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Paradiso
 
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Paradiso

Kamerakino Audio CD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (29. September 2003)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Gomma (Groove Attack)
  • ASIN: B0000CBBVI
  • Weitere Ausgaben: Vinyl
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 299.635 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Sie leben
2. Polizei
3. Träume auf Bäumen
4. Deportation class
5. Unter Strom
6. Ferienwohnung
7. Meine Liebe ist radikal
8. Fliegen
9. Metall auf Eis
10. Mundwerk
11. Drahtseilakt
12. Mein Herzblatt
13. Ganz schnell wohin

Produktbeschreibungen

neon-magazin.de, 20. November 2003 12:05 MEZ

Kamerakino: "Paradiso" Schräg tönende Volxmusik für eine politisch misstönende Welt - Lieblingsplatte der Redaktion Kamerakino: "Paradiso" (Gomma 2003); zu beziehen wohl nur per Internet, etwa über Alpha Music(oder amazon.)) ... und aus der Labelseite Gomma.de soll erst mal einer schlau werden ... Tower power, Trauerpower: Bitterböse ist das Lied von der "Deportation Class", deren Passagiere auf dem Landweg kamen und an Grenzen stießen, also scheidet man sie oben wieder aus ... in einem Lufthansa-Flieger - angezogen von einem Magnet, ausgezogen von einem Beamten des Bundesgrenzschutz ... Spann mich bitte ein in deine Bandmaschine ... Kamerakino sind keine der auch hier recht gerne besprochenen Neo-NDW-Bands - aber näher am Geist der Neuen Deutschen Welle dran als Mia, Spillsbury oder - wenn man denn gar nicht dran vorbei kommen will - Wir Sind Helden....

Biographie der Mitwirkenden

Nachdem sich Gommaplatten wie Headman und Munk vorrangig beim Sound der 70er und 80er Jahre inspirierten (und sich die Teuronik Disaster und ANTI NY Sampler vor 3 Jahren komplett dem ‘Discopunk’ & No Wave der deutschen & New Yorker Szenen widmeten) bewegte sich der Gommasound 2002/ 3 dann eher in Richtung Acid bzw. Italo (Chickenlips’ Headman RMX, Hiltmeyer Inc.) bzw. sowas wie ‘Popfuturismus’? (Mocky, Leroy Hanghofer ). Das nun hier vorliegende Kamerakino Album (aufgenommen schon 2001) erinnert nun wieder an eine andere Zeit: Die 20er, die 50er, die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Zirkus, Cabaret, Chansons, Gipsys, Dada, Mods und Femme Fatals kommen in den Sinn. Aber natürlich auch die schmutzige Garage, No Wave und Disco. Aber Kamerakino hat noch viel mehr verschiedene Objektive. Eins davon ist scharf darauf gerichtet, die Evolution via Austausch der Kulturen voranzutreiben. Ihre Mitglieder sind türkischer, russischer, spanischer, schottischer und deutscher Abstammung, doch die gemeinsame Keimzelle ist München. „Wir atmen Münchner Luft seit über 20 Jahren, jetzt haben wir Sauerstoff und wir haben Knarren." Sagt ihr Führer Sanchez pico Bello. Just zur Jahrtausendwende bewaffneten sich der damalige „großkotzige Gammler" (Spex/ 5.03) und die beiden „stadtbekannten Spiesser" Erol Dizdar und Sebastian Meyerhöfer mit Melodica, Akkordeon und Geige, um seinen Text „die Dame geht über das Seil, als wäre sie ein Telegramm" im Stile einer volkstümlichen Jahrmarktskapelle zu vertonen. Das Echo war so gewaltig, daß die Band sofort auf 7 Musikerinnen an der Zahl wuchs. Allesamt waren sie es leid, in Retro-Genrebands mit Schubladenmusik a la Ska, Punkrock, 60’s Garage oder auch Funk & Jazz die jeweiligen Szenen zu unterhalten. Die nächste grosse Modewelle würde das Punkremake werden und an dem wollte sich die Band nicht beteiligen, also beschloss man im Jahr 2000 sich eher auf sowas wie „New Romantic Wave Pop" zu konzentrieren. Den hierzu passte ihr Vision von Würde, Schönheit & Poesie, vorallem in den deutschen Texten oftmals gebrochen durch die in einen absurden Humor mündende Verzweiflung über deren niedrigen Wert in der neoliberalen Warenwelt im exklusiv-imperialistischen Europa. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit liefert das Debüt Album ‘Paradiso’. Strahlige Melodiestreiche spannen sich über bürokratische Bögen, kontrastiert durch eine unbestimmte Sehnsucht nach dem Osten. Oftmals klingt die Musik nach kubistichen Gemälden, oft läuft ein surrealischtischer Film im Kamerakino. Fast immer klingts nach Wirtschaftskrise und deren Lächerlichkeit. „Wir spielen viereckigen Kammerpop für Leute, die in Einzelzimmern untergebracht sind" meint die Band. In der Herzkammer brennt noch ein Licht für die Dunkelkammer.

Kamerakino kommen aus dem Münchener Kunst/ Musik Live Underground , aus dem sich in den letzten Jahren auch schon Projekte wie Queen of Japan, Zombie Nation, Hellfire, Poets of Rhythm entwickelten. (Das Artwork zur Kamerakino CD stammt von Catriona Shaw /Queen of Japan, Gastmusiker ist Max Whitfield von den Poets of Rhythm, Hellfire’s Naomi organisierte früher Partys zusammen mit Sanchez von Kamerakino...).


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
unhörbare musik... 1. Juli 2004
Format:Audio CD
bin der band zum ersten mal auf dem franz ferdinand konzert in berlin begegnet. auf den ersten "blick" scheint diese musik unhörbar, doch bis jetzt habe ich noch nichts vergleichbares cooles finden können. kunst. zu empfehlen sind "ferienwohnung", "mein liebe ist radikal" und "mein herzblatt" auf jedenfall fernab des mainstreams, ohne frage.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gaga 30. August 2007
Format:Audio CD
Ich habe wirklich keine Ahnung wie man Musik gescheit rezensiert. Ich möchte hier einfach sagen das dies meine meistgeliebteste Gruppierung musizierender Menschen ist.
Sie sind so wunderbar quer und unangepasst. Um sie zu beschreiben müßte man wohl noch nicht erfundene Worte benutzen. Der Surrealitätsfaktor ist bei Lifeauftritten besonders hoch. Wer darauf steht etwas zu hören was ein bisschen in den Ohren juckt, voller kleiner Beobachtungen steckt, einen
manchmal schon fast peinlich berührt und auf jeden Fall gegen den Strich gebürstet ist wird Kamerakino höchstvermutlich mögen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Der ein oder andere Fan von Franz Ferdinand hat vielleicht schonmal den Bandnamen Kamerakino gehört. Warum? Weil FF-Bassist
Nick McCarthy während seiner Studienzeit in München sich auch schon fleißig mit Musik beschäftigte. Er war Mitbegründer dieser
skurielen Band Kamerakino. Und weil das so ist, gibts für die deutschen Fans 2 Konzerte im Mai 2004 in Berlin & München bei denen man dann gleich beide Bands live erleben kann!
Tolle Band! Checkt dies aus!
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