn man, wie Alex, nie gelernt hat Nein zu sagen.
Den vorläufigen Höhepunkt nimmt die Geschichte an der namensgebenden Baggerkuhle Paradiso, wo eine Fete mit "coolen Leuten" steigen soll...das kommt einem doch alles sehr bekannt vor.

Jedenfalls, ich glaube die Paradiso-Story passt sehr gut in das heutige Lebensgefühl der Menschen zwischen 20 und 35. Eingesponnen in ein Netz aus Halbwahrheit und Vermeidungsverhalten beschreibt Thomas Klupp, der Autor, sehr echt, die Schwierigkeiten des modernen Zusammenlebens in der schwierigen Melange aus Familie, Freunden, Bekannten und dann auch auch noch Beziehung...Eine Figur, die einem sofort sympathisch sein muss, man wird sich darin wiederfinden und hier ist das eine sehr sehr lustige Begegnung.

Ein Jugendroman für Erwachsene -
Das Buch für den Sommer 2009.
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27 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
eine Anleitung zur Wut 29. April 2009
Von history_reader VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe es wirklich versucht. Ehrlich. Gelesen von vorn bis hinten, durch. Und man ist dabei, bleibt dabei. Schon, weil es alle 3 Seiten um Sex geht, oder Gedanken daran, Phantasien darüber, wenigstens die Möglichkeit dazu. (Schließlich trifft unser Held auf seiner Reiseetwa ein halbes Dutzend mehr oder weniger willige Frauen, über die sich zu spekulieren lohnt. So viele Feuchtgebiete. Kassenschlager.) Ok, denk ich; bin ja selber Mann. Kann man noch was lernen.

Aber die Vorschusslorbeeren versprechen ja mehr. Neue Stimme, neue Literatur. Ich habe sie nicht gefunden. Wie so oft: Schöne Sätze, denkenswerte Gedanken. Aber ehrlich: Die hätte ich lieber in einem anderen Buch gelesen.

Mein Problem sind zwei:

1) Die Gewalttat des Alex Böhm - er verprügelt seinen ehemaligen Freund Simon, der ihn "entlarven" will auf das Übelste - bricht für mich das Buch. Mag ich diesbezüglich langweilig sein, aber die Bereitschaft, mich mit ihm auseinanderzusetzen bleibt, während Alex seine Reise fortsetzt, beim malträtierten Simon im Wald. Punkt. (Selbsteinwand: Die Wut, die ich auch Protagonist, Autor und mich selbst, nicht klarzukommen, entwickle kann man als kreative Energie des Buches verstehen. Für mich ist sie unbefriedigend, weil restlos destruktiv. Ich habe lange gewartet, keine produktive Deutung des Verlaufs kommt in Sicht. Der Handlungsverlauf bleibt leer.)

2) Der so genannte Blender "Jedermann" Alex Böhm ist ungeheuerlich lang verstehbar, denkt, was - gewollt - (hin und wieder) auch ich denken würde, ist hochgradig selbstreflexiv und selbstkritisch und aus dieser Haltung heraus auch kritisch anderen gegenüber. Dass er aus dieser Haltung heraus jedoch absolut keine Konsequenzen für sich selbst zieht, ist die "große" Leistung des Buches: das Porträt eines Egomanen eben. Und damit ein Porträt, das ich nicht wirklich glauben kann; in dem vieles, was dem Kopf von Alex entspringt für mich (leider erst) nachträglich zum Autorkommentar reift und zum Betrug an mir als Leser wird.

Keine Frage: Ein Buch, über das man reden und trefflich streiten kann. Aber ich bleibe dabei: Über das Redenswerte hätte ich lieber in einem anderen Buch gestritten.
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So könnte man die Message dieses Romans zusammenfassen. Der Autor beschreibt die Reise seines Protagonisten Alex Böhm von seinem Studienort Potsdam zum Flughafen nach... Lesen Sie weiter...
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oberschlecht
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Veröffentlicht am 13. Mai 2010 von dopelfrogga
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Veröffentlicht am 7. März 2010 von Jimbo Reid "Northstar"
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Veröffentlicht am 19. November 2009 von Malte Oderer
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