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Paradies verloren
 
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Paradies verloren [Gebundene Ausgabe]

Cees Nooteboom , Helga van Beuningen
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (18. Juli 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518417266
  • ISBN-13: 978-3518417263
  • Originaltitel: Paradijs verloren
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 532.594 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Cees Nooteboom
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Die Erinnerung ist wie ein Hund, der sich hinlegt, wo er will", schrieb Cees Nooteboom in seinem wundervollen Roman Rituale. Das muss auch Erik Zondag aus Paradies verloren feststellen, weil ihm die ebenso kurze wie seltsame Begegnung mit Alma, der jungen, deutschstämmigen Brasilianerin, nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Als er sie zum ersten Mal sieht, kauert sie auf dem Boden eines Schrankes, mit großen Flügeln auf dem Rücken -- als Statistin bei einem Engel-Kunstprojekt im australischen Perth. Nach einer Nacht am Strand entschwindet sie engelsgleich bereits wieder aus seinem Leben.

Paradies verloren ist ein kurzer Roman über flüchtige Begegnungen, rätselhafte Liebesverhältnisse und die Macht der Sehnsucht. Zum Beispiel nach der Ferne, wie bei Alma. Oder nach einer Begegnung, die die eigene, schal gewordene Existenz umzustülpen verspricht, wie beim resignierten Literaturkritiker Zondag. Dass Nooteboom in seinem neuesten Roman vor allem andeutet und Spuren legt, statt dem Leser alle Fragen zu beantworten, verleiht der Geschichte den Reiz der Unergründlichkeit. Und andererseits kann Nooteboom in Paradies verloren -- der Titel ist eine Anspielung auf John Miltons monumentales Versepos aus dem 17. Jahrhundert über den Sündenfall -- seiner bekannten Begeisterung für Engel Ausdruck verleihen. Glücklicherweise ist diese aber weniger esoterischer als poetischer Natur. Alma nimmt ihre Flügel bald ab und entpuppt sich als durchaus irdische, wenn auch eigenartige Frau. Besser als in eine junge Frau kann sich der Autor naturgemäß in den alternden Literaturkritiker einfühlen, der im zweiten Teil des Romans im Mittelpunkt steht. Von diesem Erik Zontag und seinem Kuraufenthalt in einem Tiroler Bergdorf hätte man gern noch mehr gelesen, hier gelingen Nooteboom wunderbare Passagen voll tragikomischer, gelassener Lebensmüdigkeit.

Obwohl durchaus lesenswert, kann Paradies verloren die Zweifel nicht gänzlich zerstreuen, ob Cees Nooteboom dereinst nicht doch vor allem als einer der besten Reiseschriftsteller -- man denke nur an Im Frühling der Tau oder Der Umweg nach Santiago -- in Erinnerung bleiben wird. --Christian Stahl

Amazon.de Hörbuch-Rezension

Engel sind auch nur Menschen, könnte man als die Quintessenz von Paradies verloren halten. Und die Menschen können ihrer erdenschweren Existenz nicht entfliegen. Seit sie den Garten Eden verlassen mussten, sind sie auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Und bei der Liebe suchen sie besonders häufig -- und besonders vergeblich. Auch Eric und Alma sind auf der Suche, begegnen sich, verlieren sich, finden sich wieder, müssen sich wieder trennen. Doch das ist keine normale Liebesgeschichte, die Cees Nooteboom da erzählt, sondern eine verwinkelte, geheimnisvolle, wo das Atmosphärische wichtiger ist als die Handlung selbst.

Gleichzeitig kommt hier auch der Reiseschriftsteller Nooteboom zum Zug, spielt der kurze Roman doch auf drei verschiedenen Kontinenten. Doch dem Niederländer sind schon bessere Bücher gelungen, Romane und erst recht Reiseerzählungen. Hörenswert ist dieses Audiobook aber sehr wohl, vor allem um den Autor selbst lesen zu hören. Das hat sehr viel Charme, dieses Deutsch mit holländischem Akzent, das sich auch ab und zu schwer tut mit diesen langen sperrigen Wörtern der deutschen Übersetzung. Ein Autor, der in gewisser Weise mit seinem eigenen Text ringt, das ist ziemlich ungewöhnlich und zugleich faszinierend zu hören. --Christian Stahl

Spieldauer: ca. 234 Minuten, 3 CDs, vollständige Autorenlesung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

3.9 von 5 Sternen
Dieser Artikel wurde noch nicht veröffentlicht und ist nicht zur Rezension qualifiziert. Die gezeigten Rezensionen sind von anderen Formaten dieses Artikels.
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Nootebooms jüngstes Werk befasst sich mit beinahe surrealen Situationen, mit Traumwelten, die sich im vorliegenden Text in Australien manifestieren.

Zwei junge Frauen aus Brasilien bereisen den fünften Kontinent, nachdem eine der beiden -Alma- vergewaltigt worden ist. Die Reise dient demnach sozusagen therapeutischen Zwecken. Alma und Almuth gehen, um ihren Aufenthalt zu finanzieren, vorort immer wieder Gelegenheitsjobs nach.

So arbeiten sie u.a. während eines künstlerischen Happenings als Engel. Flügel werden ihnen angeheftet und sie stehen , sitzen oder liegen bewegungslos in der Menge, werden auf diese Weise zu schauspielernden Symbolen einer Traumwelt eines verlorengegangen Paradieses.

Begegnungen mit Aborigines-Malern aus ganz Australien vertiefen das Gefühl des Unwirklichen, des " dreaming" , das von diesen Malern interpretiert wird als " Religion, heilige Vorzeit, die Zeit der mythischen Vorfahren, zugleich aber Gesetz, Ritual, Zeremonie, die Geisteshaltung, aus der heraus Bilder geschaffen werden.

" Totem, Tabu, Geheimnisse der dritten Art verwirren den " Kunst-Engel" Alma. Dies ist nicht das Paradies, das sie sucht. Sie findet nicht " die völlige Abwesenheit des früheren Lebens, verbunden mit dem ekstatischen Gefühl endlich frei zu sein".

In ihrem Engelskostüm begegnet sie einem niederländischen Literaturkritiker. Er ist fasziniert von Alma und träumt nach Jahren noch von seinem geradezu überirdisch körperlichen Zusammensein mit dieser Himmelsgestalt.

Während seines Kuraufenthaltes in den Alpen trifft er abermals auf sein Traumwesen. Alma , die Globetrotterin , arbeitet als Masseurin in der Klinik, in welcher man durch verschiedene Kuranwendungen neues Leben in ihn hineinzupumpen versucht. Almas Job ist ein erdverbundener, der paradiesische Traumwelten nicht zulässt. Insofern ist gemeinsames Apfelessen im Garten Eden nicht das Thema, das Alma beschäftigt. Im Grunde gibt es kein gemeinsames Thema mehr für die beiden Traumweltensucher...

Was ist Wirklichkeit? Wann findet Traum statt? Worin zeigen sich die Schnittmengen? Ist das Paradies gar ein Ort individueller Phantasien?

Das sind wohl die Fragen, mit denen sich Nooteboom hier auseinandersetzt. Man entrückt während des Lesens in eine Welt voller Poesie, in ein Paradies schöner Worte und Gedanken, in eine Traumwelt des Geistes, in Nootebooms Reich der Phantasie , wenn man so will ..

Ein einladendes Terrain, von hellstem Licht durchflutet!

Empfehlenswert!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bezaubernd! 9. Dezember 2006
Von j-a-n-u-s
Format:Taschenbuch
Im Gegensatz zu manch anderen Rezensenten hier habe ich das Buch tatsächlich gelesen... was angesichts rund 160 Seiten auch nicht allzu lang dauern sollte.

Mein Urteil: Ein wunderbares, witziges, geheimnisvolles Buch, das überrascht und zum Nachdenken bringt - und das in solch kompakter Form: Manche Kapitel sind kaum 2 Seiten lang, und doch genau richtig. Selten eine so klevere Verknüpfung vollkommen unterschiedlicher Handlungsstränge gegeben. So klever, dass man noch Tage überlegt, OB sie überhaupt verbunden sind.

Poesie in Romanform.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auf den Spuren der Engel 31. Dezember 2005
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zwei Menschen begegnen sich. Nicht beim Bäcker um die Ecke, nein, an den äußersten Enden der Welt. Ihre Begegnung ist Zufall und doch wieder nicht.

Der holländische Literaturkritiker Erik Zondag, in dem man unschwer Züge des Autors erkennt, fliegt zu einem Kongreß in die australische Stadt Perth. Dort begegnet er Alma zum ersten Mal. Sie wird sein Engel, und der Eindruck dieser Begegnung wird ihn nicht mehr verlassen.

Alma ist zusammen mit ihrer Freundin Almut nach Perth gekommen, der vorläufigen Endstation einer langen Traumreise. Aufgewachsen in Sao Paulo als Töchter deutschstämmiger Eltern, reisen Alma und Almut nach Australien, zum einen, um das Trauma einer Vergewaltigung zu verarbeiten, zum anderen, um den Traumpfad zu gehen: den Spuren der Aborigines und ihrem angeblich paradiesischen Leben zu folgen.

Diese Traumreise endet ernüchternd. Von ihrer einwöchigen Begegnung mit einem jungen Aborigine bleibt Alma nur ein Bild, das er für sie gemalt hat und „ eine Sehnsucht, für die ich keine Worte habe und von der ich weiß, sie wird für immer zu mir gehören ... ich denke, ich werde immer umherziehen, um aus der Welt meine Wüste zu machen. Ich habe genug zum Nachdenken für ein ganzes Leben.“

Weil man aber auch überleben muß, verdingen sich Alma und Almut in Perth als Engeldarsteller bei einem ambitionierten Kunstprojekt. Der Literaturkritiker Erik Zondag hört von diesem Projekt, besucht es, trifft Alma und verliebt sich in sie, bzw. in das Bild, das er sich von ihr macht. Doch sie verschwindet wieder, bleibt unerreichbar für ihn.

Drei Jahre später ist der übergewichtige Zondag auf dem Weg nach Igls bei Innsbruck, wo er in einer Fastenklinik auf Anraten seiner neuen Partnerin und eines guten Freundes eine entsprechende Kur macht.

Als er dort zu einem Massagetermin den Raum betritt, steht Alma vor ihm. Sie hat es mittlerweile für kurze Zeit dorthin verschlagen. Wie und warum, wissen wir nicht.

Und sie wiederholt Zondag gegenüber, der sie unbedingt festhalten will, jenen Satz, den sie auch in Perth beim Abschied sagte, den er damals aber akustisch nicht verstehen konnte: „ Engel gehören nicht zu den Menschen.“

Und so bleibt die Sehnsucht nach der Begegnung mit ihnen, die Sehnsucht nach einem Geschmack des für immer verlorenen Paradieses.

Nooteboom hat ein sehr persönliches Buch geschrieben. Ein Buch über flüchtige Begegnungen und die große Macht der Sehnsucht.

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Die neuesten Kundenrezensionen
Bemüht und kitschig
"Wer hat bloß die Engel aus der Welt verbannt, obwohl ich sie noch immer um mich spüre?"

Dies fragt sich die junge Brasilianerin Alma. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Ophelia veröffentlicht
Engel verloren
Die Novelle Cees Nootebooms ist symmetrisch aufgebaut, u.zw. besteht sie aus 2 Hauptteilen, denen ein Prolog vorangeht und ein Epilog folgt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2009 von Helmut Mertens
IN fernen Ländern
Auf Paradiese versteht sich Cees Nooteboom. Er hat sie auf seinen Reisen zu Gesicht bekommen, ihre Vergänglichkeit erfahren und sie in seinem Werk bewahrt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juli 2008 von Polar
Traumpfade ins Paradies und zurück
#
Ein Prolog und ein Epilog umschlingen zwei Erzählungen. Nooteboom selbst sagt, ein Buch müsse kurz sein. Das sagt auch sein Protagonist in seinem ca. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Februar 2007 von kpoac
Völlig Banal
Ich habe leider nur das Hörbuch gehört. Möglicherweise wurde bei diesem an den falschen Stellen gekürzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2006 von Florian Lang
Erstaunlich sinnlos
Da ich das Buch leider nicht gelesen habe, kann ich leider nicht beurteilen ob das Problem in der gekürzten Fassung des Hörbuchs liegt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2006 von Florian Lang
Paradies verloren
Ein faszinierendes Buch über die Suche nach dem Verständnis über sich selbst und die Unterschiede der Welt. Lesen Sie weiter...
Am 16. Dezember 2005 veröffentlicht
Grauenhaft
Hätte ich nicht schon Anderes von Cees Noteboom gelesen, ich könnte nicht glauben, daß er das geschrieben haben soll... Und auch noch veröffentlicht wird! Lesen Sie weiter...
Am 14. Dezember 2005 veröffentlicht
Dieses Buch hat nur einen Nachteil: es ist zu kurz!
Das neue Buch von Nooteboom ist meiner Meinung nach ganz hervorragend. Seine Sprache ist eine der schönsten die ich kenne, die Geschichten sind neuerdings viel leichter und... Lesen Sie weiter...
Am 11. November 2005 veröffentlicht
Der Engel treibt den Erzähler um
Zum Plot: Das Buch erzählt von zwei Menschen deren Lebenswege sich immer wieder kreuzen. Da ist zunächst Alma, eine junge, hübsche, deutschstämmige... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2005 von Carl-heinrich Bock
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